Schwarzer Rettich Salat: Rezept und gesundheitliche Vorteile

Auf Schweizer Tellern herrscht oft Langeweile, doch Monotonie schadet unserer Gesundheit und gefährdet die Artenvielfalt. Der Schwarze Winter-Rettich überrascht mit seinem schneeweissen Inneren und ist ein echter Gewinn für eine vielfältige und gesunde Ernährung.

Was ist Schwarzer Rettich?

Der Rettich wird oftmals auch als Radi bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Wurzelgemüse, welches sich aus der Rettichpflanze, aus der Wurzel und einem Teil des Hauptsprosses bildet. Die Pflanze zählt zur Familie der Kreuzblütlergewächse. Die Rüben des Rettichs können unterschiedlicher Form und Farbe sein. Allerdings können die Rüben auch ovaler, runder oder zylindrischer Form, bei schwarzer, violetter, roter oder rosa Farbe sein. Das Innere des Rettichs ist bei europäischen Sorten stets weiss. Auch gibt es bei asiatischen Varianten Rettiche mit einem rosafarbenen Fleisch. Der Rettich erreicht dabei oftmals eine Länge von bis zu 30 Zentimetern.

Geschichte und Anbau

Der Rettich zählt zu den ältesten Kulturpflanzen. Ursprünglich war er in den Ländern Vorderasiens heimisch. Auch im alten Ägypten wurde der Rettich als wertvolle Gemüse- und Heilpflanze häufig verzehrt. In Europa wird der Rettich als Gemüse, aber auch als wertvolle Heilpflanze seit dem 13. Jahrhundert geschätzt. In der heutigen Zeit wird der Rettich in vielen Ländern der Welt angebaut. Zu den Hauptanbauländern zählen Japan, China, Korea und Ostasien. Rettich kann in der Zeit von etwa April bis Januar frisch gekauft werden.

Die gesundheitlichen Vorteile von Schwarzem Rettich

Der würzig-scharfe Geschmack des Rettichs wird durch Senföle erzeugt. Eines davon, das Raphanin oder Sulforaphen, hat stark antibakterielle Wirkung. Zudem sind der hohe Gehalt an Vitamin C und vielen Mineralstoffen bedeutungsvoll für unsere Gesundheit in den Wintermonaten. Durch die enthaltenen Bitterstoffe und die Senfölglykoside wirkt das Gemüse antibiotisch und schleimlösend. Zudem regen die Inhaltsstoffe die Verdauung und den Stoffwechsel an. Die Senföle geben dem Gemüse den aromatisch-scharfen Geschmack.

Rettich ist reich an gesundem Vitamin C und bringt Verdauung und Stoffwechsel in Schwung. Das Wurzelgemüse wird etwa bei Erkältungen empfohlen. Der schwarze Rettich enthält zudem ätherisches Öl, Glukoraphan, Senfölglykosid, Mineralsalze und Rhodanwasserstoffe. Rettich regt die Verdauungssäfte an und wirkt ausscheidend. Seine Schärfe sollte man nicht mit Salz herausziehen, weil dadurch die guten Mineralstoffe verloren gehen. Wenn er zu scharf ist, reibe man ihn mit der Raffel und vermische ihn mit Rahm. Ferner wird Rettich bei Katarrhen und Husten als lösendes Mittel verwendet.

Kaum Kalorien, kein Fett und viel Vitamin C: Rettich fördert die Verdauung, das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an. Am besten kann er seine Wirkung entfalten, wenn er roh gegessen wird.

Schwarzer Rettich Salat mit Apfel

Rezept für Schwarzen Rettich Salat mit Apfel

Dieses Rezept kombiniert die Schärfe des Rettichs mit der Süsse des Apfels zu einem köstlichen und gesunden Salat.

Zutaten:

  • 1 mittelgrosser, runder Schwarzer Winterrettich
  • 2 rote Äpfel, ungeschält
  • 1 Handvoll Portulak oder Nüsslisalat
  • Baumnusskerne zum Garnieren (optional)

Salatsauce:

  • 5 EL M-Dessert oder Saurer Halbrahm
  • 1 - 2 EL Zitronensaft
  • 1 KL Senf
  • Salz, Pfeffer, Streuwürze

Anleitung:

  1. Rettich schälen, abspülen, vierteln und in sehr feine Scheiben hobeln.
  2. Äpfel waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln.
  3. Beides sofort mit der Salatsauce mischen.
  4. Salatsauce glatt rühren und über den Salat geben.
  5. Nach dem Anrichten mit Portulak oder Nüsslisalat bestreuen.
  6. Optional mit Baumnusskernen garnieren.

Rezept für lauwarmen Rettich-Salat mit Wildreis

Aber auch gekocht, wie hier als lauwarmer Salat, schmeckt er einfach herrlich!

Rettichsalat | lecker | einfach | preiswert und vegan

Zutaten:

  • 300 g Wildreis
  • 1 weisser Rettich (je nach Grösse, sonst die Hälfte davon) oder 2 schwarze Rettiche
  • 1 Zwiebel
  • 1 Handvoll Rosinen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zimt
  • Etwas Chili
  • Pfeffer
  • 1 EL Honig
  • 1 bis 2 DL Bouillon
  • 2 EL weisser Aceto Balsamico
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • Etwas Salz und Pfeffer

Anleitung:

  1. Wildreis gemäss Packungsbeilage zubereiten.
  2. Rettich waschen, schälen, vierteln und in Würfel schneiden. Mit etwas Öl in einer Bratpfanne bei hoher Hitze rösten, bis die Würfel gut Farbe angenommen haben.
  3. Zwiebel vierteln und in Scheiben schneiden. Mit dem Rettich mitdünsten.
  4. Rosinen dazugeben und alles gut dünsten.
  5. Knoblauchzehe schälen, in feine Scheiben schneiden und ebenfalls dazugeben. Mit Salz, Zimt, Chili und Pfeffer würzen. Es soll ruhig etwas pikant sein.
  6. Danach Honig dazugeben und alles gut vermischen. Mit Bouillon ablöschen und noch etwas köcheln lassen, bis sich alles gut vermischt hat. Danach den Herd abschalten.
  7. Aceto Balsamico, Olivenöl, Senf, Salz und Pfeffer in einem Schäleli mischen, über den warmen Rettich geben und ziehen lassen.

Eingelegter Rettich

Der Rettich kann auch eingelegt werden, um ihn länger haltbar zu machen und seinen Geschmack zu variieren.

Zutaten für 2 Einmachgläser à 3 DL:

  • 225 ML Weissweinessig
  • 225 ML Wasser
  • 190g Zucker
  • Prise Salz
  • 1/4 TL schwarze Pfefferkörner
  • 2 schwarze Winterrettiche oder 1 weisser Sommerrettich
  • 6 Zweige Thymian oder Zitronenthymian

Anleitung:

  1. Essig, Wasser, Zucker, Salz und Pfefferkörner aufkochen und leicht köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  2. Rettich schälen und mit einem Hobel oder einer Mandoline in ganz feine Scheiben schneiden.
  3. Einmachgläser zusammen mit den Deckel in kochendem Wasser einige Minuten auskochen. Den Rettich in die noch heissen Gläser schichten.
  4. Thymian oder Zitronenthymian zupfen und zwischen die Rettichschichten legen.
  5. Gläser mit dem Essig-Zuckerwasser auffüllen.
  6. Die Gläser verschliessen und 15 Minuten ins kochende Wasser stellen um sie luftdicht zu verschliessen.

Passt super zu geräucherter Forelle mit Saurrahm oder auch zu asiatischen Curry-Gerichten. Bleibt bis zu 6 Monaten im Kühlschrank haltbar.

Rettich in der Ernährung

Besonders beliebt ist er in Asien, wo pro Jahr bis zu 30 Kilo pro Kopf gegessen werden. Hierzulande ist der Verzehr vergleichsweise bescheiden. So werden im Durchschnitt gerade mal 250g pro Jahr verzehrt - und dies obwohl, das Wurzelgemüse richtig gesund ist.

Land Jährlicher Pro-Kopf-Verbrauch
Asien (Durchschnitt) Bis zu 30 kg
Schweiz Ca. 250 g

Tipps zur Aufbewahrung und Zubereitung

Rettich kann frisch gekauft am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Der scharfe Geschmack des Rettichs wird durch Erwärmen oder auch durch das Bestreuen mit Salz etwas milder. Viele Rettichsorten müssen vor dem Verzehr nicht geschält werden.

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