Laura Schälchlis überraschendes Randen-Rezept: Eine Hommage an saisonale und nachhaltige Zutaten

Laura Schälchli ist eine in Zürich lebende Slow-Food-Gastronomin. Mit ihrem Projekt Sobre Mesa möchte sie Begegnungen rund um die Esskultur fördern. Bei ihren Kursen, Degustationen und Workshops geht es einerseits um die Produzenten hinter den Lebensmitteln, aber auch um politische Fragen und natürlich um Genuss. Fürs Greenpeace-Magazin hat Laura Schälchli ein simples und doch überraschendes Rezept kreiert.

Schlussendlich habe ich mich für ein einfaches Rezept entschieden, dessen Grundrezept vielen bekannt ist, dessen Zutaten aber überraschen und inspirieren sollen. Und wichtig war, dass es etwas Vegetarisches ist.

Randen wird oft verkannt; viele unterschätzen dieses wunderbare rote Gemüse. Ja, es ist eher eine ungewöhnliche Zutat. Kakaonibs sind die Essenz von Schokolade - wie das Blut beim Fleisch. Alle lieben Schokolade, aber kennen nur dieses eine Produkt aus der Kakaobohne als Dessert. Die Kakaobohne ist sehr nahrhaft und gesund. Die Nibs schmecken zum Beispiel im Müesli wunderbar, in Sablés, also in Guetzli, eingearbeitet, eignen sie sich ebenfalls bestens.

Im Rezept verwendest du auch Geissenfrischkäse. Ich möchte mit meinen Rezepten nicht die Moralkeule schwingen. In diesem Fall kommt auch der Geissenfrischkäse von einem Bauern in der Schweiz. Ich habe mir schon auch Gedanken gemacht zur Problematik von Milchproduktion, als ich das Rezept entwickelt habe. Aber auch hinter diesem Produkt kann ich stehen. Wichtig ist, wie mit den Tieren gearbeitet wird und zum Beispiel auch von welcher Rasse das Tier ist.

Ich kann auch allen, die Mühe haben mit Milchprodukten oder den Kakaonibs, eine Alternative anbieten. Jeder und jede kann direkt auf mich zukommen und mir schreiben. Ich gebe gerne Auskunft und bin gerne in Kontakt mit den Menschen.

Viele Leute wissen noch nicht viel über das ganze Lebensmittel-System. Das ist ein enormer Ansporn für mich. Die ewige Diskussion über die Kosten, das hält mich auf Trab, und ich möchte darüber informieren, wieso etwas soviel kostet, welchen Wert es hat. Ich gebe ihnen den Tipp, darauf zu achten, was gerade Saison ist. Denn das sind meistens die günstigsten Produkte. Das schränkt die Auswahl ein; ich sehe darin aber etwas Positives. Ich selber habe extrem Freude an dieser Herausforderung.

Allgemein lohnt es sich, viel mit Hülsenfrüchten zu kochen, die sind auch für geringere Budgets erschwinglich. Schliesslich empfehle ich, Gemüse oder Fleisch direkt bei einem Bauern zu kaufen.

Ich spiele etwas mit dem Klassiker - und lasse bewusst das Olivenöl und den Parmesan weg. Mit Rüstabfällen oder übrigem Gemüse lässt sich einfach eine Brühe machen, oder ich verwende stattdessen einfaches Salzwasser.

Das Rezept: Randen-Risotto mit Geissenfrischkäse und Kakaonibs

Zutaten:

  • Randen
  • Kakaonibs
  • Geissenfrischkäse
  • Butter
  • Zwiebeln
  • Reis
  • Weisswein
  • Bouillon (oder Salzwasser)
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Randen kochen: entweder ganz dämpfen, dann schälen; oder geschälte Stücke im Ofen bei 180 Grad Celsius gar rösten. Dann von Hand fein hacken oder im Mixer pürieren.
  2. In einem Topf zwei Löffel Butter bei niedriger Hitze schmelzen und die Zwiebeln sanft circa 10 Minuten darin andünsten, ohne dass die Zwiebeln dunkel werden.
  3. Reis dazugeben und die Hitze etwas erhöhen. Die Reiskörner ein paar Minuten rösten, dann mit dem Weisswein ablöschen.
  4. Die Hitze etwas reduzieren und kellenweise die Bouillon hinzuzufügen. Nach jeder Zugabe den Reis rühren, bis die Flüssigkeit absorbiert ist. Dabei darauf achten, dass der Topf genügend heiss ist - es sollte blubbern.
  5. Circa 15 Minuten kochen und nur so viel Flüssigkeit beigeben, dass der Risotto zwar sämig, aber trotzdem noch körnig ist.
  6. Randen beigeben und gut rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Dann den Topf vom Herd nehmen und die restliche Butter und die Hälfte des Geissenfrischkäses beigeben, rühren, zudecken und ein paar Minuten stehen lassen.
  8. Den restlichen Geissenfrischkäse auf einem Teller in den Kakaonibs wenden.

Guten Appetit!

Unsere Schokolade wird bei ausgewählten Bauern in Brasilien, Ecuador und Venezuela eingekauft. Die Bauern werden fair entlöhnt, und der Produktionsprozess wird hier in der Schweiz umgesetzt. Ich kenne alle die Produzenten persönlich.

Rote-Bete-Risotto mit Ziegenkäse aus Frankreich und Edamame | REZEPT | eat.de

Es ist sehr schwierig, eine grosse Zielgruppe zu erreichen. Mit meiner Schokoladen-Manufaktur erreiche ich viele Menschen. Das ist schon mal ein Anfang.

Du findest in meinen Texten selten das Wort Nachhaltigkeit. Ich überrasche die Leute lieber mit meinen Themen und möchte weniger auf der moralischen Ebene ansetzen. Ich wünsche mir, dass die Leute die Zusammenhänge verstehen, dass sie sehen, was sich hinter dem ganzen Nahrungsmittel-System verbirgt. Wichtig ist mir, dass die Menschen genau hinschauen, wenn sie etwas einkaufen. Denn unser Boden ist die Essenz für die Nahrung und das Klima ist allgegenwärtig.

Zero Waste ist ja gerade in aller Munde. Ja, ich versuche zu vermitteln. Das heisst, wenn eine Familie oder sonst jemand ganz ohne Verpackungen leben will, unterstütze ich das. Ich finde, man sollte das unbedingt ausprobieren. Es braucht am Anfang zwar viel Durchhaltewillen, weil es Strukturänderungen im Alltag fordert. Aber mit der Zeit lohnt es sich auch finanziell und man kann sogar sparen dabei. Vor allem, wenn man grösseren Mengen und regional einkauft. Viele Sachen wie Waschmittel etc. kann man auch selber machen. Das kann für alle ein tolles Versuchslabor sein.

Ich finde es extrem wichtig, dass in der Schule das Thema Lebensmittel und das System dahinter vermittelt wird. Slow Food versucht sich zum Beispiel im Bildungswesen zu engagieren. Die Organisation hat ein «Slow-Mobil» entwickelt, das jede Schule bestellen kann. Dort lernt man viel über die Herstellung von verschiedenen Lebensmitteln wie zum Beispiel Mehl. Und das dann von A bis Z, vom Korn bis hin zur Pasta. Das ist doch schon mal ein Anfang für unsere jüngere Generation.

Tina Herzog - eine Erfolgsgeschichte!

Backst Du gerne? Kannst Du Dir das Gefühl vorstellen, süße Kreationen für Prominente zu zaubern, z. B. für Katy Perry, Ed Sheeran, Dirk Nowitzki, Udo Jürgens, James Blunt, Denzel Washington, Hugh Jackman, Kaya Yanar, Udo Lindenberg usw.? Das wäre wirklich aufregend - oder?

Wer das immer wieder mit Bravour gemeistert hat, ist Tina Herzog: Eine junge Frau, die unzählige Preise, auch international, mit ihren Tortenkreationen gewonnen hat!

Im TV konnten wir miterleben, wie sie bei "Master of Sweets" mit einer Kollegin souverän den 1. Platz ansteuerte. Den Beruf der Konditorin - Fach Patisserie - erlernte sie im "Hotel Hilton Dresden". Weitere Stationen: "Nassauer Hof Wiesbaden", "Adlon Kempinski Berlin", Atlantic Hamburg".

Es wäre vermutlich für die "Meisterin im Handwerk der Konditoren" noch endlos so weitergegangen, wären da nicht ein Konzert und ein bärtiger Fahrradhändler aus Haselünne gewesen ... Dort lebt sie nun verliebt und glücklich und lässt uns in den Genuss einzigartiger süßer und herzhafter Kreationen mit besten Zutaten kommen, auch vegan - und weit mehr als nur Torten!

tags: #alter #herzog #spaghetti