Süßkartoffeln: Gründe für den Verzehr des nährstoffreichen Gemüses

Die Süßkartoffel ist ein faszinierendes Wurzelgemüse, das nicht nur durch seinen süssen Geschmack besticht, sondern auch durch seine vielseitigen Nährstoffe. Sie gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae) und wird weltweit geschätzt. In der Schweiz erfreut sich die Süsskartoffel zunehmender Beliebtheit, sowohl in der Küche als auch in der Gesundheitsbranche.

Heute möchte ich Ihnen ein Rezept für einfache, leckere Süßkartoffel-Pommes vorstellen, die uns so gut schmecken, dass sie aus unserer Ernährung nicht mehr weg zu denken sind. Sie werden auch sehr häufig in der Paleo-Ernährung verwendet, über die ich in der Vergangenheit schon berichtet habe. Seit unserem Trip nach New York (USA) sind wir die totalen Fans von Süßkartoffeln und schier süchtig danach.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die gesundheitlichen Vorteile der Süßkartoffel, ihre Geschichte, Nährwerte und Verwendungsmöglichkeiten.

Süßkartoffel Pommes Rezept 🍟 So werden sie knusprig!

Die Geschichte der Süßkartoffel

Die Süsskartoffel hat eine faszinierende und weit zurückreichende Geschichte, die bis in die alten Kulturen der Anden und Mittelamerikas vor Tausenden von Jahren reicht. Es wird angenommen, dass sie bereits um 8000 v. Chr. von den Ureinwohnern dieser Regionen domestiziert wurde. Die erste dokumentierte Verwendung der Süsskartoffel stammt aus archäologischen Funden, die auf etwa 5000 v. Chr. datiert sind.

Während der präkolumbianischen Ära waren die Süsskartoffeln ein wichtiges Nahrungsmittel für die indigenen Völker der Region. Sie wurden nicht nur als Nahrungsquelle geschätzt, sondern auch für ihre vielfältigen Verwendungszwecke, darunter medizinische Anwendungen und rituelle Zwecke.

Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 brachte die Süsskartoffel erstmals nach Europa. Später, im 16. Jahrhundert, begann die Verbreitung der Süsskartoffel über die Weltmeere dank des transatlantischen Handels. Insbesondere die portugiesischen Seefahrer spielten eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Süsskartoffel nach Asien, Afrika und in andere Teile der Welt.

Im Laufe der Zeit wurde die Süsskartoffel zu einem wichtigen Bestandteil der globalen Ernährung. Ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimazonen und Bodentypen trug dazu bei, dass sie sich schnell in vielen Regionen der Welt verbreitete. Heute ist die Süsskartoffel in vielen Ländern ein fester Bestandteil der lokalen Küchen und wird aufgrund ihres köstlichen Geschmacks und ihrer ernährungsphysiologischen Vorteile geschätzt.

Diese faszinierende Geschichte zeigt, wie die Süsskartoffel im Laufe der Jahrtausende von einer lokalen Pflanze zu einem globalen Nahrungsmittel wurde, das die Menschheit bis heute ernährt.

Die wissenschaftliche Perspektive

Die Süsskartoffel ist nicht nur lecker, sondern auch ein wahres Wunder der Natur. Ihre Nährstoffzusammensetzung ist bemerkenswert vielfältig und bietet eine Fülle essenzieller Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die für die Gesundheit des Körpers von entscheidender Bedeutung sind.

Beginnen wir mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin A, das in Form von Beta-Carotin in der Süsskartoffel vorkommt. Beta-Carotin ist ein kraftvolles Antioxidans, das nicht nur die Augengesundheit unterstützt, sondern auch die Haut vor Schäden durch freie Radikale schützt und das Immunsystem stärkt.

Des Weiteren ist die Süsskartoffel eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin C, ein weiteres starkes Antioxidans, das die Abwehrkräfte stärkt, die Kollagenproduktion fördert und die Wundheilung beschleunigt. Durch den regelmäßigen Verzehr von Süsskartoffeln können wir unser Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen.

Ein weiterer wichtiger Nährstoff in der Süsskartoffel ist Vitamin E, ein fettlösliches Vitamin, das als starkes Antioxidans bekannt ist. Vitamin E trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei und spielt eine Rolle bei der Aufrechterhaltung einer gesunden Haut, Haare und Nägel.

Kalium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der in der Süsskartoffel in signifikanten Mengen vorhanden ist. Kalium ist essenziell für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts im Körper, die Regulation des Blutdrucks und die Funktion von Nerven und Muskeln.

Zu guter Letzt ist die Süsskartoffel auch eine ausgezeichnete Quelle für Mangan, ein Spurenelement, das eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielt und zur Bildung von Bindegewebe und Knochen beiträgt.

Insgesamt liefert die Süsskartoffel eine beeindruckende Palette an Nährstoffen, die dazu beitragen, den Körper gesund und funktionsfähig zu halten. Durch die Integration von Süsskartoffeln in unsere Ernährung können wir von ihren zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen profitieren und einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung unserer Gesundheit leisten.

Nährwerttabelle der Süßkartoffel (pro 100g)

NährstoffMenge
Kalorien86 kcal
Kohlenhydrate20.1 g
Zucker4.2 g
Ballaststoffe3 g
Fett0.1 g
Protein1.6 g
Vitamin A14187 IU
Vitamin C2.4 mg
Vitamin E0.26 mg
Kalium337 mg
Mangan0.258 mg

Die Ernährungsphysiologischen Vorteile

Die Süsskartoffel ist nicht nur eine schmackhafte Beilage, sondern auch ein ernährungsphysiologisches Kraftpaket. Sie enthält komplexe Kohlenhydrate, die eine langanhaltende Energiequelle für den Körper darstellen, sowie Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und das Sättigungsgefühl erhöhen. Darüber hinaus hat die Süsskartoffel einen niedrigen glykämischen Index, was bedeutet, dass sie den Blutzuckerspiegel stabil hält und Heisshungerattacken vorbeugt.

Die Rolle bei der Körpertransformation

Für alle, die ihren Körper transformieren möchten, ist die Süsskartoffel ein absolutes Must-have. Ihr hoher Nährstoffgehalt und ihr geringer Kaloriengehalt machen sie zu einer idealen Wahl für eine ausgewogene Ernährung, die den Muskelaufbau unterstützt und die Fettverbrennung fördert. Ob als gesunde Beilage zu einer Mahlzeit oder als Hauptbestandteil eines köstlichen Gerichts - die Süsskartoffel ist vielseitig einsetzbar und bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Speiseplan zu bereichern.

Weitere gesundheitliche Aspekte

Die Süsskartoffel gilt als Wundermittel - zu Recht? Die Süsskartoffel hält, was sie verspricht: Sie ist reich an Nährstoffen, die den Stoffwechsel ankurbeln, den Blutzucker stabil halten und sogar das Krebsrisiko senken können.

  • Kaliumquelle: Die Süsskartoffel ist eine gute Kaliumquelle. Eine mittelgrosse Süsskartoffel enthält etwa 350 Milligramm Kalium - über viermal so viel wie eine Flasche Powerade. Kalium kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken, da es den Körper dazu anregt, Natrium auszuscheiden.
  • Blutzuckerspiegel: Da Süsskartoffeln aber viel Ballaststoffe enthalten, die den Abbau von Zucker im Körper verlangsamen, steigt der Blutzuckerspiegel weniger rasant an, als es nach dem Trinken von Süssgetränken der Fall ist.
  • Augengesundheit: Das Antioxidans Beta-Carotin ist verantwortlich für die orange Farbe des Gemüses und kommt in grossen Mengen darin vor. Der Körper wandelt Beta-Carotin zu Vitamin A um, was zur Bildung von lichtempfindlichen Rezeptoren in den Augen verwendet wird. Violette Süsskartoffeln enthalten die Farbstoffe Anthocyane: Studien deuten darauf hin, dass diese gesund für die Augen und das Gehirn sind.
  • Krebsrisiko: Vitamin C und Vitamin A können freie Radikale - instabile Sauerstoffmoleküle, die Zellen und DNA beschädigen und das Krebsrisiko erhöhen können - neutralisieren.
  • Hirnfunktion: Die Hirnfunktion wird durch den Konsum von violetten Süsskartoffeln verbessert - zumindest bei Ratten. Es wird aber allgemein davon ausgegangen, dass Antioxidantien, wie sie in Süsskartoffeln vorkommen, das Risiko für Demenz senken.

Süsskartoffel vs. Kartoffel: Was ist gesünder?

Die Süsskartoffel ist zu einem echten Trend geworden und hat sich einen Supferfood-Status erarbeitet. Die gewöhnliche Kartoffel hingegen wird wegen ihres hohen glykämischen Indexes und möglicher schädlicher Antinährstoffe in Verruf gebracht. Obwohl beide Gewächse unter den Begriff «Kartoffel» fallen, unterscheiden sie sich doch in ihrer Zusammensetzung und ihren botanischen Eigenschaften.

Während normale Kartoffeln zur Familie der Nachtschattengewächse gehören, stammen Süsskartoffeln von blühenden Prunkwinden ab.

  • Antinährstoffe: Kartoffeln aller Art sind giftig, wenn sie roh gegessen werden. Es ist wichtig, dass sie vor dem Essen gekocht oder gebacken werden. Wie bei Kartoffeln werden auch bei Süsskartoffeln durch das Kochen viele Antinährstoffe teilweise oder ganz zerstört.
  • Stärke und Zucker: Die Süsskartoffel hat ihren Namen nicht grundlos: Sie enthält fast viermal so viel Zucker wie die normale Kartoffel. Die gewöhnliche Kartoffel hat einen höheren Gehalt an resistenter Stärke, die langsamer verdaut wird und länger satt hält.
  • Glykämischer Index: Der Glykämische Index (GI) beschreibt, wie schnell ein Lebensmittel in Glukose umgewandelt wird. Wer Kartoffeln in normalem Masse konsumiert, hat hier nichts zu befürchten.
  • Vitamine: In Bezug auf ihren Vitamin- und Mineralstoffgehalt verhalten sich Süsskartoffeln und Kartoffeln ungefähr gleich. Aber wenn es um Vitamin A geht, ist die Süsskartoffel der wahre Superstar.

Im Fazit lässt sich sagen, dass sowohl die gewöhnliche, als auch die süsse Kartoffel gesunde Nahrungsmittel mit vielen Vorteilen sind. Sie sättigen und sind vielseitig einsetzbar.

Süsskartoffel-Pommes selber machen

Hier ist ein einfaches Rezept, um leckere und knusprige Süsskartoffel-Pommes zuzubereiten:

Zutaten:

  • 3 grosse Süsskartoffeln
  • Kokosöl
  • Salz
  • Korianderpulver
  • Johannisbrotkernmehl
  • Frischer Knoblauch

Zubereitung im Backofen:

  1. Backofen auf 210° C vorheizen.
  2. Das Kokosöl in einem Topf leicht erwärmen, sofern es noch eine feste Konsistenz hat. Dann mit dem Salz, Korianderpulver, Johannisbrotkernmehl und dem frischen Knoblauch mischen.
  3. Geben Sie nun die Süßkartoffel-Pommes dazu und vermischen alles gut mit einander, so dass sich überall die Marinade verteilt.
  4. Geben Sie nun die Süßkartoffel-Pommes auf ein Blech mit Backpapier und lassen Sie alles bei 210° C ca. 25 Minuten backen.
  5. Wichtig: Achten Sie bitte darauf, dass die Süßkartoffelstäbchen auf dem Blech nicht übereinander liegen, sondern nebeneinander.

Zubereitung in der Fritteuse:

  1. Geben Sie das Öl in einen Topf und erhitzen es auf max. 190° C.
  2. In dieser Zeit Süßkartoffeln waschen, in Scheiben schneiden und anschließend in Streifen (Pommes Schnitt). Hier ist es wichtig, die Streifen nicht zu dick zu schneiden, lieber etwas dünner.
  3. Jetzt die Süßkartoffeln mit dem Johannisbrotkernmehl und Salz gut vermischen, so dass die Pommesstäbchen rundum davon benetzt sind.
  4. Geben Sie diese nun in das heiße Öl und backen sie so lange, bis sie schön braun und knusprig sind.

Kombinationsmöglichkeiten

Der absolute Klassiker ist Kräuter-Creme-fraîche, eine Kombination, in der süß und salzig zu einer wunderbaren Geschmackskomposition verschmelzen. Ihre Geschmacksrezeptoren werden davon verzaubert. Aber auch eine Guacamole hat ihren Reiz durch die Schärfe, die sehr gut zu Süßkartoffel-Pommes passt. Wer es jedoch pure nature mag, der kann diese leckeren Pommes auch so essen.

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