Brot richtig einfrieren: So bleiben Ihre Brötchen frisch

Das Brot vom Bäcker ist oft zu lecker, um es wegzuwerfen. Mit dem Einfrieren können Sie es länger frisch halten und somit Lebensmittelverschwendung vermeiden. Damit Sie auch für ein spontanes Frühstück immer Brot auf Lager haben, ist das Einfrieren eine praktische Lösung. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten, damit das Brot nach dem Auftauen nicht austrocknet.

Typische Fehler beim Einfrieren von Brot und wie man sie vermeidet

Viele klagen darüber, dass das Brot nach dem Auftauen ausgetrocknet ist. Mit der richtigen Technik können Sie dies verhindern. Hier sind die typischen Fehler, die es zu vermeiden gilt:

1. Das ganze Brot einfrieren

Je nach Bedarf kann man einen ganzen Brotlaib in Portionen oder einzelne Scheiben teilen. Wenn Sie den Vorrat portionieren, können Sie später einfacher anrichten und müssen für drei Scheiben nicht den ganzen Laib auftauen.

2. Luftdicht verpacken

Achten Sie beim Einfrieren darauf, dass die Backware von so wenig Luft wie möglich umgeben ist. Nehmen Sie einen Gefrierbeutel oder Alufolie zur Hand und packen Sie den Laib oder die Scheiben ein. Drücken Sie die Luft weitestgehend heraus. So kann das Brot beim Einfrieren oder Auftauen nicht austrocknen. Achtung, es gilt: Je frischer das Brot beim Einfrieren war, desto frischer ist es auch beim Auftauen.

3. Im Ofen auftauen

Der schwierigste Teil ist das Auftauen. Hierfür sollten Sie das Brot unbedingt vorher ein bis drei Stunden bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Das Brot direkt in den heißen Ofen zu geben, wäre ein Fehler - sonst wird es außen hart und trocken.

Obwohl viele dazu raten, das Brot vor dem Backen mit etwas Wasser zu bestreichen: Das braucht es nicht zwingend! Es ist kein Fehler, aber auch nicht weiter schlimm, wenn Sie das nicht machen.

Wie lange hält eingefrorenes Brot?

Wie bei Fleisch gilt auch für Brot, dass es eingefroren nicht ewig hält. Ganze Brotlaibe sind etwa sechs Monate, Scheiben rund drei Monate haltbar. Denn auch bei minus 18 Grad Celsius trocknet Brot noch nach. Setzen sich während der Zeit im Gefrierfach im Brotinnern weiße Flecken an, ist das kein Grund zur Sorge. Das ist ganz normal. Es handelt sich nicht etwa um Schimmel, sondern um Kristalle, die sich beim Einfrieren gebildet haben. Beim Auftauen verschwinden diese Stellen wieder.

Weitere Tipps zur Lagerung und Verwendung von Tiefkühlbackwaren

Der grösste Vorteil von tiefgekühlten Backwaren ist die schnelle Verfügbarkeit. Sie haben nie zu viele oder zu wenige Produkte im Angebot, da Sie jederzeit innert nützlicher Frist für Nachschub sorgen können.

TK-Backwaren enthalten sehr wenig gefrorenes Wasser, sie tauen daher sehr schnell auf. Bei Raumtemperaturen sind vorgebackene Produkte in wenigen Minuten aufgetaut. Wie bei allen Tiefkühlprodukten schadet das Auftauen und Wiedereinfrieren. Typische Merkmale sind Austrocknen oder Geschmacksverminderung.

Beachten Sie daher folgende Regel: Die Kartons sollten Sie nur für die Produktentnahme aus dem Tiefkühler nehmen. Anschliessend sofort wieder in den Tiefkühler stellen. Tiefkühlen ist die naturnaheste Konservierungsart. Lebensmittel werden dadurch ohne chemische Zusatzstoffe, Sterilisation oder Pasteurisierung lagerfähig.

Die Lagertemperatur für alle Tiefkühlbackwaren beträgt minus 18 °C bis minus 22 °C. Beachten Sie die Backanleitung auf der Etikette. Backofen vorheizen! Wichtig ist, dass vorgebackene Produkte immer im gefrorenen Zustand (direkt vom Tiefkühler in den Ofen) fertig gebacken werden. Teiglinge hingegen sollten Sie vor dem Backen einige Zeit antauen lassen (vorgegärte Buttergipfel circa 15 Minuten, Blätterteigprodukte 30 Minuten).

Bei vorgebackenen Produkten ist der Kern nach dem fachgerechten Aufbacken noch gefroren. Lassen Sie deshalb die Backwaren etwa zehn Minuten stehen, bevor Sie die Produkte zum Konsum anbieten.

Einmal aufgetaute und produktgerecht aufgebackene Tiefkühlbackwaren bleiben genauso lange verkaufsfrisch wie von Grund auf erstellte Tagesproduktionen. Zu beachten sind die gesetzlichen Vorschriften für die Aufbewahrung bis zum Verkauf.

Welche Lebensmittel kann ich einfrieren?

Wahrscheinlich mehr als du denkst! Die meisten Lebensmittel kannst du nämlich problemlos einfrieren und diese so monatelang haltbar machen. Klassische Beispiele sind gekochte Menüs, Gemüse, Früchte und Brot. Aber auch Fleisch, Fisch, Käse und Teigwaren dürfen ins Gefrierfach. Hier ist eine Übersicht der Lebensmittel, die du einfrieren kannst:

  • Fleisch und Fisch: Rindfleisch lässt sich problemlos roh für 6 bis 12 Monate einfrieren. Poulet darf für etwa 8 Monate im Gefrierfach ruhen, Schweinefleisch 4 Monate und Fischfilets etwa 2 Monate. Vor dem Einfrieren Fleisch und Fisch gut trockentupfen und anschliessend portionieren - so kannst du später genau die Menge entnehmen, die du brauchst.
  • Früchte: Beerensorten (z.B. Himbeeren und Brombeeren), Aprikosen und Zwetschgen dürfen für gut 8 bis 12 Monate ins Gefrierfach. Dazu solltest du diese zuerst vorfrosten - also einzeln für ein paar Stunden auf einem Blech oder Ähnliches ins Gefrierfach legen - und dann in einen Beutel umfüllen. Oder als Konfitüre verarbeitet lagern. Äpfel lassen sich als Apfelmus zubereitet ca. 1 Jahr tiefkühlen.
  • Gemüse: Fast alles Gemüse kann man für 8 bis 12 Monate einfrieren. Vor allem hartes Gemüse wie Rüebli, Broccoli oder Blumenkohl eignet sich gut. Grünes Gemüse wie beispielsweise Bohnen musst du vorher kurz blanchieren.
  • Käse und Milchprodukte: Einfrieren kannst du für 4 bis 6 Monate insbesondere Halbhart- und Schnittkäse. Butter hält sich im Gefrierfach sogar bis zu 9 Monaten. Hartkäse lässt sich sehr gut gerieben tiefkühlen.
  • Teigwaren: Ebenso gut tiefkühlen kannst du vorgekochte Teigwaren oder selbstgemachte Teigwaren (z.B. Spätzli, Knöpfli oder Nüdeli). Beim Kochen dürfen diese portionsweise direkt gefroren ins Wasser gegeben werden.
  • Kräuter: Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Basilikum bewahren ihre Aromen am besten, wenn du sie fein hackst, mit etwas Öl mischst und in Eiswürfelbehälter füllst. So können sie für 6 bis 12 Monate eingefroren werden.
  • Nüsse, Samen & Co.: Nüsse, Kerne und Samen immer nach dem Öffnen der Verpackung tiefkühlen (bis zu 1 Jahr). So werden sie nicht ranzig.
  • Gekochte Speisen: Suppen, Eintöpfe, Gratins oder gekochter Reis werden am besten für maximal 2 bis 3 Monate in flachen Gefrierbehältern eingefroren. Nutzt du kleine Behälter, nehmen sie im Gefrierfach weniger Platz ein und tauen später schneller auf.
  • Brot und Gebäck: Kuchen-, Mürbe- und Blätterteig kannst du ungebacken für 2 bis 3 Monate einfrieren. Frisches Brot, Weggli oder Gipfeli ebenso - das Brot am besten bereits in Scheiben geschnitten. Dann kannst du die Brotscheiben direkt ohne Auftauen im Toaster rösten. Haltbarkeit: ca. 1 Monat. Cake- und Kuchenstücke ohne Füllung lassen sich in Folie verpackt ca. 2 Monate tiefkühlen.

Häufige Fehler beim Einfrieren von Brot: Verzichte auf Plastik!

Welche Lebensmittel sollte ich besser nicht einfrieren?

Aufgepasst! Ein paar Lebensmittel solltest du lieber frisch geniessen:

  • Wasserreiche Produkte: Gurken, Tomaten, Spargeln, Zucchini, Blattsalate, Radiesli oder Melonen enthalten viel Wasser und werden beim Einfrieren matschig und schwammig. Diese Lebensmittel lassen sich meist besser getrocknet oder eingelegt aufbewahren.
  • Rohes Gemüse ohne Behandlung: Viele roh verzehrte Salate und Gemüse verlieren tiefgekühlt ihre knackige Konsistenz. Kartoffeln zum Beispiel werden beim Gefrieren süss-mehlig und verändern ihre Textur. Friere Kartoffeln immer nur gekocht ein (z.B. als ungebackene Rösti, Kartoffelstock oder im Eintopf).
  • Rohe Eier in der Schale: Ganze Eier mit Schale kann man nicht einfrieren. Getrennt in Eiweiss und Eigelb geht das aber gut. Noch besser ist es, sie gleich weiterzuverwenden, denn sie gehen oft im Tiefkühler vergessen.
  • Milchprodukte mit hohem Wassergehalt: Joghurt, Milch, Crème fraîche, Quark oder saurer Halbrahm trennen sich nach dem Auftauen und können wässrig werden. Lege diese Produkte also lieber nicht auf Eis.
  • Empfindliches Gebäck: Frittiertes Gebäck nie tiefkühlen, es verliert beim Auftauen seine Knusprigkeit. Da lohnt sich die ganze Arbeit nicht.
  • Anderes: Lebensmittel in Dosen sollten nicht eingefroren werden, da sich das Metall ausdehnen und aufplatzen kann.

Vorbereitung ist alles: So klappt das Einfrieren von Lebensmitteln

Wie gut sich Lebensmittel wirklich einfrieren lassen und wie lange diese haltbar sind, hängt auch stark von den Lagerbedingungen ab. Daher ist eine gute Vorbereitung wichtig.

1. Richtig abkühlen

Heiße Speisen immer vollständig auskühlen lassen, bevor du sie in den Gefrierer stellst.

2. Luftdicht verpacken

Für optimale Frische ist eine luftdicke Verpackung entscheidend. Dazu verwendest du hochwertige Tiefkühlbeutel oder -behälter. Drücke so viel Luft wie möglich aus den Beuteln (idealerweise mit einem Vakuumierer), bevor du sie verschliesst. Das verhindert Gefrierbrand und Austrocknung.

3. Portionieren & beschriften

Teile deine Gerichte in sinnvolle Portionen auf. Suppen und Eintöpfe am besten so tiefkühlen, so wie du sie später verwenden wirst (z.B. für zwei Personen). Eine genaue Beschriftung der Behälter oder Beutel mit Inhalt, Gewicht und Einfrierdatum ermöglicht dir später eine bessere Übersicht über deinen Vorrat. Wichtig: Versuche das Gefriergut das ganze Jahr über in deinen Menüplan einzubeziehen.

4. Flach einfrieren

Große Behälter frieren langsamer durch und brauchen mehr Platz. Deshalb: Wenn immer möglich Lebensmittel flach einfrieren. Beeren, geschnittene Früchte oder Gemüse auf einem Blech vorfrosten und anschliessend flache Päckli machen.

Die besten Küchenhelfer zum Einfrieren von Lebensmitteln

Das passende Werkzeug macht das Einfrieren kinderleicht und sorgt für Ordnung in deinem Gefrierfach.

Das richtige Gefäss: Gefrierbeutel, Glasbehälter & Silikonformen

Die goldene Regel beim Einfrieren: möglichst luftdicht. Daher eignen sich gut verschliessbare Gefrierbeutel tipptopp. Wiederverwendbare Silikonbeutel lassen sich zudem nicht nur extrem dicht verschliessen, sondern produzieren auch keinen Plastikabfall. Fülle die Beutel mit den Lebensmitteln, entferne so viel Luft wie möglich und verschliesse sie gut.

Aufbewahrungsdosen aus Glas sind natürlich eine besonders tolle Lösung: Sie nehmen keine Gerüche an, sind praktisch stapelbar und eignen sich super, um grössere Menümengen sicher zu lagern. Stelle sicher, dass die Lebensmittel gut ausgekühlt sind, bevor du sie in die Behälter gibst.

Tipp: Fülle die Behälter nicht ganz bis nach oben, sondern lasse bis zum Deckel ein wenig Platz, da sich manche Lebensmittel beim Einfrieren ausdehnen können.

Für Übersicht & Ordnung: Etikettendrucker

Um deine Gefrierbehälter und -beutel korrekt und vollständig zu beschriften, nutzt du am besten ein Etikettiergerät. Moderne Tools erlauben dir, in einer App die Etiketten ganz einfach zu gestalten und dank Thermoverfahren diese auch ohne Patronen direkt zu drucken. Aufkleben und ab ins Gefrierfach!

Mach es dicht: Vakuumierer & Folienschweissgeräte

Vakuumiergeräte verschliessen Beutel zur Aufbewahrung von Lebensmitteln luftleer. Das heisst: Sie ziehen die Luft aus den Vakuumierbeuteln heraus. Ebenso handlich sind Folienschweissgeräte, mit denen du handelsübliche Gefrier- und Frischhaltebeutel luftdicht verschweissen kannst.

Gefrorenes wieder auftauen: Was muss ich beachten?

Am schonendsten taust du Lebensmittel langsam im Kühlschrank auf (über Nacht oder für einige Stunden). Das ist besonders für Fleisch und komplette Gerichte die beste Option. Beim Auftauen bei Raumtemperatur können nämlich Bakterien entstehen. Manche mögen zur Mikrowelle greifen, doch aufgrund der unregelmässigen Erwärmung, empfehlen wir das nicht. Achte bei Fleisch, Fisch und komplette Gerichte darauf, dass keine eisigen Stellen mehr sichtbar sind, bevor du sie zubereitest. Sind sie einmal aufgetaut, bei der Weiterverarbeitung immer darauf achten, dass alles durchgehend erhitzt wird.

Du kannst Lebensmittel aber auch in einem wasserdichten Beutel oder Behälter unter kaltem fliessendem Wasser auftauen. Stelle sicher, dass das Wasser ständig fliesst, um die Lebensmittel in einer stabilen Temperaturzone zu halten.

Gemüse und Früchte können sogar direkt gedämpft oder rührgebraten werden, ohne auftauen. Es reicht schon ein Antauen, zum Beispiel in einem Sieb, damit das Wasser abtropfen kann.

Fehler beim Einfrieren vermeiden: Mühsamer Gefrierbrand

Gefrierbrand tritt auf, wenn Lebensmittel mit Luft in Kontakt kommen, starken Temperaturschwankungen ausgesetzt werden oder austrocknen. Zwar sind sie dann meist noch essbar, du wirst jedoch Veränderungen in Farbe (grau-weisse Flecken), Geschmack und Konsistenz bemerken. Riecht das Essen schlecht, musst du es immer wegwerfen!

Die beste Methode, um Gefrierbrand zu vermeiden, ist sicherzustellen, dass das Essen vor dem Einfrieren ausreichend ausgekühlt ist und jegliche Luft aus dem Aufbewahrungsbehälter oder -beutel raus ist.

Zu grosse Portionen

Dicke Massen frieren schlecht durch und können im Innern weiter aufgetaut bleiben. Besser ist es, wie oben erwähnt, wenn du deine Lebensmittel und Gekochtes in Portionen einteilst und in flachen Behältern einfrierst. So stellst du sicher, dass sie lange haltbar bleiben.

Das No-Go: wieder einfrieren

Warte nicht zu lange mit der Verarbeitung: Einmal aufgetaute Speisen müssen schnell verbraucht und dürfen nicht erneut eingefroren werden. So verhinderst du, dass die Lebensmittel an Frische verlieren oder gar schlecht werden.

Was gibts beim Tiefkühlen von Brot zu beachten?

Das Brot kann vor dem Einfrieren auch in Scheiben geschnitten werden. So können bei Bedarf auch nur kleine Mengen wieder aufgetaut werden.

Kann ich ungebackene Brötchen tiefkühlen und später backen?

Grundsätzlich ist es möglich Brot vor dem Backen einzufrieren, jedoch rate ich eher davon ab. Hefebeigabe etwas erhöhen.

Teig nach dem Kneten aufgehen lassen, formen und gleich auf einem mit Backpapier belegten Blech einfrieren. Wenn das Brot selbst gemacht und bewusst eingefroren werden soll, empfehle ich, dieses nach dem Backen abkühlen zu lassen und es kurz vor dem Essen aufzubacken. Brot oder Brötchen wie gewohnt backen.

Sobald es / sie ausgekühlt ist / sind, in Tiefkühlbeutel verpacken und tiefkühlen.

  • Grosses Brot ca. 60 Minuten vor dem Aufbacken aus dem Tiefkühler nehmen, im Tiefkühlbeutel an-/auftauen lassen und anschliessend bei ca. 200°C (Umluft) in den Ofen schieben, mit einer Sprühflasche kräftig Wasser in den Ofen sprühen und für etwa 10 Minuten aufbacken.
  • Kleine Brötchen ca. 30 Minuten vor dem Aufbacken aus dem Tiefkühler nehmen, im Tiefkühlbeutel an-/auftauen lassen und anschliessend bei ca.

Vor der Lagerung ist ein möglichst rasches Abkühlen auf Zimmertemperatur wichtig

In der kalten Jahreszeit kann dies z.B. draussen auf dem Balkon oder Fenstersims stattfinden, im Sommer an einem schattigen Ort in der Küche oder z.B. mit Hilfe von Eis-Akkus im Spültrog. Zur Aufbewahrung werden die Mahlzeiten in Glas, Metall oder Plastikdosen abgefüllt oder mit Frischhaltefolie verpackt, um Geschmacksveränderungen und Qualitätsverlust zu vermeiden. Essensreste lassen sich auch über 1-2 Tage sammeln und einfrieren oder zum Mitnehmen zur Arbeit aufbewahren. Ergänzen Sie dazu noch etwas Salat oder Gemüse und gestalten Sie sich einen feinen Restesalat zum Mittagessen. Gekochte Speisen können zudem problemlos solange im untersten Fach des Kühlschranks (nicht Gemüsefach) aufbewahrt werden.

Einfrieren

Zum Einfrieren eignen sich Gefrierbeutel oder frostgeeignete Gefässe für die Portionierung. Eine Beschriftung hilft, den Überblick zu behalten. Das Gefäss soll für den TK nicht zu voll gefüllt werden, da sich die Lebensmittel in gefrorenem Zustand ausdehnen. Werden einzelne Portionen eingefroren, können diese auch schneller und einzeln aufgetaut werden.

Gemüse kann, wenn es roh ist, zum tiefkühlen vorgängig blanchiert werden. Brot sollte zum Einfrieren am besten ohne Sack oder Hülle direkt ins Gefrierfach gelegt werden. Wird es allerdings in Scheiben geschnitten eingefroren, sollte man es in Beutel abpacken. Fleisch und Fisch kann auch vor dem Einfrieren vakuumiert werden. Auch gefrorene Kräuter eignen sich gut zum Würzen.

Ungeeignet für den TK sind stark wasserhaltige Gemüse wie Tomaten, Blattsalate, Gurke sowie auch Kartoffeln und Tofu. Milchprodukte wie Rahm, Joghurt, Quark, sind nur bedingt geeignet. Diese können nach dem Auftauen nur noch zum Kochen z.B. für Sauce, Wähe, Gratin etc. verwendet werden. Eier werden vor dem Einfrieren getrennt. Generell gilt: Gerichte mit gekochten Eiern oder Eiweiss sind nicht zum Einfrieren geeignet. Auch Gerichte mit Mayonnaise oder Rahm sind nicht gut zum Gefrieren geeignet, da sie gerinnen und unappetitlich werden.

Auftauen

Zum Auftauen wird das Gefriergut am besten in den Kühlschrank gelegt, damit es langsam auftauen kann. Das gilt vor allem für rohes Fleisch und rohen Fisch sowie für gekochte Gerichte. Wenn es schneller gehen muss, kann das Eingefrorene wasserdicht verpackt in eine grosse Schüssel oder ins Spülbecken mit kaltem Wasser gelegt werden.

Beim Auftauen von Fleisch und Fisch sollte das Auftauwasser weggespült werden, da sich dort die Keime ansammeln. Nach dem Auftauen ist darauf zu achten, es immer ganz durchzubraten. Tiefgefrorene Gemüse oder Früchte können direkt in die Pfanne bzw. auf eine Wähe gegeben werden.

Beeren für das Frühstücksmüesli werden über Nacht im Kühlschrank aufgetaut und am Morgen mit dem Joghurt und den Flocken vermischt. Gefrorenes Brot taut bei Zimmertemperatur rasch wieder auf. Auch Spinat und Pilze können problemlos aufgetaut bzw. aufgewärmt werden. Sie sollten allerdings rasch abgekühlt und schnell aufgekocht werden und nicht lange bei Zimmertemperatur herumstehen.

Haltbarkeit

Die Lagertemperatur im Tiefkühler sollte -18°C oder weniger betragen. Durch das Gefrieren verlängert sich die Lagerdauer um mehrere Wochen oder Monate, da Mikroorganismen untätig gemacht werden.

Lebensmittel Empfohlene Lagerdauer
Schweinefleisch 2 - 4 Monate
Geflügel, Kalb- und Lammfleisch 4 - 5 Monate
Rindfleisch 6 - 10 Monate
Hackfleisch, roh 1 - 3 Monate
Fisch und Meeresfrüchte 2 - 6 Monate
Gemüse, Früchte 6 - 12 Monate
Pilze 4 - 6 Monate
Brot 4 - 6 Monate
Teige und Teiglinge 3 - 4 Monate
Fertige Speisen (z.B. Fleisch-, Teigwarengerichte) 2 - 3 Monate

Quelle: Kantonales Labor Zürich, „Selbsteingefrorene Lebensmittel“, 2015

Zu beachten

Die Verwendung von undichten Verpackungen oder eine Überlagerung kann Gefrierbrand verursachen. So entstehen trockene Stellen, welche sich weisslich-grau verfärben und zu Geschmacksveränderungen führen können. Diese Stellen sollten grosszügig entfernt werden. Bei den Gefrierbeuteln ist die Luft vor dem Einfrieren aus den Gefrierbeuteln auszudrücken.

Oft liest man, dass rohe Lebensmittel, welche bereits einmal gefroren und wieder komplett aufgetaut wurden, nicht ein zweites Mal gefrostet werden sollten. Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass es durch mehrmaliges Einfrieren und wieder Auftauen zu einem Lebensmittelverderb kommt. Denn durch das Auftauen vermehren sich die Keime und Bakterien nicht schneller, als bei der normalen Lagerung. Allerdings können Geschmacks- und Konsistenzveränderungen entstehen, welche den Genuss des Lebensmittels beeinträchtigen. In diesem Fall gilt es, den Geruchs- und Geschmackssinn sowie den gesunden Menschenverstand einzuschalten.

Weitere Tipps zum Einfrieren von Lebensmitteln

  • Alle Backwaren, ob Brot, Brötli, Kuchen oder Tortenböden, kannst du ohne Probleme tiefkühlen. Sogar rohen Teig kannst du in grösseren Mengen vorbereiten und dann portionsweise einfrieren. Bei Brot bietet es sich an, es in Scheiben geschnitten einzufrieren. Dann kannst du immer so viel auftauen lassen, wie du gerade brauchst.
  • Gemüse solltest du generell vor dem Einfrieren blanchieren. Dabei gibst du das geputzte und kleingeschnittene Gemüse für wenige Minuten in kochendes Wasser und kühlst es hinterher sofort in eiskaltem Wasser ab.
  • Bevor du Früchte einfrierst, solltest du Druckstellen oder ähnliches grosszügig abschneiden, eventuelle Kerne entfernen und überreife Früchte aussortieren. Manche Früchte, wie Äpfel, Erdbeeren oder Birnen, sind nach dem Auftauen ziemlich matschig: Aus diesem Grund ist es ratsam, vor dem Einfrieren ein Püree daraus herzustellen.
  • Ideal wäre es, Fisch und Fleisch vor dem Einfrieren zu vakuumieren. Denn Sauerstoff trocknet Gefrorenes aus und verursacht Gefrierbrand. An der Frischetheke kannst du dir das Fleisch auf Nachfrage manchmal direkt vakuumieren lassen. Wenn du verpacktes Fleisch kaufst, solltest du es vor dem Einfrieren aus dieser Verpackung nehmen.
  • Umso magerer Fisch und Fleisch sind, desto länger sind sie übrigens haltbar. Denn Fett wird auch tiefgefroren recht schnell ranzig. Ganze Fische solltest du auf jeden Fall zunächst ausnehmen. Sowohl Fisch als auch Fleisch solltest du in nicht zu dicken Stücken einfrieren. Hackfleisch kannst du ebenfalls einfrieren. Auch dieses solltest du jedoch aus der Schutzverpackung nehmen.
  • Die meisten Milchprodukte sind zum Tiefkühlen eher nicht geeignet. Joghurt, Milch, Crème fraîche oder Sauerrahm flocken dabei aus und verändern ihre Konsistenz. Bei Käse kommt es stark auf die Sorte an. Generell helfen ein hoher Fettgehalt und eine Vakuumverpackung, damit der Käse nach dem Auftauen noch gut schmeckt.
  • Rohe Eier sind besser zum Tiefkühlen geeignet als gekochte. Du musst sie jedoch aus der Schale holen, da diese sonst aufbrechen würde. In einem kleinen Behälter - ob getrennt oder nicht - hält sich ein rohes Ei mehrere Monate im Tiefkühler.

Brot richtig auftauen

  • Gefrorenes Brot im halben oder ganzen Stück aus dem Gefrierbeutel nehmen und abgedeckt mit einem Tuch bei Raumtemperatur auftauen lassen. Die Zeiten variieren je nach Größe und Raumtemperatur, aber als Anhaltspunkt benötigt ein halbes Brot ca.
  • Wer mag, knuspert das Brot danach im Backofen kurz auf. Dafür die Oberfläche des Brotes mit etwas Wasser befeuchten und das Brot dann im Backoben bei 200 °C ca. 3-5 Minuten aufbacken.
  • Gefrorene Brotscheiben können direkt im Toaster aufgetaut und aufgeknuspert werden. Viele Toaster haben dafür eine „Schneeflocken-Taste“.

Sollten sich auf den eingefrorenen Brotscheiben übrigens weiße Stellen gebildet haben, handelt es sich hierbei nicht um Schimmel.

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