Um scharfe Schnäpse zu verdünnen und schmackhafter zu machen, entstanden verschiedenste Cocktail Rezepte. Cocktails sind mehr als nur Mischgetränke - sie sind Ausdruck von Kultur, Geschmack und Stimmung. Ob es sich um einen erfrischenden Longdrink, einen aromatischen Sour oder einen kraftvollen Martini handelt - die Welt der Cocktails ist so vielfältig wie ihre Geschichte.
Cocktail Rezepte können aber auch alkoholfrei sein oder mit wenig Alkohol zubereitet werden. Von Früchten über Sahne oder Fruchtsaft bis hin zu sehr starken Alkoholika findet man alles in den verschiedenen Variationen. Cocktails kann man auch ganz einfach zuhause für die Party mixen.
In diesem Artikel präsentieren wir eine Auswahl an Cocktailrezepten, die jeder Hobby-Barkeeper kennen sollte. Die Rezepte stammen aus renommierten Quellen und werden von Experten zusammengestellt, darunter renommierte Bartender und Mixologen. Die Rezepte enthalten nicht nur die genauen Mengen an Spirituosen, Früchten, Zucker oder Bittern, sondern auch detaillierte Zubereitungsanweisungen.
Einige Cocktails sind so alt und verbreitet, dass sie als Kanon der Cocktailkunst gelten. Sie bilden die Grundlagen, auf die sich moderne Drinks und Kreationen stützen. Die hier vorgestellten Cocktails sind nicht nur geschmacklich überzeugend, sondern auch in ihrer Herkunft und Geschichte faszinierend. Sie entstanden in verschiedenen Regionen der Welt - von New Orleans bis San Diego, von Brasilien bis zur europäischen Bar-Szene - und spiegeln die kulturellen Einflüsse und Entwicklungen wider, die sie prägten.
So mixen Sie den perfekten Hugo
Klassische Cocktail Rezepte
Hier sind einige klassische Cocktailrezepte, die jeder kennen sollte:
- Der Sazerac: Er gilt als der Vater aller Cocktails und hat seinen Ursprung in New Orleans im 19. Jahrhundert. Er ist ein wahrer Klassiker, der durch seine würzige Tiefe besticht. Im Gegensatz zum Old Fashioned setzt er auf Rye Whiskey, der für seine feine, leicht pfeffrige Note bekannt ist.
- Der Jack Rose: Er stammt aus den 1940er Jahren und wurde von David Embury, Autor von „The Fine Art of Mixing Drinks“, populär gemacht. Er zählt zu den „Big Six“, also zu den sechs wichtigsten Cocktails, die man kennen sollte. Die besondere Komposition aus Apfelbrandy, Limettensaft und Grenadine macht diesen Drink besonders aus. Tipp: Der Geschmack hängt stark von der Qualität der Grenadine ab.
- Espresso Martini: Er verbindet den Koffein-Kick des Espresso mit der Süße eines Likörs und der Würze des Wodkas.
- Der Negroni: Er ist ein bitter-süßer Cocktail, der sich durch seine ausgewogene Kombination aus Gin, Campari und Aperol auszeichnet.
- Der Seelbach: Er ist ein leicht süßlicher Cocktail, der aus Brandy, Calvados, Cherry Brandy, Grenadine, Zitronensaft und Eischnee besteht.
- Der Santa Muerte: Er ist ein mexikanischer Cocktail, der durch seine mexikanische Inspiration und die Verwendung von Mezcal auffällt.
- Der Pina Colada: Er ist ein sahnig-süßer Cocktail, der aus Rum, Kokosmilch und Ananas besteht.
- Der Mojito: Er ist ein kühlender Cocktail, der aus Weißwein, Limettensaft, Zucker, Minze und Soda besteht.

Alkoholfreie Cocktail Alternativen
Nicht jeder Cocktail enthält Alkohol. Cocktails können auch alkoholfrei sein - sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, insbesondere bei Familien und Einzelpersonen, die keinen Alkohol trinken.
- Der Virgin Mojito: Er ist eine alkoholfreie Variante des klassischen Mojito.
- Der Virgin Cosmopolitan: Er ist eine alkoholfreie Version des berühmten Cosmopolitan.
Tipps für das Cocktailmischen
Cocktailmischen ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern auch eine Kunst, die mit ein paar einfachen Tipps optimiert werden kann.
- Eiswürfel sind nicht nur zum Kühlen nötig, sondern auch für die Flüssigkeitsdilution und die Konsistenz des Cocktails.
- Eiswürfel aus Wasser mit Aromen (z. B. Minze, Zitrone).
- Eiswürfel aus dem Getränk selbst (z. B. Kaffee für einen Eiskaffee).
- Ein guter Shaker ist unerlässlich für die Zubereitung vieler Cocktails.
Die Top 10 der meistgegoogelten Cocktails in der Schweiz (2023)
Hier kommt der Countdown der Schweizer Top Ten der meistgegoogelten Cocktails (Rezepte inklusive!), angefangen bei Nummer 10:
- Mimosa:
- Orangensaft
- Champagner
- Evtl. 1 TL Grand Marnier
Orangensaft in ein gekühltes Champagner-Flûte geben. Mit Champagner auffüllen. Bei Bedarf etwas Grand Marnier beigeben.
- Lillet Vive:
- 5 cl Lillet Blanc
- 10 cl Tonic Water
- Gurkenscheibe, Minzezweig und Erdbeerstückchen zum Garnieren
Ein grosses Weinglas mit Eiswürfeln füllen, Zutaten beigeben und mit einer Gurkenscheibe, einem Minzezweig und Erdbeerstückchen garnieren.
- Margarita:
- 5 cl Tequila
- 2 cl Triple Sec
- 1,5 cl frischer Limettensaft
- Salz
Das Salz auf einen kleinen flachen Teller geben. Den Rand eines Margarita-Glases am Limettenfruchtfleisch entlangführen und dann in das Salz tupfen, sodass ein feiner Salzrand entsteht. Die restlichen Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben, energisch schütteln und in das Glas abseihen.
- Americano:
- 3 cl Campari
- 3 cl roter Vermouth
- Etwas Sodawasser
- Orangenzeste
Campari und Vermouth in ein mit Eiswürfeln gefülltes Highball-Glas geben, mit Sodawasser auffüllen und leicht umrühren. Mit einem Stück Orangenzeste abspritzen und diese mit ins Getränk geben.
- Mai Tai:
- 6 cl Golden Rum
- 1,5 cl Mandelsirup
- 1,5 cl Orange Curaçao
- 2,5 cl frischer Limettensaft
Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Cocktailshaker geben und energisch schütteln. In ein mit Eiswürfeln gefülltes Old-Fashioned-Glas abseihen. Mit der Garnierung nicht knausern: frische Minze und/oder Ananasstück, Maraschino-Kirsche, Ananas-Blätter etc.
- Godfather:
- 4 cl Scotch Whisky
- 2 cl Amaretto (oder 4 cl, wenn man's etwas süsser mag)
Ein Old-Fashioned-Glas zu 3/4 mit Eiswürfel füllen. Whisky und Amaretto beigeben und vorsichtig rühren.
- Blue Lagoon:
- 3 cl Vodka
- 3 cl Blue Curaçao
- 2 cl Roses Lime Cordial (oder wenn man's etwas weniger süss will: 2 cl frisch gepresster Zitronensaft)
- Citro (z. B. Sprite)
- Zitronenscheibe und Maraschino-Kirsche zum Garnieren
Wodka, Blue Curaçao und den Lime Cordial (oder Zitronensaft) in ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrinkglas geben und vorsichtig rühren. Mit Sprite auffüllen und mit einer Zitronenscheibe und Maraschino-Kirsche garnieren.
- Hugo:
- 2 cl Saint Germain Holunderblüten-Liqueur
- 1 dl Prosecco
- 5 cl Sodawasser
- Minze, Limette
Ein paar Minzeblätter in ein grosses Weinglas geben, mit Eiswürfeln füllen. Das Glas etwas schwenken, damit die Minze am inneren Glasrand gerieben wird. Restliche Zutaten beigeben und mit 1-2 Limettenschnitzen garnieren.
- Long Island Iced Tea:
- 2 cl Bacardi
- 2 cl Gin
- 2 cl Wodka
- 2 cl Cointreau
- 2 cl Tequila
- Saft einer Zitrone
- Coca-Cola
Bacardi, Gin, Wodka, Cointreau, Tequila und Zitronensaft in ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrink-Glas geben. Mit Coca-Cola auffüllen und vorsichtig rühren. Mit einem Limettenrad garnieren und mit einem Strohhalm servieren.
- Sex on the Beach:
- 4 cl Vodka
- 2 cl Peachtree Schnapps
- 4 cl Orangensaft
- 4 cl Cranberry Juice
Alle Zutaten in ein mit Eiswürfel gefülltes Highball- oder Hurricane-Glas geben.

Bartools: Die richtige Ausrüstung für perfekte Cocktails
Mit den richtigen Werkzeugen und Methoden kann man jeden Drink mixen. Der Umgang mit dem Shaker und den weiteren Utensilien ist einfach zu erlernen und mit etwas Routine wird es immer leichter.
- Schütteln mit dem Cocktailshaker: Ein Cocktailshaker ist das wichtigste Werkzeug für die Cocktailherstellung. Durch das Schütteln mit Eis (in der Regel 10 bis 15 Sekunden) werden die Zutaten vermischt und gekühlt. Mittels Zugabe von Luft können sich die Aromen entfalten.
- Im Glas aufbauen: Einige Cocktails wie beispielsweise die Longdrinks oder auch der Old Fashioned werden direkt im Glas "gebaut". Das bedeutet, dass alle Zutaten direkt ins Glas kommen und kein Shaker oder Rührglas benötigt wird.
- Jigger oder Barmass: Das ist ein Messbecher, mit dem man die Spirituosen und Säfte genau abmessen kann.
- Strainer und Barsieb: Es werden praktisch alle Drinks die im Rührglas oder mit dem Shaker zubereitet werden, durch einen Strainer abgeseiht. Dabei wird der Strainer in die Öffnung des Shakers gehalten. Um auch feinere Eis und Fruchtstückchen zurückzuhalten, kommt oftmals auch noch ein zusätzliches Barsieb zum Einsatz durch welches der Cocktail, nachdem er durch den Strainer im Shaker geflossen ist, abgefiltert wird. Diesen Vorgang nennt man "doppelt abgeseiht" oder "Doublestrain".
- Barlöffel und Rührglas: Einige Cocktails werden verrührt (ca. 10 bis 15 Sekunden) und nicht geschüttelt. Dazu eignen sich lange Barlöffel und manchmal ein separates Rührglas in dem der Cocktail verrührt und anschliessend in ein Glas abgeseiht wird. Durch das Rühren wird der Drink lediglich gekühlt und verändert sein optisches Bild nicht. Das findet Verwendung bei einigen eleganteren Drinks, um Trübung und Eissplitter zu vermeiden.
Zutaten: Die Basis für einen guten Cocktail
Ein Cocktail wird nur so gut wie seine Grundzutaten sind. Mit frischen Zutaten werden deine Cocktails umwerfend schmecken. Frisch ausgepresster Zitronen- und Limettensaft sind, was den Geschmack anbelangt durch nichts zu ersetzen. Alles was du in den Shaker einfüllst, füllst du auch ins Glas. Mit qualitativ hochwertigen Zutaten werden deine Cocktails fantastisch schmecken.
Sind nicht alle Zutaten vorhanden, ersetze diese durch eine Ähnliche. Fehlt zum Beispiel Orange Curaçao, kann man auf etwas anderes wie Tripple Sec, Orangenlikör, Grand Marnier oder Cointreau zurückgreifen. Das gibt natürlich einen leicht andern Geschmack und Farbe des Cocktails. Aber dies lässt auch zu, dass man seine eigenen Kreationen für den Cocktail ausprobiert und mit den verschiedenen Möglichkeiten spielt.
| Zutat | Alternative |
|---|---|
| Orange Curaçao | Tripple Sec, Orangenlikör, Grand Marnier, Cointreau |
| Grenadinesirup | Grenadinesaft |
Ähnlich verhält es sich bei den Bitters. Das sind aromatisierte Spirituosen mit sehr unterschiedlichem Geschmack. Sie sind wie Gewürze für Drinks. Es ist sicher von Vorteil wenn man ein paar Grundgeschmacksrichtungen davon Zuhause hat.
Bei Sirups gibt es eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen. Anstatt Grenadinesirup kann auch Grenadinesaft hinzugegeben werden. Es geht bei Sirups hauptsächlich um das Aroma. Falls du Granatäpfel Zuhause hast, kannst du damit frischen Saft herstellen. Ein Sirup ist eine einfache zu verwendende Geschmackszugabe mit guter Haltbarkeit. Alles was frisch daherkommt wirkt sich positiv auf den Geschmack deines Cocktails aus.
Zubereitung: So gelingt der perfekte Cocktail
Ein Cocktail wird immer kalt serviert! Der Zweck einen Cocktail zu shaken, liegt in erster Linie darin, die Zutaten zu kühlen und zu mischen. Das kräftige Schütteln fügt dem Cocktail Luftblasen hinzu und vermischt die Zutaten gleichmässig. Bei grösseren Einladungen oder einer Party, lassen sich viele Drinks sehr gut in einem grösseren Gefäss wie einem Krug vorbereiten und kalt stellen, bis die Gäste kommen. Diese können vor Gebrauch kurz aufgeschüttelt und weiterverarbeitet werden. Dasselbe gilt auch für die Säfte und den weiteren Zutaten, die sich gut vorbereiten lassen.
Cocktails Kühlen: Tipps und Tricks
Cocktails schmecken kalt einfach besser als warm. Dazu wird in der Regel gefrorenes Wasser zum Kühlen verwendet. Eiswürfel fügen dem Cocktail Schmelzwasser hinzu. Viele Cocktails brauchen etwas Schmelzwasser, da damit der gewünschte Geschmack erreicht wird. Besonders bei den Tiki-Drinks, welche einen relativ hohen Anteil an Alkohol enthalten, wird etwas Schmelzwasser benötigt um die darin enthaltenen Spirituosen zu verbreitern und die enthaltenen Aromen zu öffnen. Das heisst Schmelzwasser, im richtigen Mass, macht den Cocktail besser.
Das schmelzende Eis verdünnt den Cocktail. Die Intensität geht verloren. Er schmeckt fade und schal. Deshalb sind nachfolgend ein paar hilfreiche Tricks aufgeführt um dem entgegenzuwirken.
- Glas vorkühlen: Bei vielen Cocktails lohnt es sich, das Glas vorher im Gefrierfach vorzukühlen, sodass sich der in Ihm servierte Drink nicht so schnell wieder erwärmt. Alternativ werden Cocktailgläser auch heruntergekühlt indem man sie mit Eiswürfeln füllt und etwas stehen lässt. Vor dem Einfüllen des Cocktails wird dieses Eis aus dem zwischenzeitlich gekühlten Glas entfernt.
- Immer frische Eiswürfel verwenden: Nach dem Shaken wird der Cocktail meist durch einen Strainer oder Barsieb über frische Eiswürfel ins Glas gegossen.