Der Hackbraten ist ein Gericht, das in vielen Kulturen bekannt und beliebt ist. Ob als Sonntagsessen im Familienkreis oder als herzhafte Mahlzeit für zwischendurch - der Hackbraten erfreut sich großer Beliebtheit. Eine besonders interessante und gesunde Variante ist der faschierte Braten mit Haferflocken.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie einen köstlichen und saftigen Hackbraten mit Haferflocken zubereiten können, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch reich an wertvollen Nährstoffen ist. Außerdem gehen wir auf verschiedene Varianten und Tipps ein, damit Ihr Hackbraten garantiert gelingt.

Ein saftiger faschierter Braten, perfekt zubereitet.
Warum Haferflocken im Hackbraten?
Haferflocken sind nicht nur eine gesunde Ergänzung in der Ernährung, sondern auch eine hervorragende Zutat für Hackbraten. Sie bieten mehrere Vorteile:
- Erhöhung des Ballaststoffgehalts: Haferflocken sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgen.
- Verbesserung der Konsistenz: Haferflocken binden Flüssigkeit und sorgen dafür, dass der Hackbraten saftiger und weniger trocken wird.
- Nährwert: Haferflocken enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die den Nährwert des Hackbratens erhöhen.
Meist wird für Hacktätschli weisses Toastbrot verwendet, welches eigentlich nur leere Kalorien ist. Meiner Meinung nach ist es sinnvoller, die Hacktätschli mit Zutaten zu „strecken“ die gesünder sind. Mit Gemüse zum Beispiel werden sie auch schön saftig und schmecken grossartig. Dafür können je nach Gusto verschiedene Gemüsesorten verwendet werden, wie z. B. Ich verwende dazu gerne Rüebli und Haferflocken.
Grundrezept für faschierten Braten mit Haferflocken
Hier ist ein einfaches Grundrezept, das Sie nach Belieben anpassen können:
Zutaten:
- 500 g Hackfleisch (gemischt oder Rind)
- 100 g Haferflocken (fein oder grob, je nach Vorliebe)
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 1-2 Karotten, fein gerieben
- 1 Ei
- 2 EL Senf
- 2 Knoblauchzehen, gepresst
- Petersilie, gehackt
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Etwas Öl zum Anbraten
Zubereitung:
- Die Haferflocken mit etwas heißer Milch oder Wasser übergießen und quellen lassen.
- Zwiebeln und Knoblauch in etwas Öl andünsten, bis sie weich sind. Rüebli beifügen, mitdämpfen, auskühlen lassen. Abkühlen lassen.
- Hackfleisch, vorbereitete Haferflocken, gedünstetes Gemüse, Ei, Senf und Gewürze in eine grosse Schüssel geben und gut miteinander verkneten.
- Aus der Masse einen Braten formen und in einer Pfanne mit etwas Öl rundum anbraten.
- Den Braten in eine Auflaufform legen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C für ca. 50-60 Minuten backen.
- Den Braten aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen.

Die Zubereitung des Hackbratens Schritt für Schritt.
Variationen und Tipps
Der faschierte Braten lässt sich vielseitig variieren. Hier sind einige Ideen:
- Gemüsevielfalt: Fügen Sie weiteres Gemüse wie Paprika, Zucchini oder Pilze hinzu.
- Käsefüllung: Füllen Sie den Braten mit Käsewürfeln oder geriebenem Käse.
- Kräuter: Verwenden Sie frische Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Salbei für ein intensiveres Aroma.
- Pikante Note: Für eine pikante Variante etwas Chili oder Paprikapulver hinzufügen.
Tipps für einen saftigen Braten:
- Verwenden Sie gemischtes Hackfleisch, da es mehr Fett enthält und den Braten saftiger macht.
- Lassen Sie die Haferflocken ausreichend quellen, damit sie die Flüssigkeit gut binden können.
- Übergießen Sie den Braten während des Backens gelegentlich mit etwas Brühe oder Bratensaft, um ihn feucht zu halten.
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Vegane Variante des Hackbratens mit Haferflocken
Auch in der veganen Küche erfreut sich der Hackbraten großer Beliebtheit. Hier ist ein Rezept für eine vegane Variante mit Haferflocken:
Zutaten:
- 1 Dose rote Bohnen (ca. 240 g)
- 75 g Nüsse (gemahlen)
- 75 g Haferflocken (fein gemahlen)
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Karotte, fein gerieben
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Tomatenmark
- Petersilie, gehackt
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung:
- Die Bohnen in einem Sieb abspülen und mit einer Gabel zerdrücken.
- Nüsse und Haferflocken zu den Bohnen geben.
- Zwiebel, Knoblauch, Karotte, Sojasauce, Tomatenmark und Petersilie hinzufügen und alles gut vermischen.
- Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C für ca. 50 Minuten backen.
Dieses Rezept ist eine tolle fleischlose Alternative für die Festtage oder für Gäste. Der vegane Hackbraten schmeckt warm und kalt wunderbar und lässt sich gut im Voraus zubereiten.
Hackbraten als Weltgericht
Tatsächlich ist es so, dass es überall auf der Welt Grossmütter, Tanten, Cousinen oder Mütter gibt, die den besten Hackbraten machen. 😋 Das Gericht findet man in zahlreichen Ländern rund um den Globus. Damit ist der Hackbraten fast so vielseitig wie das Fladenbrot, das auch in allen Weltregionen bekannt ist.In Österreich und Deutschland nennt man ihn auch falscher Hase, faschierter Braten oder Heuchelhase. In den USA heisst er Meatloaf. In Schweden wird der grosse Bruder der Köttbullar Köttfärslimpa genannt. Aber auch in der orientalischen Küche kennt man das Gericht. In der Türkei heisst es Köfte, im Libanon Kibbeh.
Serviervorschläge
Der faschierte Braten mit Haferflocken kann vielseitig serviert werden. Hier sind einige Ideen:
- Klassisch: Mit Kartoffelbrei und Bratensauce.
- Beilagen: Gemüse der Saison, Salat oder Reis.
- Saucen: Pilzsauce, Tomatensauce oder Kräutersauce.
- Reste: Kalt auf Brot oder als Topping für Salate.
Wo Hackbraten ist, darf Kartoffelstock nicht fehlen. 😍 Das ist wie Starsky and Hutch, Tom und Jerry oder Mario und Luigi. Kartoffelstock gehört einfach dazu! Und da nehmen wir natürlich keine Abkürzung und machen den Stock gleich selber. Das geht übrigens ganz leicht.
Am Schluss kommt das «Seeli»Unsere Leserinnen und Leser ausserhalb der Schweiz werden sich wohl fragen, was ein «Seeli» ist. Wie ihr wisst, nutzen wir das Diminutiv gerne und oft. Ein Seeli ist ein kleiner See. Das würde auf Hochdeutsch Seechen heissen. Ich bezweifle jedoch, dass dieses Wort in Deutschland sehr oft verwendet wird. Bei uns wird Seeli eigentlich auch nur in Verbindung mit Kartoffelstock verwendet.Möglicherweise ist die Verwirrung nun noch grösser. Keine Angst, dies soll kein Exkurs in Schweizer Gewässerkunde werden. Hier geht es um Bratensauce. Was wäre Hackbraten - was wäre Kartoffelstock - ohne Bratensauce.
Als Beilage zum Braten gibt es Gemüse aus dem Ofen, ich mag besonders gerne Rosenkohl, Karotten, Rotkraut und Kartoffeln aus dem Backenofen. Reste vom Hackbraten lassen sich gut für einige Tage im Kühlschrank aufbewahren und schmecken kalt oder warm lecker. So liebe ich es den Hackbraten in Würfel zu schneiden und esse ihn als Topping auf Salaten oder Pasta. Mein Mann isst den Hackbraten gerne kalt als herzhaftes Topping auf Broten oder zum Brunch - Hier sind der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Rezept für Vegane Bratensauce
Wo wir bei der letzten veganen Herausforderung bei diesem Gericht wären. Woher kriegt man eine vegane Bratensauce? Die meisten Saucen, die man kaufen kann, enthalten Fleisch und tierisches Fett. Wir haben also die Wahl, die Bratensauce selber zu machen, oder die vegane Bratensauce von Nahrin zu verwenden. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden. Die Sauce von Nahrin schmeckt wie selbstgemacht, ist aber schneller zubereitet. 😅
Zutaten:
- 4 EL Nahrin Bratensauce vegan
- 400 ml Wasser
Zubereitung:
- 4 EL vegane Nahrin Bratensauce in das kalte Wasser einrühren
- Vegane Bratensauce in einer Pfanne kurz aufkochen
- Hackbraten tranchieren und mit dem Kartoffelstock und reichlich Bratensauce servieren
Nährwerte
Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Portion (basierend auf dem Grundrezept):
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 412 kcal |
| Eiweiß | ca. 15 g |
| Fett | ca. 17 g |
| Kohlenhydrate | ca. 33 g |
Diese Werte können je nach verwendeten Zutaten variieren.
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