Kekse zählen zu den vielseitigsten Backwaren und werden als trockenes, haltbares Kleingebäck geschätzt. Sie eignen sich ganzjährig zum Kaffee oder Tee, als Mitbringsel oder Geschenk und passen zu verschiedenen Anlässen. Beliebte Rezepte umfassen einfache Varianten mit wenigen Zutaten sowie raffinierte Kombinationen mit Schokolade, Früchten oder Nüssen.
Hier finden Sie Inspiration und Tipps, wie Sie zu Hause ganz einfach harte Kekse backen können. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Backen und Geniessen!
Grundlagen für perfekte harte Kekse
Viele unserer Auszubildenden stellen uns diese Frage: Was ist das Geheimnis für perfekte, krümelige Kekse? Schmalz und Butter müssen kalt und direkt aus dem Kühlschrank sein, bevor sie mit den anderen Zutaten vermischt werden. Wenn Sie den Teig für die Kekse zubereiten, achten Sie darauf, dass alle Zutaten miteinander vermischt sind und kneten Sie so wenig wie möglich. Drücken Sie den Teig mit sanftem Druck zusammen. Die Wärme Ihrer Hände beim Kneten kann den Teig überhitzen.
Auch die Art des verwendeten Mehls ist wichtig, um harte Kekse zu vermeiden. Es ist sinnvoll, ein glutenarmes Mehl zu verwenden, wie z. B. Mehl 400. Für noch knusprigere Kekse, die auf der Zunge zergehen, verwenden Sie Puderzucker. Es ist ratsam, den Teig vor dem Ausrollen im Kühlschrank ruhen zu lassen, wiederum um eine Überhitzung zu vermeiden. Ebenso wichtig ist es, die bereits ausgestochenen und auf das Backblech gelegten Kekse vor dem Backen ca. 20 Min.
Die perfekte Konsistenz hängt vom Fettanteil ab: Höherer Fettgehalt macht mürbe. Zu harte Kekse erweichen durch ein Stück Apfel in der Dose, regelmäßig auszutauschen. Zu weiche Kekse härten durch Auslegen aus. Ei bindet den Teig, Eigelb macht knuspriger. Klassische Kekse ohne Ei benötigen drei Standardzutaten und sind pur oder verfeinert lecker.
Frisch gebackene Kekse halten in Dosen Tage oder Wochen. Vorratsbacken ist möglich. Als Geschenk oder Mitbringsel beliebt. Apfel verhindert Austrocknen, aber Schimmel vermeiden.
Rezept 1: Caotina Guetzli
Die wohl schokoladigsten Guetzli der Schweiz: Die Caotina Guetzli! Im Handumdrehen gebacken, verzaubern die feinen Guetzli nicht nur in der Weihnachtszeit Gross und Klein.
Zutaten:
- Weiche Butter
- Ei
- Zucker
- Mehl
- Caotina Original
- Zimt
Zubereitung:
- Die weiche Butter mit dem Ei und dem Zucker vermischen.
- Mehl, Caotina Original und Zimt hinzufügen.
- Von Hand zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig anschliessend 3-5 mm dick auswallen.
- Die Guetzli ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
- Die Guetzli in der Mitte des Ofens bei 200 C° ca. 10 Minuten backen.
Für die Glasur alle Zutaten bis und mit Puderzucker mit einem Löffel verrühren. Die Mandeln hacken.

Rezept 2: Knusprige Nuss-Stängeli (Totebeili)
Zur Weihnachtszeit gehören sebstgebackene Guetsli einfach dazu und das Guetzle mit der Familie ist für viele Menschen eine liebe Kindheitserinnerung. Die leicht gerösteten und darum knusprig-harten Nuss-Stängeli, von vielen auch Totebeili genannt, stammen ursprünglich aus dem Schweizer Kanton Graubünden. Den leicht makabren Namen hat das Haselnussgebäck, weil es früher bei Abdankungen zum Kaffee gereicht wurden. Nuss-Stängeli gehören zum kulinarischen Kulturgut der Schweiz und sind ganz einfach zu backen.
Zutaten:
- 100 g Butter, weich
- 1 Ei
- 120 g Haselnüsse, geröstet, grob gehackt
- 160 g Mehl
- 1 Eigelb
- Wenig Kaffeerahm
Zubereitung:
- Die Nüsse sanft rösten und abkalten lassen.
- Butter cremig schlagen, nach und nach Ei, Salz und Zucker zugeben.
- Die Masse solange schlagen, bis sie hellgelb wird.
- Die Nüsse und die Nusssplitter unter die Masse heben.
- Das Mehl darüber sieben, unterziehen und alles so zum Teig fügen.
- Für 1 Stunde an die Kühle geben.
- Den Teig zirka 1 cm dick auswallen.
- Die Teigplatte in den Tiefkühler stellen und die feste Platte in Stäbchen schneiden.
- Dies auf einem bebutterten Backblech auslegen.

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Weitere Keks Varianten
Neben den genannten Rezepten gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, harte Kekse zu backen. Hier sind einige Ideen:
- American Cookies: Mit weißen Schokoladendrops
- Apfelkekse: Mit geriebenen Äpfeln für Saftigkeit
- Glückskekse: Mit Zettelchen als Geschenk
- Knopf-Kekse: In lustiger Form
- Melonenkekse: Mit bunter Farbe
- Nutellakekse: Mit Nougatnote und weißer Schokolade
- Schweinsöhrchen: Aus Blätterteig und Haselnussmasse
- Shortbread: Als schottische Mürbeteigmischung
- Vegane Sesamkekse: Aus Vollkornmehl
- Cantuccini: Als italienisches Mandelgebäck zu Espresso
Tipps zur Vermeidung von Guetzli-Fails
Wer kennt es nicht: klebriger Teig, im Ofen zusammengewachsene Gebilde oder steinharte Guetzli. Hier sind einige Tipps, um die häufigsten Fehler zu vermeiden:
- Keine Waage/kein Messbecher zur Hand? Handgelenk mal Pi ist beim Backen selten eine gute Idee.
- Teig klebt beim Formen/verläuft beim Backen? Der Teig wurde vor dem Verarbeiten wohl zu wenig gekühlt.
- Teig ist ölig und krümelig? Entweder war die Butter zu warm oder du hast zu lange geknetet.
- Teig ist bröselig? Eventuell waren die Eier zu klein.
- Guetzli sind staubtrocken? Eventuell etwas gut gemeint mit dem Mehl beim Ausrollen oder zu lange gebacken?
- Einige Guetzli sind halb verbrannt, andere noch zu hell? Ofentür öfters aufgemacht?
- Guetzli schmecken fade? "Eine Prise Salz" nicht weglassen.
- Guetzli backen zusammen? Der Abstand zwischen den Guetzli war zu klein.
- Schoggiglasur wird matt/schnell hart? Die Guetzli sollten beim Verzieren Raumtemperatur haben.
Royal Icing: Die perfekte Glasur für Ihre Kekse
Royal Icing (auf Deutsch „Eiweissspritzglasur“) ist eine der ältesten Dekormassen und besteht grundsätzlich aus zwei Zutaten: Puderzucker und Eiweiss. Je nach Anwendung braucht es steiferes oder fliessenderes Royal Icing. Hergestellt wird es immer in der steifen Konsistenz und wird nach Bedarf mit Wasser oder Eiweiss zur gewünschten Konsistenz verdünnt.
Rezept für die Grundmasse:
- 30 g Eiweiss (ca. 1 frisches Ei oder past. Eiweiss)
- 1 TL Zitronensaft (5 ml)
- 150 g Puderzucker (oder die 5-fache Menge des Eiweiss-Gewichts)
- Optional: Lebensmittel-Gelfarben
Zubereitung:
- Eiweiss und Zitronensaft in eine saubere, fettfreie Mixer-Schüssel geben.
- Den Mixer mit dem Flachrührer ausstatten (beim Handmixer: Knethaken) und die Flüssigkeit während 10 Sekunden auf tiefer Stufe auflockern.
- Den Puderzucker gut sieben und zum Eiweiss geben.
- Die Mischung auf der langsamsten Stufe 7-10 Minuten lang schlagen.
- Mit einem Gummischaber die Seiten der Schüssel sauber schaben.
- Optional: Royal Icing einfärben, Farbe gut verrühren.
- Die Masse sofort mit Plastikfolie kontakt-abdecken und ein nasses Tuch über die Schüssel legen.
- Bei Nichtgebrauch kühlstellen.
Royal Icing kann luftdicht 5-7 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden oder bis zu 2 Monaten tiefgekühlt werden. Vor der Verwendung auftauen und mit dem Winkelspachtel lange auflockern.
Der Zitronensaft wird verwendet, damit das Royal Icing etwas weniger schnell kristallisiert. Das Rezept ergibt mittelsteifes Royal Icing, das für die Arbeit mit dem Spritzbeutel verwendet werden kann. Ab diesem Zeitpunkt kann es verdünnt werden für weicheres Royal Icing oder für Zuckerguss.
Es braucht ein bisschen Übung mit dem Spritzbeutel, bis Punkte und Linien gelingen wollen - aber die Mühe lohnt sich!
