Buchweizen mit Soba Rezepte: Eine Reise in die japanische Küche

Soba-Nudeln sind ein Klassiker der japanischen Küche. Soba ist das japanische Wort für Buchweizen. Gleichzeitig steht es für die aus Buchweizenmehl hergestellten Nudeln. Da Buchweizen vor allem in den kargen Gebieten nördlich von Tokio gedeiht, sind Soba quasi das Gegenstück zu Udon aus Weizen, der vornehmlich im Süden, in den fruchtbaren Gegenden um Osaka wächst.

Soba haben auch traditionelle Bedeutung. Sie sind das letzte Gericht, das im alten Jahr gegessen wird, damit einem das neue finanzielles Glück bescheren möge. Ihre lange Form gilt zudem als Symbol für ein langes Leben. Fakt ist, dass Soba leicht bekömmlich, reich an Eiweiss und Vitamin B sind. Es gibt sie in verschiedenen Varianten und Qualitäten, von handgemacht bis industriell gefertigt, aus reinem Buchweizen oder mit Weizen gemischt.

Soba werden wie Udon im Sommer kalt und im Winter warm gegessen, etwa in heisser Suppe, meist Dashi, oder kalt beispielsweise als sogenannte Zaru-Soba respektive Zaru-Udon. Dabei werden die Nudeln mit den Stäbchen in eine Sauce aus Soja, Frühlingszwiebeln, Ingwer und Wasabi getaucht und anschliessend genüsslich lautstark geschlürft.

Selbstgemachte Soba-Nudeln: Ein Grundrezept

Es ist so weit, das Rezept zu den selbst gemachten Soba-Nudeln ist da. Das sind dünne Nudeln aus Buchweizenmehl und entstammen der japanischen Küche. Nach einigem Ausprobieren habe ich das richtige Verhältnis von Buchweizenmehl zu Weizenmehl gefunden, damit die Nudeln schön nussig schmecken, jedoch geschmeidig bleiben. Man braucht einen Anteil Weissmehl, denn Buchweizenmehl ist gluteinfrei und enthält so keinen Kleber, den es für eine geschmeidige Nudel braucht. Die Nudeln werden in der japanischen Küche heiss oder kalt serviert.

Soba Nudeln

Zutaten für 2 Personen:

  • 85 g Buchweizenmehl
  • 40 g Weissmehl
  • 55 g Wasser
  • Prise Salz

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  2. Die Arbeitsfläche bemehlen und den Teig dünn ausrollen. Zu einem Rechteck schneiden, grosszügig bemehlen und zusammenrollen.
  3. Mit einem scharfen Messer möglichst dünne Nudeln abschneiden.
  4. Die noch zusammen gerollten Nudeln behutsam aufschütteln bis sie sich aufrollen, ein weiteres Mal bemehlen.
  5. Einen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Die Nudeln für 4 Minuten bissfest kochen. Ich empfehle dir, den Topf im Blick zu behalten, da sich gerne viel Schaum bildet und überkocht. Die Pfanne in diesem Fall kurz vom Herd nehmen und die Hitze etwas reduzieren.
  6. Die gekochten Soba- Nudeln abschöpfen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben zum abschrecken.
  7. Mit dem gesamten Teig weiter verfahren, bis alle Soba-Nudeln gekocht im kalten Wasser schwimmen. Nun können sie nach Belieben weiter verarbeitet werden.

Ich habe aus den selbst gemachten Soba-Nudeln einen kalten Salat mit Gurke und Tahindressing zubereitet. Das Rezept findest du im nächsten Post.

Rezept: Soba-Nudeln mit Kürbis und Gemüse

Dieses Rezept kombiniert Soba-Nudeln mit saisonalem Gemüse wie Kürbis und Kohl für ein herzhaftes und gesundes Gericht.

Zutaten:

  • 400 g Kürbis
  • Kohlblätter
  • Pilze
  • Zwiebel
  • Sojasauce
  • Sesam

Zubereitung:

  1. Kürbis schälen, in ca. 2 cm grosse Würfel schneiden. Kohlblätter in Stücke schneiden, Pilze in Streifen schneiden.
  2. Öl in einer grossen oder zwei mittleren Bratpfannen heiss werden lassen. Hitze reduzieren. Kürbiswürfel unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten anbraten. Kohl, Pilze und Zwiebel dazu geben und 5 Minuten weiter braten.
  3. Sojasauce und Wasser darübergiessen. Herdplatte abstellen.
  4. Soba in ungesalzenem Wasser 4 bis 5 Minuten bissfest kochen, dabei gelegentlich umrühren. Nudeln abgiessen und mit kaltem Wasser übergiessen, bis sie vollständig ausgekühlt sind.
  5. Gemüse und Soba gut vermischen. Mit Sesam bestreuen.

Oroshi Soba: Ein erfrischendes japanisches Gericht

Oroshi Soba Recipe - Japanese Cooking 101

Möchtest du die japanische Küche entdecken und dich von neuen Geschmackserlebnissen überraschen lassen? Dann probiere Oroshi Soba! Dieses japanische Nudelgericht wird mit geriebenem Daikon (Rettich) und Sobanudeln zubereitet und hat eine Basis aus Buchweizen, was es zu einem gesunden und nahrhaften Gericht macht. Oroshi Soba kann entweder warm oder kalt gegessen werden, je nachdem wie du es bevorzugst. Die geriebene Daikon gibt dem Gericht eine frische Note und die Sobanudeln sorgen für eine angenehme Textur.

Zubereitung:

  1. Gib den Sake in einen Topf und stelle ihn auf mittlere Hitze. Füge die restlichen Zutaten für das Dressing hinzu und lasse sie bei schwacher Hitze etwa 5 Minuten langsam köcheln.
  2. Koche in der Zwischenzeit die Soba in einem Topf mit reichlich kochendem Wasser 5-6 Minuten lang.
  3. Reibe den Rettich. Du kannst hierfür auch eine Shoga Oroshi (japanische Ingwerreibe) verwenden.
  4. Serviere die Teller mit den Sobanudeln. Gieße das abgekühlte Dressing über die Soba. Du kannst das Aonori auch durch geröstetes Nori ersetzen.

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