Die richtige Lagerung von gekochten Speisen: So bleiben Ihre Lebensmittel länger haltbar

Viele Menschen fragen sich, wie lange gekochte Speisen haltbar sind und wie man sie am besten lagert, um ihre Frische zu bewahren. Hier finden Sie umfassende Informationen und praktische Tipps, um Ihre Lebensmittel optimal zu lagern und Food Waste zu vermeiden.

Die ideale Kühlschranktemperatur

Vermutlich denken viele: Je kälter die Kühlschrank-Temperatur, desto besser, und stellen den Kühlschrank zu kalt ein. Doch viele Lebensmittel reagieren empfindlich auf zu kalte Temperaturen. Gemüse und Früchte halten am längsten bei 8 bis sogar 10 Grad. Fisch und Fleisch dagegen sollten bei 2 Grad aufbewahrt werden. Die ideale Temperatur im Kühlschrank beträgt 6 bis 7 Grad Celsius in der Mitte. Für das Gefrierfach sind −18 Grad optimal.

Kühlschrank-Temperatur einstellen

Digitalanzeige: Bei der digitalen Anzeige lässt sich die Temperatur mithilfe von +/- oder den Pfeil-Tasten einstellen. Einfach das Display antippen oder die Taste daneben drücken, um die Anzeige zu aktivieren. Stellen Sie den Kühlschrank auf 7 Grad und den Tiefkühler auf -18. Berührt man das Display nicht mehr, übernimmt das Gerät die Temperatur in der Regel automatisch.

1-7- und 1-5-Regler: Die meisten älteren Kühlschränke haben für die Temperatur-Einstellung einen Drehregler mit Zahlen von 1 bis 7. Je höher die Zahl, desto kälter der Kühlschrank. Für die richtige Temperatur im Kühlschrank reicht bei Reglern 1-5 bereits Stufe 1 und bei 1-7-Reglern (auch 1-6) Stufe 2. Im Sommer darf es je eine Stufe höher sein.

Analoge Anzeige: Bei manchen alten Kühlschränken befinden sich Punkte auf dem Temperaturregler. Aber wie soll man die Kühlschrank-Temperatur einstellen ohne Zahlen? Normalerweise gibt es dann ein Thermometer als Symbol auf oder neben dem Regler. Der dunkle Balken symbolisiert dabei die Temperatur: Ein niedriger Balken bedeutet eine tiefe Temperatur, ein hoher Balken hohe Temperatur. Die Punkte auf dem Regler dienen als Abstufungen.

Um die korrekte Temperatur sicherzustellen, empfiehlt es sich, ein Thermometer im Kühlschrank zu platzieren und die Temperatur in den verschiedenen Zonen zu messen. Zu niedrige Temperaturen verbrauchen unnötig Strom und können frischen Lebensmitteln schaden.

Temperaturzonen im Kühlschrank

Da warme Luft steigt, ist es im Kühlschrank oben immer wärmer als unten. Dadurch ergeben sich verschiedene Kältezonen respektive Wärmezonen.

  • Oberstes Fach: 6 bis 8 Grad (gekochte Speisen, geöffnete Gläser)
  • Mittleres Fach: 5 bis 6 Grad (Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Milch)
  • Unteres Fach: 0 bis 2 Grad (leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch)
  • Gemüsefach: 8 Grad (Gemüse, Salat, Kräuter und Obst)
  • Türfächer: 10 bis 12 Grad (Eier, Butter, Getränke)

Gut zu wissen: Beim Drehregler des Kühlschranks reicht oftmals bereits Stufe 1 oder 2, um das Gerät auf 5 bis 6 Grad in der Mitte einzustellen.

Energie sparen: Wann macht ein neuer Kühlschrank Sinn?

Welche Lebensmittel gehören wohin?

Damit Ihre Lebensmittel möglichst lange frisch und haltbar bleiben, sollten Sie sie in der richtigen Temperaturzone des Geräts lagern.

  • Oberstes Fach: Gekochte Speisen, geöffnete Gläser wie Konfitüren oder angefangene Konserven (am besten im Tupperware), weil sie etwas höhere Temperaturen vertragen.
  • Mittleres Fach: Hier liegen Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Milch.
  • Unteres Fach: Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch
  • Gemüsefach: Gemüse, Salat, Kräuter und Obst
  • Tür oben: Eier, Butter
  • Tür unten: Getränke

Energiespartipps für den Kühlschrank

  • Achten Sie beim Kauf Ihres Kühlschranks auf die Energieeffizienzklasse. Ein Gerät mit Energieetikette A oder B verbraucht rund 30 Prozent weniger Strom als ein ehemaliges A++ Gerät (Etiketten bis 2021).
  • Bildet sich im Kühlschrank oder im Gefrierfach Eis, sinkt die Leistung und das Gerät verbraucht mehr Strom. Falls nötig, verbessert regelmässiges Abtauen die Energiebilanz - das ist bei neueren Geräten kaum noch nötig. Wenn doch, dann am besten im Winter, um das Kühlgut auf dem Balkon zwischenzulagern.
  • Der Kühlschrank sollte nicht direkt neben dem Herd, Backofen oder Heizkörper stehen, da das Gerät dann mehr Energie zum Kühlen braucht.
  • Räumen Sie frische Lebensmittel nach dem Einkauf möglichst schnell in den Kühlschrank. Kalte Lebensmittel sollten sich nicht unnötig aufwärmen.
  • Umgekehrt ist es sinnvoll, warme Speisen zuerst abkühlen zu lassen, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen.
  • Tauen Sie Lebensmittel wie Tiefkühlgemüse im Kühlschrank auf. Tiefgefrorene Lebensmittel kühlen beim Auftauen die Kühlschrankluft. Dadurch sinkt der Stromverbrauch.
  • Je voller der Kühlschrank, desto besser, denn so kann keine kalte Luft entweichen, und das Gerät muss weniger kühlen nach dem Öffnen. Eine sinnvolle Vorratshaltung und Menüplanung/Resteverwertung für möglichst wenig Food Waste sind natürlich die beste Devise.
  • Öffnen Sie die Kühlschranktür nicht unnötig oft und möglichst kurz. Lassen Sie sie nicht offenstehen.
  • Die Kühlschranktüre muss gut schliessen, sodass beim Öffnen ein leichter Widerstand spürbar ist. Keine Verpackungen einklemmen. Dichtungsgummi gerne mal wieder überprüfen. Dieser darf nicht spröde sein und keine Risse oder Löcher aufweisen, sonst unbedingt ersetzen.

Welche Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank?

Die folgenden Lebensmittel sollten Sie nicht im Kühlschrank lagern:

  • Obst: Zitrusfrüchte, Südfrüchte wie Ananas, Bananen, Mango, Papaya, Avocado
  • Gemüse: Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Peperoni, grüne Bohnen

Was tun mit Essensresten?

Nach einem langen, anstrengenden Tag haben Sie keine Lust, aufwändig zu kochen? Dann lockt wohl der Lieferservice mit schnellen, aber dafür weniger gesunden Gerichten. Schöner wäre es, wenn etwas feines Vorgekochtes im Kühlschrank oder Tiefkühlfach auf Sie warten würde, oder? Zumindest gefrorenes Gemüse, das sich in ein unkompliziertes Nachtessen verwandeln liesse.

Abkühlen und Verpacken

Bevor Sie übrig gebliebenes Essen einfrieren oder in den Kühlschrank stellen, um es zu lagern, sollten Sie es zunächst auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. In der kalten Jahreszeit eignet sich hierfür beispielsweise der Balkon oder Fenstersims. Im Sommer am besten einen schattigen Ort in der Küche wählen oder die Mahlzeit mithilfe von Eis-Akkus im Spültrog auskühlen lassen. Füllen Sie das Ganze in ein Gefriergefäss oder verpacken Sie es in Frischhaltefolie, um Qualitätsverlust zu vermeiden.

Nicht geeignet für den Tiefkühler

Gänzlich ungeeignet für den Tiefkühler ist sehr wasserhaltiges Gemüse wie Tomaten, Blattsalate und Gurke. Auch rohe Kartoffeln sollten Sie nicht einfrieren. Dadurch würde die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt und das Gemüse entsprechend süsslich munden.

Blanchieren

Sorten wie etwa Blumenkohl, Kefe und Rüebli sollten vor dem Einfrieren «blanchiert», also für maximal zwei Minuten in sprudelnd kochendem Wasser gebadet werden. Das bewahrt ihre Struktur und beugt Farbveränderungen vor.

Milchprodukte und Eier

Neben Tofu sind auch «echte» Milchprodukte wie Rahm, Joghurt und Quark nur bedingt zum Einfrieren geeignet. Sie wären nach dem Auftauen allenfalls noch zum Kochen (z. B. für Sauce oder Gratin) zu gebrauchen. Eier sollte man vor dem Einfrieren unbedingt trennen. Geben Sie die einzelnen Bestandteile z. B. Gerichte mit gekochten Eiern oder Eiweiss sind nicht zum Einfrieren geeignet. Ebenso wenig Speisen mit Mayonnaise oder Rahm, da sie gerinnen und unappetitlich werden würden.

Lagerdauer im Tiefkühler

Durch das Gefrieren verlängert sich die Lagerdauer von Lebensmitteln um mehrere Wochen oder Monate. Die Lagertemperatur im Tiefkühler sollte mindestens -18°C betragen.

Lebensmittel Empfohlene Lagerdauer
Schweinefleisch 2 - 4 Monate
Poulet, Kalb- und Lammfleisch 4 - 5 Monate
Rindfleisch 6 - 10 Monate
Hackfleisch, roh 1 - 3 Monate
Fisch und Meeresfrüchte 2 - 6 Monate
Gemüse, Früchte 6 - 12 Monate
Pilze 4 - 6 Monate
Brot 4 - 6 Monate
Teige und Teiglinge 3 - 4 Monate
Fertige Speisen 2 - 3 Monate

Darf man Lebensmittel mehrmals einfrieren?

Oft liest man, dass Lebensmittel, die bereits einmal gefroren waren und wieder komplett aufgetaut wurden, nicht erneut gefrostet werden dürfen. Tatsächlich ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass es durch mehrmaliges Einfrieren und Auftauen zu einem Lebensmittelverderb kommt. Keime und Bakterien vermehren sich durch den Auftauprozess nämlich nicht schneller als bei der normalen Lagerung. Allerdings sind Konsistenzveränderungen möglich, welche auf Kosten der Geniessbarkeit gehen können.

Verpackung und Auftauen

Zum Einfrieren eignen sich Gefrierbeutel oder -behälter. Das Gefäss sollte nicht zu voll gefüllt werden, da sich Lebensmittel in gefrorenem Zustand ausdehnen. Bitte keine undichten Verpackungen verwenden oder das Gefrierfach überlagern. Bei Gefrierbeuteln ist die Luft vor dem Einfrieren aus den Gefrierbeuteln auszudrücken. Sonst ist die Entstehung von Gefrierbrand möglich, welcher sich als trockene, weisslich-grau verfärbte Stellen zeigen und den Genuss beeinträchtigen kann. Die Haltbarkeit von Fleisch und Fisch lässt sich durch Vakuumieren massgeblich erhöhen.

Kräuter bitte hacken, bevor sie ins Eisfach kommen. Unbedingt im gefroren Zustand verwenden - durch Auftauen würden sie matschig.

Brot am besten in Scheiben geschnitten in einem Beutel einfrieren. Diese zwecks Zubereitung einfach für wenige Sekunden in den Toaster stecken - das Brot wird so herrlich knusprig. Ein ganzes Laib aufzutauen, kostet etwas Zeit.

Zum Auftauen legen Sie das Gefriergut am besten in den Kühlschrank und lassen es dort langsam auftauen. Das gilt für rohes Fleisch und rohen Fisch sowie für gekochte Gerichte. Beim Auftauen von Fleisch und Fisch sollte das Auftauwasser weggespült werden, da sich dort Keime ansammeln. Nach dem Auftauen ist darauf zu achten, es immer ganz durchzubraten.

Tiefgefrorene Gemüse kann direkt in die Pfanne bzw. auf eine Wähe gegeben werden. Beeren für Müesli werden über Nacht im Kühlschrank aufgetaut und am Morgen mit dem Joghurt und den Flocken vermischt. Gefrorener Spinat und Pilze sollten nicht lange bei Zimmertemperatur herumstehen.

Einmachen: Eine traditionelle Methode zur Konservierung

Beim Begriff Einmachen kommen Erinnerungen an Grosis süssen Zwetschgenkompott und duftende Konfi hoch. Eingemacht sind Früchte und Gemüse aber nicht nur fein, sondern auch besonders lange haltbar. Wir haben ein Grundrezept parat und verraten, wie das Eingemachte lange haltbar bleibt.

Beim Einmachen werden Früchte oder Gemüse in einem Sud aus Wasser und Zucker oder Salz und Essig erhitzt und anschliessend in Schraubgläser abgefüllt. In den Gläsern bildet sich beim Abkühlen ein Vakuum, was das Eingemachte vor Keimen schützt.

Einmachen vs. Einkochen

Einmachen steht für das heisse Abfüllen von Früchten und Gemüse und hat streng genommen nichts mit dem Einkochen (auch Einwecken genannt) zu tun. Wobei das Wort Einmachen gerne als Überbegriff für jede Art des Konservierens von Lebensmitteln verwendet wird.

  • Einmachen: Früchte werden vor dem Abfüllen in die Gläser erhitzt.
  • Einkochen: Obst oder Gemüse wird nach dem Abfüllen in den Gläsern erhitzt, zum Beispiel im Wasserbad oder im Backofen.

Eingemachte Lebensmittel sind etwa 6 Monate haltbar. Eingekochte Lebensmittel halten sich noch länger - nämlich mindestens ein Jahr lang.

So funktioniert Einmachen

Fürs Einmachen von Lebensmitteln gibt es verschiedene Varianten. Ob süss, salzig oder sauer - grundlegend dabei ist, dass du die Früchte oder das Gemüse in einem Sud aus Wasser und Zucker oder Salz und Essig sowie nach Wunsch mit Gewürzen aufkochst. Nach dem Aufkochen werden die Früchte oder das Gemüse inklusive des Suds in saubere Gläser abgefüllt. Anschliessend schraubst du diese zu und lässt das Eingemachte in den Gläsern auskühlen. Durch das Zusammenziehen der heissen Luft bildet sich ein Vakuum. Letzteres macht sich an einem leicht nach innen gewölbten Deckeln sichtbar. Bei Bügelgläsern oder solchen mit Dichtungsring, Glasdeckel und Metallklammern kannst du das Vakuum überprüfen, in dem du den Bügel bzw. die Klammern löst. Besteht ein Vakuum, bleibt der Deckel trotzdem fest auf dem Glas. Hat das funktioniert, bleibt dein Gemüse oder Obst in den Gläsern etwa 6 Monate haltbar.

Info: Wenn sich kein Vakuum bildet, hält dein Eingemachtes allenfalls ein paar Tage, sofern du es im Kühlschrank aufbewahrst. Besser ist es in diesem Fall, das Obst oder Gemüse sofort zu verbrauchen oder es nochmals zu kochen und in sterilisierte Gläser zu füllen.

Muss man beim Einmachen die Gläser umdrehen?

Es ist ein häufig genannter Trick, die Einmachgläser nach dem Abfüllen und Verschliessen umzudrehen. Dadurch, dass das noch heisse Eingemachte dabei an den Deckel gelangt, sollen allfällige Keime abgetötet werden. Das ist aber nicht nötig, wenn du die Gläser (inklusive der Deckel!) richtig sterilisiert hast.

Wenn du Schraubgläser verwendest, ist es sogar empfehlenswert, auf das Umdrehen der Gläser zu verzichten. Denn in den Deckeln befindet sich eine dünne Kunststoffschicht, welche ungesunde Weichmacher enthalten können. Kommt diese in Berührung mit dem heissen Inhalt des Glases, können sich die ungesunden Stoffe lösen und in dein Essen übergehen.

Rezepte zum Einmachen

Hier sind einige einfache Rezepte zum Einmachen von Gemüse und Früchten:

Gemüse einmachen - Rezept

Eingemachte rote Zwiebeln schmecken fein zu Suppen, Currys und Wähen. Die Säure und der Zucker sind wichtig, damit dein Gemüse haltbar bleibt. Zum Einmachen eignen sich etwa Randen, Zwiebeln, Rüebli, Kabis, Gurken und Radieschen.

  • Zutaten: 1 kg Gemüse, 100 g Zucker, 200 ml Essig, 300 ml Wasser
  • Rezept: Das Gemüse in Scheiben oder Streifen schneiden. Nebenher den Sud aus Wasser, Essig und Zucker aufsetzen. Wenn sich der Zucker aufgelöst hat, das Gemüse hineingeben und nur so lange darin köcheln, dass es noch bissfest ist. Nach Wunsch das Gemüse mit Senfkörnern, Pfeffer oder Lorbeerblättern würzen. Das Gemüse mit dem Sud in sterilisierte Gläser abfüllen und diese verschliessen. Nachdem die Gläser abgekühlt sind, diese kühl und dunkel lagern.

Früchte einmachen - Rezept

Eingemachte Früchte verlängern die Saison und schmecken richtig fein im Porridge oder Müesli, zu Waffeln und Pfannkuchen oder einfach pur als Dessert. Zum Einmachen eignen sich zum Beispiel Zwetschgen, Rhabarber, Kirschen, Aprikosen und Himbeeren. Aber auch andere Früchte eignen sich für die Herstellung von Kompott oder Konfitüre.

  • Zutaten: 500 g Früchte, 100-250 ml Wasser (je nach Wassergehalt im Obst), 100 g Zucker
  • Rezept: Das Obst rüsten. Nebenher das Wasser in einem Topf erhitzen. Den Zucker unter Rühren darin auflösen. Die Früchte hinzugeben und alles etwa 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Den heissen Früchtekompott in sterilisierte Gläser abfüllen und auskühlen lassen.

Die wichtigsten Tipps fürs Einmachen

  • Das Wichtigste beim beziehungsweise vor dem Einmachen ist, dass du die Gläser sterilisierst. Dafür müssen sie für mehrere Minuten in kochendem Wasser stehen. Ansonsten können die eingemachten Lebensmittel schnell verderben. Vergiss beim Gläser sterilisieren die Deckel nicht! Auch diese müssen abgekocht werden, damit keine Bakterien dein Eingemachtes verunreinigen.
  • Du kannst sowohl Schraubgläser wie auch Bügelgläser nutzen. Bevor du viel Geld für Einmachgläser ausgibst, kannst du also einfach verwenden, was du schon zuhause hast: Leere Schraubgläser von Konfi, sauren Gurken & Co.
  • Achte beim Abfüllen der gekochten Früchte oder des Gemüses darauf, dass nichts an den Glashälsen bzw. im Gewinde der Gläser hängen bleibt. Essensreste, die beim Zuschrauben zwischen Glashals und Deckel geraten, sind eine Nährquelle für Bakterien und können zum schnellen Verderben des Eingemachten führen. Tipp: Verwende zum Abfüllen des Eingekochten in Gläser einen breiten Trichter (vorher sterilisieren!). Dadurch bleiben die Glashälse sauber und du kannst besser beeinflussen, wie hoch du die Gläser befüllst.
  • Mach die Schraubgläser nicht zu voll. Es muss etwas Platz im Glas bleiben, damit sich das Vakuum bilden kann. Am besten lässt du oben im Glas ca. 2 cm frei.

Richtwerte für die Aufbewahrung von Speiseresten im Kühlschrank

Wie lange kann das übrig gebliebene Stück Pizza, der zu viel gekochte Reis oder die Teigwarenreste im Kühlschrank aufbewahrt und mit gutem Gewissen später noch gegessen werden? Beim Abwägen, ob das jeweilige Lebensmittel oder Gericht noch geniessbar ist, immer den Geruchssinn mit einbeziehen. Riecht das ranzig, säuerlich oder gar muffig? Auskunft gibt oftmals auch der erste Blick auf die geöffnete Vorratsdose. Hat sich Schimmel gebildet oder hat sich das Fleisch, die Pasta, der Reis verfärbt? Dies sind untrügliche Anzeichen dafür, dass der Zersetzungsprozess begonnen hat und das Lebensmittel nicht mehr geniessbar ist.

Wer übrig gebliebene Pizzastücke und gekochte Pouletschenkel einfach auf einen Teller legt (wie auf dem Bild ersichtlich) wird am nächsten Morgen ein eingetrocknetes und hartes Stück Pizza und schrumpelige, unansehnliche Pouletschenkel im Kühlschrank vorfinden. Diese sind zwar noch nicht verdorben, allerdings nur noch bedingt geniessbar.

Allgemeine Richtlinien

  • Die gekochten Speisen offen bei Zimmertemperatur auskühlen lassen und erst dann zu verpacken. Ausgenommen davon sind beispielsweise Reis, Kartoffeln oder gekochter Spinat.
  • Länger als zwei Stunden sollten gekochte Speisen nicht bei Zimmertemperatur herumstehen.
  • Noch heisse Gerichte dürfen nicht in den Kühlschrank gestellt werden.
  • Die Kühlschrankinnentemperatur sollte maximal vier Grad betragen.
  • Abgepackt werden Speisereste immer in flache, luftdicht verschliessbare Vorratsboxen.

Spezifische Lebensmittel

  • Teigwaren und Teigwarengerichte: Zugedeckt im Kühlschrank können Teigwaren drei bis vier Tage gelagert werden. Ab dem zweiten Tag sollten gekochte Teigwaren nur noch aufgewärmt genossen werden.
  • Reis und Reisgerichte: Gekochter Reis kann bis zu zwei Tage gelagert werden.
  • Gekochtes Gemüse: Maximal zwei Tage im Kühlschrank.
  • Kartoffeln: Bis zu drei Tage im Kühlschrank.
  • Pilze: Maximal während einem Tag im Kühlschrank gelagert werden.
  • Eintopfgerichte: Zwei, maximal drei Tage.
  • Suppen: Maximal zwei Stunden bei Zimmertemperatur aufbewahren.
  • Saucen: Tomatensaucen bis zu einer Woche, Rahmsaucen bis zu zwei Tagen.
  • Fleisch: Gekochtes und gebratenes Fleisch hält sich bis zu drei Tage, panierte Fleischstücke bis zu vier Tage im Kühlschrank.
  • Fisch und Meeresfrüchte: Maximal einen Tag im Kühlschrank.
  • Eier: Hartgekochte Eier (mit unversehrter Schale) bis zu zwei Wochen im Kühlschrank.
  • Süssspeisen: Bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Tipps zur Verlängerung der Haltbarkeit

  • Den Kühlschrank regelmässig reinigen.
  • Lebensmittel richtig lagern (siehe Abschnitt "Welche Lebensmittel gehören wohin?").
  • Auf das Verfall- und Verbrauchsdatum achten.
  • Die Kühlkette nicht unterbrechen.
  • Heikle Lebensmittel rasch verbrauchen.
  • Gekochte Speisen abgedeckt und getrennt von rohen Lebensmitteln aufbewahren.
  • Rohe Lebensmittel beim Kochen auf 70 Grad erhitzen.

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