Fisch Grillen: Die Ultimative Anleitung für Genuss vom Rost

Nicht nur Fleisch kann grilliert werden. Fisch ist eine super Alternative, wenn du mal was anderes auf dem Rost haben möchtest. Frischen Fisch auf den Tisch - das ist längst nicht nur ein geflügeltes Wort, sondern auch ein Teil unserer Nahrungskette geworden. Früher, als es noch feste Mahlzeiten-Rituale gab, wurde Fisch einmal pro Woche aufgetischt. Heute können viele von Sushi die Finger nicht mehr lassen. Doch nicht nur roh sind die Früchte des Meeres in allen Varianten „in“. Auch als Grillgut erfreuen sie sich immer grösserer Popularität. Kalorienarm, leicht bekömmlich, vielseitig kombinierbar und vor allem schnell zubereitet - auch auf dem Grill. Wenn man weiss, wie ...

Kleine Fischkunde: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Frischer Fisch macht seinem Namen alle Ehre, wenn:

  • er angenehm frisch statt unangenehm fischig riecht.
  • die Haut einen natürlichen Glanz hat und die Farbe nicht lila schimmert.
  • die Schuppen fest sitzen, statt sich von der Haut zu lösen.
  • die Augen klar, prall und glänzend aussehen.
  • die Kiemen eine hellrote Farbe haben und nicht verklebt sind.
  • die Eingeweide scharfe Konturen haben. Je länger der Fisch tot ist, umso undeutlicher werden die Umrisse, weil sich das Gewebe nach und nach auflöst.
  • das Fleisch fest ist, bei Druck nachgibt und wieder in seine alte Form zurückkehrt. Der berühmte Memory Effekt.
  • die Bauchhöhle nach dem Ausnehmen sauber und geruchlos ist, die Blutreste leuchtend rot statt dunkelrot sind.

Jeder Fisch kriegt sein Fett weg: Die Bedeutung des Fettgehalts

Je höher der Fettgehalt eines Fisches, desto kräftiger ist sein Geschmack und umso fester sein Fleisch. Das macht sich auf dem Grill bemerkbar - Lachs oder Makrele lassen sich unkomplizierter grillen als Magerfisch.

Man unterscheidet hier in drei Kategorien:

Fettfische

Sie haben einen durchschnittlichen Fettgehalt von 10 Prozent und mehr.

Dazu gehören: Aal, Makrele, Hering oder Sprotte.

Mittelfette Fische

Sie zeichnen sich durch einen Fettgehalt von 1 bis 10 Prozent aus.

Dazu gehören: Karpfen, Rotbarsch, Thunfisch, Zuchtlachs, Seezunge oder Sardellen.

Fettarme Fische

Ihr Fleisch weist einen Fettgehalt von gerade mal 1 Prozent auf.

Dazu gehören: Hecht, Zander, Scholle, Kabeljau, Dorsch und Flunder.

Fisch grillieren, aber richtig: Tipps und Tricks

Um fettarme Fische auf dem Grill vor dem Austrocknen zu bewahren, sollte man sie in einem Gartopf grillieren. Ansonsten darf man alles auf den Grillrost legen, was das Meer an Essbarem hergibt. Ob Seehecht, Lachs, Pulpo, Wels, Garnelen, Krabben oder Austern. Was schmeckt, hat Grill-Potenzial. Doch Vorsicht - Fisch ist empfindlicher als Fleisch. Deshalb gilt es auch hier, einige wichtige Regeln zu beachten.

  • Der Grillrost muss sauber sein, die Drahtbürste hilft dabei.
  • Der Fisch im Ganzen oder auch in Filets geschnitten sollte eine gründliche letzte Ölung bekommen. Frisches Olivenöl verhindert, dass der Fisch am Grillrost kleben bleibt.

Wer jetzt wie beim Steak-Grillieren oder Burger-Braten auf viele Wende-Manöver steht, hat bald eine Sauerei auf dem Rost. Fischfleisch ist empfindlich und löst sich bei Hitze schnell von den Gräten oder zerfällt schnell. Deshalb gilt hier die 70/30-Regel: Bei geschlossenem Deckel die erste Seite 70 Prozent der benötigten Zeit grillieren, die andere nur 30 Prozent.

Wer wie zum Beispiel Lachs mit Haut kauft und grillieren möchte, der sollte die Hautseite auf den Grillrost legen. Sie wirkt wie ein Schutzmantel und der Fisch bleibt saftiger.

Magerfische, also Tiere mit geringem Fettanteil, lassen sich am besten in einer Grillpfanne, einem Gartopf oder einer Plancha, einem Grillblech mit Rändern, zubereiten.

Allgemein wird Fisch bei Temperaturen zwischen 160-180 °C grilliert, dies ist deutlich niedriger als bei Fleisch. Fisch ist auch schneller gar. Wer beides auf den Grillrost legt, sollte den Fisch nur indirekter Hitze aussetzen. Die Grillzeiten variieren nach Fischsorte, Meeresfrucht und Gewicht.

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Grillzeiten für Fisch und Meeresfrüchte

Die folgende Tabelle gibt eine gute Übersicht über die Grillzeiten von Fisch und Meeresfrüchten:

Fisch/Schalentiere Gewicht/Grösse Methode Temperatur Dauer Englisch Medium Durch
Fischfilets (mit Haut) 150-180 g direkt (auf der Hautseite) 170 °C 6-8 Min. 65°C
Lachssteak 180-200 g direkt/indirekt 160 °C 8-10 Min. 50 - 60°C 65°C
Fischwürfel (Spiesse) ca. 2,5 cm dick indirekt 180 °C 10-12 Min. 65°C
Ganzer Fisch ca. 400 g indirekt 180 °C 20 Min. 60 - 65°C
Thunfischsteak 250 g indirekt 160-180 °C 2-3 Min. beidseitig 50 - 52°C
Thunfischsteak 1 kg indirekt 180 °C 45-50 Min. 50 - 52°C
Ganzer Hummer ca. 900 g indirekt 160 °C 18-20 Min.
Garnelen und Kaisergranat mit Schale mittelgroß direkt 160 °C 5-6 Min.
Garnelen und Kaisergranat ohne Schale mittelgroß direkt 160 °C 4-5 Min.
Jakobsmuscheln 2,5-5,0 cm Ø direkt 180 °C 4-6 Min.
Austern klein direkt 160 °C 3-6 Min.

Fisch und Meeresfrüchte sind oft geschmacksarm und rufen geradezu nach kräftiger Marinade oder Würze: Salz, Pfeffer und Zitrone sind ein Muss. Auch Thymian und Rosmarin dürfen nicht fehlen. Der Rest ist, wie so oft, Geschmacksache. Frisches, grilliertes Gemüse oder Salat passen perfekt zu grilliertem Fisch. Ob von der Theke oder frisch gefangen, ganz oder in Scheiben geschnitten: Mit diesen einfachen Regeln kommt Fisch saftig und aromatisch vom Grill, ganz ohne anzuhaften.

Rezept: Zanderfilet auf Sommergemüse in der Folie auf dem Grill

Wenn feiner Fisch und frisches Gemüse auf dem Grill zusammentreffen, ist Sommergenuss garantiert. Das Zanderfilet auf Sommergemüse, schonend in der Folie gegart, ist ein wahres Highlight für alle, die beim Grillen auch mal zur leichten, aromatischen Variante greifen möchten. Dieses Gericht bringt nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch eine feine Geschmackstiefe, die perfekt zu warmen Tagen passt.

Zarte Zanderfilets werden auf einem Bett aus fein geschnittenem Sommergemüse wie Zucchini, Tomaten, Paprika und Schalotten gebettet. Knoblauch sorgt für eine würzige Basis, während Butter und ein Spritzer Zitronensaft Frische und Schmelz verleihen. Frischer Dill rundet das Ganze mit einer angenehm kräuterigen Note ab. Eingeschlagen in Alufolie, entsteht ein kleines, dampfendes Aromapäckchen, das die Aromen perfekt einschliesst und den Fisch besonders saftig hält.

Dieses Gericht eignet sich hervorragend für unkomplizierte, aber stilvolle Grillabende - ob im Garten, auf dem Balkon oder beim Picknick mit mobilem Grill. Es lässt sich gut vorbereiten und muss auf dem Grill nur noch schonend gegart werden. Ein leichtes Zischen verrät, dass das Päckchen die richtige Temperatur erreicht hat - dann nur noch an den Rand des Grills ziehen und gemütlich 20 Minuten ziehen lassen.

Zutaten und Zubereitung

  1. 4 Stück Alufolie mit Butter bestreichen, das fein geschnittene Gemüse mit den Schalotten und dem Knoblauch darauf verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Nun die Fischfilets auf Gemüse legen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Dann mit Zitronensaft beträufeln und mit dem Dill belegen.
  4. Die Alufolie schliessen und auf den Grill legen.
  5. Wenn es leicht zischt, die Päckchen an den Rand des Grills ziehen und ca. 20 Minuten ziehen lassen.

Zart gegart in der Folie direkt vom Grill.

Tipp zum Servieren: Frisches, knuspriges Baguette macht das sommerliche Grillgericht komplett und eignet sich hervorragend, um die aromatische Flüssigkeit aus dem Folienpäckchen aufzutunken. Dazu passt ein gekühlter Weisswein oder ein spritziges Zitronenwasser.

Rezept: Fischspiesse vom Grill mit Basilikum-Vinaigrette

Fisch vom Grill ist gerade total im Trend! Die besten Grillspiesse sind für mich Fischspiesse, sie sind optisch und geschmacklich ein richtiger Hit. Der Fisch vom Grill bekommt durch die selbstgemachte Basilikum-Vinaigrette ein besonders würziges und sommerliches Aroma. Dazu noch gegrillte Zucchini, Cocktailtomaten und Schalotten, eine unwiderstehlich leckere Kombination. So einfach war es noch nie zu grillen.

Die Fischspiesse lassen sich in kürzester Zeit und ohne grossen Aufwand vorbereiten und im Kühlschrank lagern. So habt ihr Zeit, um mit euren Gästen im Garten zusammen zu sitzen und einen Apéro zu trinken.

Zutaten und Zubereitung

  • 500 g weisses Fischfilet (z.B.
  • Zuerst den Fisch auf Gräten kontrollieren und in ca. 3 cm grosse Stücke schneiden.
  • Die Zucchini in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und die Schalotten vierteln.
  • Den Fisch abwechselnd mit Zucchini, Schalotten und Cherry-Tomaten auf 4 Spiesse stecken, mit ca. 2 EL Olivenöl bestreichen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
  • Für die Vinaigrette das Basilikum und die Kapern fein hacken. Beides mit Gemüse-Bouillon, dem restlichen Olivenöl (2 EL) und dem Balsamico Bianco Essig mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Die Fischspiesse ca. 4 Min. pro Seite grillen.

Die Basilikum-Vinaigrette ist im Nu zubereitet und verleiht dem gegrillten Fisch einen köstlichen Geschmack. Ich kann von diesem Rezept gar nicht genug bekommen.

Die leckerste Vinaigrette, die ich je zubereitet habe, ist diese Basilikum-Vinaigrette. Erfrischend, würzig und schnell gemacht. Ich verwende hier frisches Basilikum, das im Sommer bei mir zuhause im Garten wächst. Perfekt, wenn man das feine Kraut jederzeit frisch zur Hand hat. Ich habe damit schon so einige Rezepte verfeinert. Das frische Basilikum kombiniere ich mit Balsamico Bianco von Nahrin, Olivenöl, Kapern und der Gemüse-Bouillon Intenso & Puro. Der italienische Balsamico mit mildem Traubenmost ist besonders lieblich im Geschmack. Dieser milde Traubenmost überzeugt durch sein fruchtiges Aroma und seine natürliche Süsse aus weissen Trauben.

Die Garzeit hängt zum einen von der Art und der Dicke des Fisches und zum anderen natürlich auch von eurem Grill und dessen Temperatur ab.

Weitere Tipps und Ideen

  • Werden ganze Fische direkt auf dem Rost grilliert, ist es wichtig, die Grillstäbe vorher gut zu putzen und einzuölen.
  • Fische mit kaltem Wasser abspülen, trocken tupfen. Bauchhöhlen mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Zitronenscheiben und Kräutern füllen.
  • Auf einem Brett grilliert, erhält der Fisch noch stärkere Räucheraromen.

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