Fettarme Zubereitung von Bratkartoffeln: Tipps und Tricks für eine gesunde Küche

Wer gesund kochen will, sollte möglichst fettarm kochen. Vor allem sollten wenig tierische Fette zum Einsatz kommen. Das Problem an der Sache ist, dass die übliche Hausmannskost voll mit Fett überlastet ist und diese damit eine richtige Fettfalle ist. Die üblichen Zivilisationskrankheiten (Herzinfarkt und Übergewicht) sprechen ein Lied davon.

"Schluß mit fettem Kochen" - das sollte Ihre Devise sein! Großmutters Zeiten sind endgültig vorbei! Mehlschwitze und Einbrenn sind out, weil definitiv viel zu fett. Doch wie gelingt es, Bratkartoffeln und andere leckere Gerichte fettarm zuzubereiten, ohne auf den Geschmack zu verzichten?

Hier sind einige Tipps und Tricks, wie Sie Ihre Bratkartoffeln fettarm zubereiten können:

Die richtige Küchenausstattung

Gutes Küchenwerkzeug ist das Um und Auf für eine gesunde Küche. Mit einer antihaft-beschichteten Pfanne kann fast jedes Stück Fleisch, Fisch, Gemüse gebraten werden. Ein paar Tropfen Bratöl (aber wirklich nur Tropfen) machen das ein wenig leichter. Damit sich diese wenigen Tropfen Fett in der Pfanne leichter verteilen, kann man sich mit einem Küchenpinsel behelfen.

Fettarme Saucen und Suppen

Vermeiden Sie fette Saucen immer und überall. Statt Rahmsauce tut es auch eine Sauce mit fettarmen Joghurt - probieren Sie es einmal aus. Saucen kann man fettarm gestalten, indem man Obers durch Milch ersetzt oder überhaupt als Basis eine Gemüsebrühe verwendet. Binden lassen sich Saucen übrigens absolut fettfrei mit Maisstärke oder Pfeilwurzmehl.

Statt Gemüsecremesuppe mit fettem Obers zu verlängern, sollten Sie die pürierte Gemüsecremesuppe natürlich belassen. Wen die Farbe stört und wer gerne eine helle Cremesuppe hat, kann das auch mit ein wenig fettarmer Milch tun.

Alternativen zum Frittieren

Viele frittierte Speisen lassen sich auch im Backrohr zubereiten. Kartoffelrösti oder Gemüserösti müssen nicht im Fett schwimmend frittiert werden - auf Backpapier im Backrohr werden diese genauso lecker. Bratkartoffeln, die normalerweise in der Pfanne mit viel Fett zubereitet werden, kann man auch im Backrohr ohne Fett backen.

Der Ofen bietet eine gute Alternative zur Bratpfanne. Wird das Bratgut vor dem Backen mit wenig Öl und Gewürzen gut gemischt und auf ein mit Backpapier belegtes Blech gegeben, entstehen knusprige Rösti, Ofenfrites, Bratkartoffeln oder Spätzli - praktisch ohne Fett.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer Heissluft-Fritteuse, um Pommes Frites fettarm zu frittieren.

Der Römertopf

Der Römertopf ist nicht altmodisch. Im Römertopf werden Gerichte fast zur Gänze fettfrei gegart und sie schmecken trotzdem wunderbar. Sowohl Gemüse als auch Fisch und Fleisch lassen sich damit schonend und fettarm zubereiten. Vorteil bei dieser Garmethode ist, dass man sogar alles auf einmal ins Rohr schieben kann, ohne zwei oder mehr Pfannen schmutzig zu machen.

Das garen im Römertopf ist ebenfalls ein Versuch wert. Denn im Tongefäss ohne jegliche Fettzugabe gegarte Eintopf-, Geflügel- und Fischgerichte werden unvergleichlich gut. Dazu trägt die relativ lange Garzeit von 11⁄2-2 Stunden bei. Die Zubereitung ist zudem absolut simpel: Zutaten einfüllen, Würzen (falls nicht bereits getan) und fertig. Damit ist die Kocharbeit auch bereits abgeschlossen und braucht auch keine weitere Überwachung.

Dünsten statt Rahmsauce

Statt Gemüse immer mit einer Rahmsauce, Mehlschwitze oder Einbrenn zu binden und somit fettreich zu kochen, sollten Sie lieber Gemüse knackig, frisch dünsten. Das ist für die Vitalstoffe im Gemüse wesentlich besser und Sie sparen eine Menge Fett.

Der Dampfgarer

Im Dampfgargerät kann man so gut wie fettfrei kochen. Sowohl Beilagen wie Kartoffeln und Reis sowie Gemüse, Fisch und manche Fleischsorten gart man mit dem Dampfgarer völlig ohne Zugabe von Fett.

Der Bratbeutel bietet eine einfache Zubereitungsart für fettarme und aromaintensive Fleisch- und Fischgerichte aus dem Ofen. Dazu das gewürzte Bratgut mit Gemüse und Kräutern oder mit 1 EL Flüssigkeit in den Bratbeutel gegeben und dann fest verschlossen und im vorgeheizten Ofen bei 180-200 Grad braten.

Braten im Backrohr

Wird Fleisch im Backrohr gebraten (also ein klassischer Braten oder ein Brathuhn) muß dieser nicht im Fett schwimmen. Das Fleisch gibt so und so von selbst beim Braten Fett und Saft ab. Besser ist es das Fleisch in einem Bett aus Wurzelgemüse und wenig Wasser zu braten, statt den Braten mit Fett oder Öl aufzugiessen. Durch das Wurzelgemüse bekommt der Bratensaft noch den letzten Pfiff im Geschmack.

Selbstgemachte Gemüsebrühe

Wenn es nicht unbedingt sein muß, dann würzen Sie Ihre Speisen mit selbst gemachter Gemüsebrühe, statt mit besonders fetthaltigen Suppenwürfel. Wenn Sie ausnahmsweise einen Suppenwürfel verwenden, dann nur rein biologische. Packerlsuppe gehört definitiv nicht in einen gesunden Haushalt. Packerlsuppe ist fett, voll mit Würzmitteln und damit nicht gesund.

Vermeiden Sie Fertigsaucen

Fertige Saucen oder Basis für Saucen sind einfach zu fett. Für fettarmes gesundes Kochen sollte man nicht auf diese kleinen Helferlein zurückgreifen.

Salat mit hochwertigem Öl

Salat ist eine überaus gesunde Beilage. Natürlich nur dann, wenn diese nicht mit fettem und zuckerhaltigem Dressing aus dem Packerl verunstaltet wird. Salat sollten Sie möglichst pur mit hochwertigem, kaltgepresstem pflanzlichen Öl und gutem Essig geniessen.

Bratöl statt Butter

Wenn einmal etwas scharf anzubraten ist, dann ersetzen Sie jedenfalls die fette Butter durch ein hochwertiges Bratöl aus dem Bioladen.

Fettarme Aufläufe

Viele Aufläufe werden dick und deftig mit fettem, gehaltvollem Käse gratiniert. Liebhaber von Aufläufen schätzen gerade diese fette Käsekruste. Doch wer Fett sparen will, kann damit nicht leben.

Weitere Tipps

  • Wählen Sie mageres Fleisch und entfernen Sie sichtbares Fett vor der Zubereitung.
  • Verwenden Sie fettarme Milchprodukte anstelle von Vollfettprodukten.
  • Erhöhen Sie den Anteil an Gemüse und Hülsenfrüchten in Ihren Gerichten.
  • Achten Sie auf die Portionsgrößen, um die Kalorienaufnahme zu kontrollieren.

Beispielrezept: Bratkartoffel Wedges

Bratkartoffel Wedges sind eine köstliche Beilage oder ein Snack, der mit seinem knusprigen Äusseren und seinem zarten Inneren viele Gaumen erfreut. Die Zubereitung von Bratkartoffel Wedges ist denkbar einfach.

Zuerst werden die Kartoffeln gewaschen und in gleichmässige Spalten geschnitten. Dann werden sie grosszügig mit Öl, Salz, Pfeffer und deinen Lieblingsgewürzen gewürzt. Die gewürzten Kartoffelspalten werden auf einem Backblech ausgelegt und im Ofen gebacken, bis sie goldbraun und knusprig sind. Im Steamer geht es noch einfacher: Wähle dazu einfach Heissluft und Beschwaden bei 230° C. Je nach gewünschter Bräunung sind deine Wedges nach 20-30 Minuten genussfertig.

Der Reiz von Bratkartoffel Wedges liegt in ihrer Vielseitigkeit. Sie können nach Belieben mit Dips wie Sour Cream, Ketchup oder Guacamole serviert werden. Diese köstlichen Kartoffelspalten sind nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch eine grossartige Beilage zu verschiedenen Gerichten wie Burger, Steaks oder Hühnchen.

Bratkartoffel Wedges sind eine einfache, aber köstliche Art, Kartoffeln zuzubereiten, die sowohl Kindern als auch Erwachsenen schmeckt. Sie sind eine perfekte Beilage, die jedem Gericht eine extra Portion Genuss verleiht.

Zutaten:

  • 1 kg Kartoffeln
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Gewürze nach Wahl

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 230 °C Heissluft vorheizen.
  2. Die Kartoffel waschen und in 1.5 cm dicke Spalten schneiden.
  3. Die Spalten auf dem Kuchenblech verteilen.

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Nährwerte von Kartoffeln

Kartoffeln sind nicht nur vielseitig, sondern auch nahrhaft. Sie enthalten hochwertiges Eiweiss, Stärke, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Kartoffeln haben ein grosses Volumen, was den Magen füllt und satt macht.

Nährwerte pro 100g Kartoffeln (ungekocht):

Nährstoff Menge
Kalorien 77 kcal
Fett 0.1 g
Kohlenhydrate 17 g
Eiweiss 2 g

Hinweis: Grüne Stellen, Keime und Augen restlos entfernen. Sie enthalten Solanin, das für den Menschen giftig sein kann.

Mit diesen Tipps und Tricks können Sie Bratkartoffeln und andere Gerichte fettarm zubereiten, ohne auf den Geschmack zu verzichten. So können Sie Ihre Gesundheit fördern und trotzdem genießen!

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