Oft kocht man zu viel und muss das Essen für die nächsten Tage im Kühlschrank lagern. Dort bleiben Speisen länger haltbar. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten, ansonsten können die gekochten Lebensmittel verderben.
Hier erfahren Sie, wie es sich mit der Haltbarkeit von verschiedenen gekochten oder gebratenen Lebensmitteln, die im Kühlschrank gelagert werden, auf sich hat.
Haltbarkeit von gekochten Bohnen
Gekochte Bohnen sollten Sie nicht länger als einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Frieren Sie sie daher am besten zeitnah ein, wenn Sie sie nicht am gleichen Tag verzehren.
Bohnen müssen nicht lange im heissen Wasser verweilen. Nach circa 10 Minuten sind Bohnen genussfertig. Bohnen lassen sich sehr gut mit Bohnenkraut verfeinern. Der Geschmack reicht von mild-buttrig, über herzhaft, bis hin zu einem intensiven, süsslichen Geschmack.
Im Gegensatz zu rohen Bohnen, die aufgrund des Toxins Phasin nicht verzehrt werden sollten, sind gekochte Bohnen sicher genießbar. Durch das Kochen wird dieses Gift neutralisiert.
Wichtig: Hülsenfrüchte sollte man jedoch niemals roh verzehren, auch nicht die so appetitlich aussehenden grünen Bohnen. Sie enthalten das Protein Lectin (Giftstoff), welches erst beim Kochen zerstört wird. Roh genossen wirkt es giftig und kann schon in geringen Mengen zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen.
Am besten lässt man gekochte Speisen erst auf Zimmertemperatur abkühlen. Anschliessend werden sie luftdicht in saubere und flache Behälter, wie Tupperdosen, verpackt und in den Kühlschrank gestellt. Die Ausnahmen sind Reis, Spinat und Kartoffeln, die spezielle Bakterien enthalten können und daher noch leicht warm verpackt werden sollten, um Abbauvorgänge und die Vermehrung der Kleinstlebewesen einzugrenzen.
Wichtig ist es, solche Gerichte beim erneuten Aufwärmen für zwei bis drei Minuten auf mindestens 70 Grad zu erhitzen. Dies sollte möglichst auf die Weise geschehen, wie sie zubereitet wurden - also in der Pfanne oder im Topf. Gekochte Süssspeisen, die man kalt verzehrt, sind davon ausgenommen.
Gemüse ist viel zu schade, um es nur teilweise zu verwenden. Das Grün von Rüebli, Radieschen, Kohlrabi, Randen oder Fenchel lässt sich klein gehackt wie Kräuter zum Würzen verwenden und in Streifen geschnitten reichert es Salate an. Rüebli- oder Radieschengrün lässt sich zudem anstelle von Basilikum auch für Pesto verwenden. Bei Blumenkohl und Broccoli die Stiele mitverwenden: schälen, klein schneiden und mitgaren. Wurzelabschnitte, Schalen und Stiele, die beim Rüsten von Gemüse und Kräutern anfallen, bilden die ideale Basis für eine Gemüsebouillon. Dazu die Rüstabfälle einfrieren und sammeln, bis sie ca. 1 kg ergeben. Dann alles mit 2 l Wasser und 2 TL Salz aufkochen und zugedeckt ca. 1 Stunde köcheln lassen. Anschliessend durch ein Sieb giessen, erneut aufkochen und noch heiss in saubere Vorratsgläser füllen.
Tabelle: Haltbarkeit verschiedener gekochter Lebensmittel im Kühlschrank
| Lebensmittel | Haltbarkeit im Kühlschrank |
|---|---|
| Kartoffeln | Bis zu 3 Tage |
| Reis | Maximal 2 Tage |
| Teigwaren | Bis zu 4 Tage |
| Eintöpfe und Suppen | Maximal 2 Tage |
| Gemüse | Meist 2 Tage |
| Fleisch | Rund 3 Tage |
| Fisch | Bis zu 2 Tage |
| Eier (hartgekocht) | Etwa 14 Tage (mit Schale) |
| Pfannkuchen | Rund 3 Tage |
| Süssspeisen | Etwa 2 Tage |
| Gekochte Bohnen | Maximal 1 Tag |
Hinweis: Diese Angaben dienen als Richtwerte. Es ist immer ratsam, Lebensmittel vor dem Verzehr genau zu prüfen.

Worauf Sie achten sollten
- Geruch und Aussehen: Vor dem Verzehr von Speisen, die im Kühlschrank gelagert wurden, sollte man immer genau prüfen, ob sie keinen Schimmel aufweisen. Auch den Geruch sollte man zur Sicherheit kontrollieren, da er meist ein klares Indiz für verdorbene Lebensmittel darstellt.
- Lagerzeit: Sind Lebensmittel schon länger als oben genannt im Kühlschrank, sollten sie nicht mehr verzehrt werden, selbst wenn sie keinen Schimmel oder veränderten Geruch aufweisen. Sie können dennoch Bakterien und Sporen enthalten, die zu Erbrechen und Durchfall führen können.
- Verpackung: Angebrochene Lebensmittel sollten gut verpackt und je nach Produkt kalt gestellt oder eingefroren werden, damit sie lange halten.
Vertraue auf deine Sinne. Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Reste von vorgestern noch geniessbar sind, dann nutze deine Augen, Nase, Zunge und den Gaumen. So erkennst du meistens Fehlgerüche sofort und eine kleine Menge abgelaufener Lebensmittel schadet dem Körper nicht.
Lasse das Gekochte nach dem Essen auskühlen, ehe du es in den Kühlschrank stellst (aber nicht länger als 2h). Das Essen sollte nicht im noch warmen Topf in den Kühlschrank gestellt werden, da der Garprozess im Topf noch weiterläuft.

Rund 2,8 Millionen Tonnen an vermeidbaren Essensabfällen werden in der Schweiz jährlich weggeworfen. Das entspricht jährlich etwa 330 kg pro Person und beinhaltet sowohl Essensreste, die nicht mehr gegessen werden, als auch Lebensmittel, die gekauft, aber nicht verwendet werden. Ein Vierpersonenhaushalt wirft im Durchschnitt pro Jahr Essenswaren im Wert von CHF 2000.- weg. Das belastet nicht nur das Portemonnaie, sondern auch das Klima. Denn die Ernährung verursacht im Durchschnitt 28 Prozent der persönlichen Umweltbelastungen in der Schweiz.
Immer mit Einkaufszettel einkaufen gehen und regelmässig die Vorräte überprüfen lohnt sich. Besonders bei schnell Verderblichem wie Gemüse, Obst oder Fleisch sollten Sie sich nicht von Angeboten verleiten lassen und zu viel kaufen - oder aber gezielt kaufen und direkt einfrieren.
Lebensmittel mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht gleich wegwerfen, sondern erst mit allen Sinnen testen: Riechen sie noch gut, sehen sie noch appetitlich aus? Im Unterschied zu den Haltbarkeitsdaten «zu verbrauchen bis» können Lebensmittel teils deutlich über das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum verwendet werden.
Bowls eignen sich wunderbar zur Resteverwertung: Alles, was übrig ist, ergibt mit anderen Komponenten zusammen wieder ein vollständiges Gericht. Aus dem übrigen Milchreis vom Vortag wird so mit Früchten, gerösteten Nüssen und etwas Vanillequark eine Frühstücksbowl. Übrige Früchte oder Fruchtsalatreste bilden mit weiteren Zutaten gemixt die Basis für eine Smoothiebowl. Ofengemüse vom Vortag wird mit Couscous, Reis oder Ähnlichem und einem Dip zur Lunch-Bowl und so weiter. Mit etwas Kreativität lässt sich so aus Resten rasch etwas Neues zaubern.
Obst und Gemüse lagern - so räumt man den Kühlschrank richtig ein | SAT.1 Frühstücksfernsehen
Eingelegte Bohnen
Eingelegte Bohnen sind eine beliebte Vorratsware, die nicht nur geschmacklich vielseitig einsetzbar ist, sondern auch eine hervorragende Möglichkeit bietet, saisonales Gemüse über den Winter hinaus zu genießen.
Eingelegte Bohnen haben sich über die Jahrhunderte als eine nahrhafte und haltbare Nahrungsmittelkategorie bewährt. Sie enthalten reichlich pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine, was sie zu einer wertvollen Nahrungskomponente macht.
Im Folgenden werden verschiedene Einlegeverfahren beschrieben, darunter die saure Einlegung, die süß-saure Einlegung und eine traditionelle Vorgehensweise mit Fenchelsamen. Jedes Rezept wird detailliert erläutert, inklusive der benötigten Zutaten, der Zubereitungsschritte und der Haltbarkeit der Endprodukte.
Unabhängig von der Einlegemethode ist die Vorbereitung der Bohnen ein entscheidender Schritt. Die Bohnen sollten aus dem eigenen Garten oder frisch erworben sein. Sie werden gründlich gewaschen, die Enden abgeschnitten und in kurze Stücken geschnitten, damit sie gut in die Einmachgläser passen.
Ein entscheidender Punkt bei der Zubereitung von Bohnen ist der Kochvorgang. Rohes Bohnenfutter enthält das Toxin Phasin, das bei ungenügender Zubereitung zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann.
Eingelegte Bohnen haben eine relativ lange Haltbarkeit, wenn sie fachgerecht zubereitet und gelagert werden. Sie können im Keller, in einem kühlen und dunklen Raum oder im Kühlschrank aufbewahrt werden. Je nach Einlegeverfahren und Haltungsbedingungen können sie mehrere Monate, manchmal sogar bis zu einem Jahr haltbar bleiben.
Ein traditionelles Rezept für eingelegte Bohnen wird in einem der bereitgestellten Dokumente beschrieben. Es handelt sich um eine saure Einlegung, die mit Senfkörnern, Zwiebeln und Kräutern angereichert wird.
Die Bohnen werden gewaschen, die Enden abgeschnitten und in kurze Stücken geschnitten. In einem großen Topf werden Wasser, Salz, Senfkörner, Lorbeerblätter und Bohnenkraut zum Kochen gebracht. Anschliessend wird das Wasser abgekühlt.
In Einmachgläser werden die Bohnenstangen mit Senfkörnern, Zwiebelringen und Pfefferkörnern gelegt. Die Gläser werden mit dem abgekühlten Sud gefüllt, die Kräuter werden aufgeteilt und die Gläser werden gut verschlossen. Die eingelegten Bohnen können im Keller aufbewahrt werden und bleiben über den Winter hältbar.
Es ist wichtig, dass die Gläser nicht beschädigt sind und das Einlegebad die Bohnen vollständig bedeckt.
Ein weiteres Rezept beschreibt die süß-saure Einlegung von Bohnen. Im Gegensatz zur sauren Variante enthält dieses Rezept zusätzliche Zutaten wie Essig, Zucker und Gewürze, die dem Einlegebad eine süß-saure Note verleihen.
Die Bohnen werden gewaschen, die Enden abgeschnitten und so geschnitten, dass sie in die Einmachgläser passen. In einem Topf werden Essig, Wasser, Salz, Chilischoten, Knoblauchzehen und Fenchelsamen zum Kochen gebracht. Die Bohnenstangen werden in die Einmachgläser gelegt und mit dem kochenden Sud gefüllt.
Die süß-sauren Bohnen sind mehrere Monate haltbar, wenn sie fachgerecht gelagert werden. Sie eignen sich hervorragend als Beilage zu Braten, Suppen oder Eintöpfen und können auch als Snack serviert werden.
Ein weiteres Rezept beschreibt die Einlegung von Bohnen mit Fenchelsamen. Dieses Verfahren ist besonders in der regionalen Küche verbreitet und verleiht den Bohnen eine leichte, würzige Note.
Die Bohnen werden gewaschen, die Enden abgeschnitten und in kurze Stücken geschnitten. In einem Topf werden Essig, Wasser, Salz, Chilischoten, Knoblauchzehen und Fenchelsamen zum Kochen gebracht. Die Bohnenstangen werden in die Einmachgläser gelegt und mit dem kochenden Sud gefüllt.
Die eingelegten Bohnen sind mehrere Monate haltbar, wenn sie fachgerecht gelagert werden. Sie eignen sich hervorragend als Beilage zu deftigen Gerichten und können auch als Snack serviert werden.
Neben der Einlegung selbst ist die Verwendung der eingelegten Bohnen in weiteren Gerichten von besonderem Interesse. In einem der bereitgestellten Dokumente wird ein Rezept für einen Bohneneintopf beschrieben, der mit eingelegten Bohnen zubereitet wird.
Karotte, Sellerie, Zwiebel und Lauch werden in einem großen Topf mit Wasser aufgekocht, salzen und bei reduzierter Hitze etwa 45 Minuten kochen gelassen. Anschliessend werden Bohnen und Kartoffeln hinzugegeben und weitere 25 bis 30 Minuten gekocht.
Gegen Ende der Kochzeit wird Butter in einem Topf geschmolzen, Mehl hinzugefügt und gut verrührt. Anschliessend wird das Mehl-Gemisch nach und nach mit Kochwasser aufgeschäumt und dem Gemüse hinzugefügt.
Die eingelegten Bohnen können vor der Verwendung entweder durchgekocht oder in den Eintopf eingekocht werden. Sie verleihen dem Gericht eine pikante Note und sorgen für eine besondere Geschmackskomponente.
Die Haltbarkeit eingelegter Bohnen hängt stark von der Einlegeverfahren und der Lagerung ab.
Eingelegte Bohnen können in verschiedenen Gerichten eingesetzt werden, wie z. B. als Beilage zu Braten, in Suppen, Eintöpfen oder als Snack. Durch das Einlegen wird saisonales Gemüse über den Winter hinaus genießbar, was zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung beiträgt.