Hefe gegen Haarausfall: Was Studien wirklich zeigen

Saisonaler Haarausfall, Müdigkeit und ein geschwächtes Immunsystem sind Symptome, die oft mit jahreszeitlichen Veränderungen einhergehen. Saisonaler Haarausfall ist ein natürlicher biologischer Prozess, das sogenannte saisonale Effluvium, das den Verlust von Hunderten von Haaren pro Tag zur Folge hat.

Es gibt verschiedene Arten von Effluvium. Während der saisonalen Veränderungen erscheint das saisonale Effluvium, eine Variante des telogenen Effluviums, und sollte nicht mit chronischem Effluvium oder anagenem Effluvium verwechselt werden.

Viele Menschen suchen nach Mitteln gegen Haarausfall. Die Regulierung der normalen physiologischen Bedingungen der Kopfhaut, um Reizungen, Schuppenbildung, Juckreiz und überschüssigen Talg zu reduzieren, ist dabei ein wichtiger Ansatz.

Wirkstoffe gegen Haarausfall

Es gibt einige Wirkstoffe, die wissenschaftlich erwiesen das Nachwachsen der Haare stimulieren, indem sie direkt auf die Haarzwiebel einwirken:

  1. Kupferpeptide: Die von Loren Pickart patentierten Kupferpeptide gehören zu den wirksamsten Substanzen für eine direkte stimulierende Wirkung auf die Haarfollikel. Insbesondere stimulieren sie seine Wachstumsgeschwindigkeit und erhöhen seine Größe, wodurch die Bildung neuer Kapillaren begünstigt wird. Tatsächlich sind Kupferpeptide in der Lage, eine allgemeine Wirkung der Zellerneuerung auszuüben, indem sie den Hautalterungsprozess und die Miniaturisierung der Follikel verlangsamen.
  2. Azelainsäure: Azelainsäure ist eine Säure, die von einer Hefe stammt, die normalerweise auf der Haut vorhanden ist. Dank seiner starken antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften wird es zur Normalisierung der Talgproduktion und der Regeneration von Hautzellen verwendet. Auf der Ebene der Haarfollikel übt Azelainsäure eine hemmende Wirkung auf das Enzym 5-Alpha-Reduktase aus, das Enzym, das Testosteron in DHT umwandelt. Letzteres gilt als verantwortlich für die für androgenetische Kahlheit typische Miniaturisierung des Haarfollikels.
  3. Triaminodil: Triaminodil ist ein Molekül, das Minoxidil strukturell sehr ähnlich ist, einem der bekanntesten Medikamente, die sowohl oral als auch topisch zur Behandlung von androgenetischer Kahlheit verwendet werden. Dieser Wirkstoff ist eines der besten Mittel gegen hormonellen und saisonalen Haarausfall.
  4. Koffein: Wenn es mit speziellen Lotionen oder Reinigungsmitteln auf die Kopfhaut aufgetragen wird, dringt Koffein in die Haarfollikel ein und aktiviert ihren Stoffwechsel dank der Stimulierung der zellulären Mikrozirkulation.

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Wirkstoffe für einen Zeitraum von mindestens drei Monaten topisch angewendet werden müssen, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Hefe als Haar-Beauty-Booster

Unsere Ernährung hat nicht nur einen grossen Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern auch auf unsere Schönheit. Wenn es um unsere Haare geht, sollten wir darauf achten, dass wir vor allem genügend Biotin, verschiedene B-Vitamine wie Vitamin B6 und Folsäure, Vitamin E, Selen und Zink zu uns nehmen. Denn sie stärken unser Haar und unsere Kopfhaut von innen heraus und kräftigen die Wurzeln. Eine einseitige oder gar ungesunde Ernährung hingegen kann unser Haar schnell spröde und kraftlos wirken lassen.

Die sogenannte Back- und Bierhefe enthalten beide eine Menge Vitamin-B und verfügen über einen hohen Eiweissgehalt, was unseren Haaren zugute kommt.

Wie man Hefe zu sich nimmt:

  1. Nahrungsergänzungsmittel: Die Vitamine und Proteine der Hefe könnt ihr prima als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver, Flocken oder Tabletten in euren Alltag einbauen. Diese könnt ihr in euer Müsli, Porridge, Smoothie oder über euren Salat geben.
  2. Hefe-Kur: Dazu verrührt ihr einen halben Würfel Bio-Hefe, ein Päckchen Hefe-Pulver oder eine Handvoll Hefe-Flocken in etwa 100 Milliliter lauwarmem Wasser und massiert die Masse in euer Haar und eure Kopfhaut ein. Anstelle von Wasser könnt ihr auch Milch verwenden, was die Kur noch reichhaltiger macht.

Juckende Kopfhaut und Haarausfall

Wenn die Kopfhaut juckt und gleichzeitig Haarausfall auftritt, kann dies auf eine Störung oder Erkrankung der Kopfhaut hindeuten. Im Prinzip ist es eher selten, dass juckende Kopfhaut mit Haarausfall einhergeht. Meist ist der Haarausfall selbst keine Folge von trockener Kopfhaut und Juckreiz, sondern ebenfalls ein Symptom für ein anderes Problem.

Ein möglicher Auslöser für juckende Kopfhaut mit Haarausfall ist der Hefepilz Malassezia furfur. Im Grunde gehört der Pilz zur normalen Hautbesiedlung des Menschen und ernährt sich von Fetten, die aus unseren Talgdrüsen stammen. Bei einer übermäßigen Talgproduktion vermehrt sich der Pilz allerdings rapide und stößt immer mehr abgestorbene Zellen ab. Dadurch entsteht dann das sogenannte seborrhoische Ekzem.

Es gibt jedoch noch einige weitere Hefe- oder Fadenpilze, die Hauterkrankungen und Haarausfall auslösen können. Vor allem, wenn ein Ekzem oder eine Schuppenflechte auf der Kopfhaut entstehen, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen.

Weitere Ursachen und Behandlungen von Haarausfall

Es ist wichtig, eine gesicherte und möglichst genaue Diagnose zu stellen und in Erfahrung zu bringen, was mögliche Urheber Ihres Haarausfalls sein könnten, um die geeignete Behandlung und eine optimale Vorgehensweise für Sie festzulegen. Am besten besprechen Sie dies mit Ihrem Dermatologen (Hautarzt).

Androgenetische Alopezie: 90 % der Fälle von Haarausfall sind auf androgenetische Alopezie (alopecia areata) zurückzuführen. Der androgenetische Haarausfall wird also durch eine erbliche Veranlagung der Androgenrezeptoren zur Überempfindlichkeit verursacht.

Telogenes Effluvium: Sie betrifft meistens Frauen und resultiert aus einem plötzlichen Übergang einer hohen Anzahl an Haarfollikeln von der anagenen Phase (Phase des Haarwachstums) zur telogenen Phase (Phase des Haarausfalls).

Nahrungsergänzungsmittel: Zink, B-Vitamine (u.a. Biotin), Aminosäuren (bspw. Cystein, Cystin, Methionin, Zink, Kieselsäure, Magnesium, Vitamin B6, Vitamin B5, Vitamin H) können unterstützend wirken.

Eine normale, abwechslungsreiche, ausgewogene und aminosäurenreiche Ernährung ist ein Garant für eine gute Gesundheit. Ein Mangel an Proteinen und Vitaminen kann hingegen Haarausfall fördern.

Vegane Ernährung: Wer auf tierische Produkte verzichtet, kann von Haarausfall betroffen sein. Die fehlenden Nährstoffe aus tierischen Produkten können aber leicht durch andere Lebensmittel ersetzt werden. Wenn Haarausfall durch eine vegane Ernährung verursacht wird, fehlen wahrscheinlich neben Eiweiss, Eisen, Kalzium und Zink vor allem die Vitamine A und B.

Wichtige Vitamine, Mineralien und Nährstoffe für das Haar:

Nährstoff Wirkung Lebensmittel
Vitamin A Wichtig für gesundes Haarwachstum Karotten, Süsskartoffeln, rote Paprika, Spinat, Grünkohl, Kürbis, Feldsalat, Aprikosen, Mango, Honigmelone
B-Vitamine Stärken das Haar Vollkorngetreide, Nüsse (Haselnüsse und Walnüsse), Gemüse (z.B. rote Paprika), Bananen, Avocado, Trockenfrüchte
Biotin Wichtig für Protein-Metabolismus und Haarstruktur Haferflocken, Sojabohnen, Pilze (z.B. Champignons), Nüsse (z.B. Walnüsse), Hefe
Folsäure Unterstützt Wachstum und Regeneration der Zellen Grünes Blattgemüse (z.B. Spinat, Salat), Tomaten, Orangen, Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen), Nüsse, Sprossen, Weizenkeime, Vollkornprodukte, Kartoffeln
Zink Beteiligt an der Bildung von Keratin, reduziert Entzündungen Nüsse, z.B. Cashew- und Pekannüsse, Kürbiskerne und Sesamsamen, Weizen- und Roggenkeimlinge
Eisen Beeinflusst die Haarstruktur Gemüse, z.B. Rote Bete, Mangold, Feldsalat, Obst, z.B. Kiwi, Erdbeeren, Pilze, z.B. Pfifferlinge, Hülsenfrüchte, z.B. Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Vollkornprodukte, z.B. Vollkornbrot, Reis, Pasta, Haferflocken, Hirse, Pistazien, Sesamsamen, Sojaprodukte, z.B. Tofu
Proteine Bausteine des Haares (Keratin) Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse

Mit einer veganen Ernährung können Sie viel tun, um Ihr Haar schön und gesund zu erhalten. Es ist am besten, immer mehrere Lebensmittel miteinander zu kombinieren, um übermässigen Haarausfall von vornherein zu verhindern.

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