Während die saureren Verwandten zu allen möglichen Zwecken verwendet werden, wissen viele Hobbygärtner nicht so recht, wie sie ihre Süßkirschen verarbeiten können. So kommt es, dass sie oft am Baum vergammeln. Gemeinhin gilt die Annahme, man können Süßkirschen bestenfalls zu Gelee verarbeiten und sollte sie ansonsten roh verzehren - sei es nun direkt als Snack oder in Obstsalaten oder Eis. Dies ist nur bedingt richtig.
Egal ob süß oder sauer: frisch vom Baum schmeckt jede Kirsche am besten. Es ist allerdings für gewöhnlich so, dass ein gut gepflegter Obstbaum einen wesentlich höheren Ertrag hervorbringt, als man einfach so zwischendurch naschen kann - demzufolge müssen die Früchte verarbeitet werden. Die allermeisten Gartenbesitzer wissen genau, um was für einen Kirschbaum es sich handelt. Sehr gut lassen sich die roten Früchte auch in einem Einkochautomaten einwecken. Eine Süßkirschenmarmelade bietet ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Da die Früchte nicht so viel Säure enthalten, sollte der Saft einer Zitrone beim Kochen hinzugefügt werden. Ansonsten unterscheidet sich das Rezept nicht von jenem für Sauerkirschen.
Nun werden die Früchte für über Nacht stehengelassen. Am Folgetag nochmals gründlich umrühren und unter Rühren aufkochen. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen, Schaum abschöpfen und danach eine Gelierprobe nehmen. Fällt diese positiv aus, wird die Marmelade in vorbereitete Gläser gefüllt, welche umgehend fest verschlossen werden.
Aufgrund ihres süßlichen Geschmacks und ihrer Knackigkeit sind Süßkirschen ideal als Kuchenbelag. Frisch gepflückt und dann sofort in den Gefrierschrank - für Süßkirschen kein Problem. Sie können nach dem Auftauen für Kuchen verwendet oder zu Saft, Marmelade oder Konfitüre verarbeitet werden. Ob sie entsteint werden oder nicht, obliegt jedem selbst. Man kann es machen und sie so nach dem Auftauen umgehend verwenden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sie nach kurzem Antauen zu entsteinen.

Hausgemachte gelbe Kirschen Marmelade.
Es gibt verschiedene Methoden, wie die beliebten Früchte aufgetaut werden können. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sich Kirschen nicht länger als 2 - 3 Tage im Kühlschrank halten, und auch nur dann, wenn sie in frischem Zustand dort hingekommen sind. Während manch einer versenke Früchte in seinem Kuchen haben möchte, schätz ein andere es mehr, wenn sich diese oben halten. Fruchtig und lecker mit Kirschmarmelade.
Um Kirschen pur und roh zu verzehren, musst du die Früchte zunächst gründlich waschen. Am besten eignet sich dafür stehendes Wasser, um ein Aufplatzen der Früchte zu verhindern. Zudem ist es anzuraten, Kirschen erst kurz vor dem Verzehr zu säubern, um ein Faulen zu verhindern. Einige Sorten eignen sich für die Herstellung von Fruchtsaft oder Schnaps. Saure Kirschen bilden die Basis für eine schmackhafte Marmelade. Ebenso verleihen Kirschen Kuchen und Gebäck eine säuerlich-fruchtige Note. Auch als fruchtige Zutat im Müesli oder als nahrhafter Snack zwischendurch machen sie eine gute Figur.
Rezept für Gelbe Kirschen Konfitüre
Ein feines Konfitürenrezept mit süssen Kirschen und Amaretto, das nur für Erwachsene gedacht ist und nicht nur zu frischem Brot toll passt.
Zutaten:
- Kirschen, entsteint (ergibt ca. 500 g)
- Gelierzucker
Zubereitung:
- Die frischen Kirschen werden zuerst gründlich gewaschen, entsteint und halbiert.
- Diese dann in einen grossen Topf geben genauso wie mit der Zitronensäure und Gelierzucker vermischen.
- Das Ganze wird zuerst für ca. Den Topf danach auf den Herd stellen, die Mischung aufkochen und für ca. 5 Minuten köcheln lassen.
- Anschliessend die fertige Konfitüre bereits in ausgekochte Gläser füllen, verschliessen und auf den Kopf stellen für ca.
Die selbst gemachte Johannisbeerkonfitüre ist geschmacklich ein Traum. Ein Quittengelee aus den sonnengelben Früchten schmeckt sehr gut. Selbstgemachte Quittenkonfitüre schmeckt einfach herrlich. Kirschkonfitüre schmeckt aus frischen, reifen Früchten am besten. Eine Rhabarber-Erdbeer-Konfitüre passt perfekt auf frisches Brot.

Kirschen Konfitüre.
Rezept Kirschmarmelade selber machen DIY
Kornelkirsche Konfitüre
Heute widmen wir uns einmal mehr einem Heckengehölz, der Kornelkirsche oder, wie diese bei uns in der Schweiz auch genannt wird, dem Tierlibaum.
Die Kornelkirsche zählt zur Gattung der Cornus (Hartriegeln) und findet man bei uns beinahe in jeder Hecke. Sehr wichtig ist diese Pflanze vorallem in einer Umgebung die, von Bienen bevölkert wird, zählt der Strauch doch zu einem der ersten, noch vor den Forsythien, die bereits im März/April blüht und somit als erste Nahrungsgrundlage im Jahr für die Bienen sehr wichtig ist.
Die Kornelkirsche ist ein sommergrüner Strauch. Die Wurzeln dringen tief in den Boden ein, bilden aber auch oberflächlich ein ausgeprägtes Wurzelsystem das, durch Überschwemmungen, Bodenverdichtung oder durch Salz geschädigt werden kann.
Sehr auffällig ist der Strauch im zeitigen Frühjahr wenn, bereits vor dem Laubaustrieb die gelben Blütenknospen erscheinen.
Wenn man die Kornelkirsche auch oftmals in einer Wildhecke entdeckt, kann dieser Strauch als Einzelbusch gepflanzt auch zu einem Baum heranwachsen der, doch im Alter von ca. fünfundzwanzig Jahren eine Wuchshöhe von an die vier Meter und nach fünfundzwanzig Jahren gar acht Meter erreichen kann.
Vorkommen der Kornelkirsche
Die Kornelkirsche ist in zumeist etwas wärmeren Ländern Europas anzutreffen. Man findet sie in der Türkei, Albanien, Armenien, im Kaukasus genauso wie in Belgien, Luxemburg, Deutschland und der Schweiz.
Anscheinend ist sie in Italien, in den ungarischen Donau-Auen sowie in den niederösterreichischen Schwarzkieferbeständen besonders häufig anzutreffen.
Fossile Reste der Gattung Cornus wurden bereits aus der jüngeren Kreidezeit und sogar dem Tertiär gefunden. Bereits Hildegard von Bingen empfahl die Kornelkirsche gegen Magenleiden und die Gicht. So wundert es nicht, dass die Kornelkirschen einen festen Platz einnahm in den alten Klostergärten und Lust- Höfen.
Verwendung der Kornelkirsche
Von der Kornelkirsche wurde früher alles verwendet. Aus dem Holz wurden Lanzen und Speere für Kriege, genauso wie Spazierstöcke gefertigt.
Aus der Rinde wurde ein Sud hergestellt der sich zum Baden oder Einreiben eignete. Aus den Früchten schliesslich wurde Schnaps gebrannt oder die Beeren dienten zur Herstellung von Kaffeeersatz oder Konfitüre.
Tatsächlich kann man, wenn man den Aufwand nicht scheut, aus den Kornelkirschen eine wunderbare Marmelade herstellen.
Rezept Kornelkirschen Konfitüre
Zutaten:
- 1 Kilogramm Gelierzucker
- 500 gr. Kornelkirschen
- 1 Vanilleschote
Zubereitung:
- Man wasche zuerst die Kornelkirschen und gebe diese in eine Pfanne mit Wasser.
- Die Kirschen werden jetzt für ca. 10 Min. weich gekocht.
- Sind die Beeren weich, giesst man diese in ein grobmaschiges Baumwolltuch ab. Wichtig: Gut abtropfen lassen.
- Danach nimmt man einen Holzlöffel und verarbeitet die Kirschen zu Mus.
- Nun das Kornelkirschenmus mit dem Gelierzucker in einen Topf geben.
- Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Vanillemark herauskratzen, mit in den Topf geben.
- Jetzt das Mus und den Zucker aufkochen und ca. 5 Min sprudeln lassen.
Dass Kornelkirschen gesund sind, das wissen wir - aber sie sind auch... ein wenig in Vergessenheit geraten. Die Kornelkirschen sind als Gehölz ebenso ins Abseits geraten, wie das Wissen um ihre gesundheitlichen Wirkungen und Eigenschaften verloren gegangen ist. Haben wir jetzt wirklich gesagt, dass Kornelkirschen gesund sind? Na ja, so völlig gesund waren die Vertreter aus der botanischen Gattung der Hartriegelgewächse (im Österreichischen werden sie Dirndlsträucher genannt) dann doch nicht immer, wenn man weiss, dass die kriegführenden Griechen unter Alexander dem Grossen das ungewöhnlich robuste Kornelholz für die Herstellung ihrer oft tödlichen Speere und Lanzen verwendeten. Kornelkirschen sind beileibe keine Kirschen, keine Prunus, sondern Hartriegelgewächse ohne jegliche Verwandtschaft zu den Süss- oder Sauerkirschen.
Sie reifen Ende August bis September an Grosssträuchern, die aber einigermassen langsam wachsen und nach 10 Jahren ca. 3m Höhe erreichen. Die Endgrösse kann durchaus einmal nach 20 Jahren 4-5m Höhe und 2-3m Breite betragen, aber mit Schnitt ab dem 10. Jahr kann auch die Grösse von 3m gehalten werden. Kornelkirschen pflanzt man am einfachsten als Hecke, die dann ab Ende Februar mit der leuchtend gelben Blüte leicht nach Honig duftet, im August und September die leckeren roten Früchte trägt und in den Herbstmonaten mit ihren wundervollen Rot- und Gelbtönen erfreut. Dabei stellen die Kornelkirschen - trotz ihres gloriosen Auftritts über das ganze Jahr - nur bescheidene Ansprüche an die Bodenqualität und auch an den Standort. Voraussetzung für eine reiche und gesunde Ernte sind Vollsonne oder Halbschatten.
Als gesunde Heilmittel haben die kleinen Kirschen dieser Wildobst Pflanze seit vielen Jahrhunderten eine hohe Bedeutung. Nicht nur für die Gesundheit, sondern man schätzte die Wirkung der Kornelkirschen seit den Zeiten der berühmten Klosterfrau Hildegard von Bingen auch bei der Ernährung. "Sie verletzt keinen Menschen, denn sie reinigt und stärkt den schwachen und auch gesunden Magen und fördert so die Gesundheit." - so formulierte es die Meisterin der frühen Naturheilkunde.
Man wusste also schon damals, dass die Frucht von Kornelkirsche oder auch von Cornus officinalis - bei uns im Lubera-Shop als Japanische Kornelkirsche erhältlich - bei Beschwerden im Verdauungstrakt eine reinigende, wie auch heilende Wirkung hatte. Cornus mas - so der lateinische und botanische Name der Kornelkirsche - gilt noch heute als eine der wertvollsten Heilmittel für den Magen-Darmtrakt, das in Apotheken als zweiprozentiger Auszug im 100 ml-Fläschchen für über 50,00 Euro angeboten wird.
In der Volksmedizin wurde bei chronischen Darmleiden, Durchfall, Beschwerden am Magen und sogar zur Ersten Hilfe für arteriellen Blutsturz allerdings nicht ausschliesslich die Frucht des Dirndlstrauchs (wie die Kornelkirsche in Österreich heisst) genutzt, sondern auch Rinde und Blätter des relativ kompakt und langsam wachsenden Strauchs. Aus alten naturheilkundlichen Überlieferungen ist ausserdem bekannt, dass ein Tee mit der getrockneten Rinde der Bäume bei Kopfschmerzen und Fieber hilfreich sein kann.
Alles, was sich offensichtlich nicht für innere medizinische Anwendungen eignete (also eben Blätter und Rinde), wurde einfach aufgekocht.
Dass wir, was die täglichen Ernährungsgewohnheiten anbelangt, nicht immer pfleglich mit unserem Körper und schon überhaupt nicht mit seinem Immunsystem und den Verdauungsorganen umgehen, ist bittere Realität. Insbesondere für berufstätige Menschen, aber auch für unsere jüngsten Sprösslinge, die noch zur Schule gehen, stehen zumindest wochentags vitaminarme Fast- und Street Food oder Fertiggerichte aus dem Supermarkt auf dem Speiseplan.
Um das Defizit an Vitamin C auszugleichen, genügt es schon, wenn täglich eine Handvoll Kornelkirsche frisch vom Strauch genascht wird. 100 Gramm davon beinhalten zwischen 70 und 130 Milligramm Vitamin C, das für den Körper unverzichtbare Vitamin A und jede Menge wertvoller Antioxidantien, mit denen sich die freien Radikale (grösstenteils Gifte aus der Umwelt, die über unsere Atemluft inhaliert werden) neutralisieren lassen.
Nach dem Verlesen und Waschen der möglichst völlig ausgereiften Früchte werden diese in etwas Wasser oder Saft weich gekocht und durch ein Sieb gedrückt. Die entstandene Masse nochmals mit Saft auffüllen, bis ein Kilogramm Kornelkirsche-Brei entstanden ist und diesen dann behutsam aufkochen. Nun werden Zitronensaft, Gelierfix und der Zucker unter das heisse Mus gemischt, wobei so lange gerührt werden muss, bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben. Den Topf danach gleich vom Herd nehmen, damit die Vitamine nicht unnötig zerkocht werden. Die fertige Kornelkirschen Marmelade sofort in die inzwischen sauber ausgewaschenen Gläser füllen und je nach Geschmack ein Stückchen Zimt oder eine Prise Vanille darüber geben. Zum Schluss nur noch Deckel drauf und kurz einkochen.
Zumindest die etwas älteren Zeitgenossen hört man immer wieder davon schwärmen, dass dieses Wildobst sich nicht nur perfekt für eine urgesunde Ernährung eigne, sondern dass mit der Kornelkirsche auch Gliederschmerzen wesentlich schneller vergingen. Sie erreichen diesen heilsamen Effekt mit einer ganz besonders pikanten und einfach herzustellenden Variante der Dirndl- bzw. Tierlibaumfrüchte. Die unreifen Kirschen brauchen dazu lediglich in etwas Salzwasser oder Essig - allenfalls mit zusätzlichen Gewürzen versetzt - eingelegt zu werden. Ein bis zwei Tage später lassen sie sich dann, neben der ganz normalen Ernährung und ähnlich wie Oliven, einfach Stück für Stück dazu essen und schmecken ausgezeichnet. Die Kerne der eingelegten Kornelkirsche (die ja auch beim oberen Marmeladenrezept im Sieb geblieben sind) eignen sich analog zu den Süss- und Sauerkirschen perfekt für Wärmekissen.
Weitere Konfitüre Rezepte
Hier sind einige weitere leckere Konfitüre Rezepte:
- Selbstgemachte Johannisbeerkonfitüre
- Quittengelee aus sonnengelben Früchten
- Rhabarber-Erdbeer-Konfitüre