Tiefgekühlte Backwaren bieten eine praktische Lösung für den schnellen Bedarf. Sie ermöglichen es, stets die richtige Menge an Produkten vorrätig zu haben, ohne Verschwendung zu riskieren. Doch wie gelingt das perfekte Aufbacken von Brötchen, und was ist bei der Lagerung zu beachten? Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Tipps und Tricks.

Umgang mit Tiefkühlbackwaren
Der grösste Vorteil von tiefgekühlten Backwaren ist die schnelle Verfügbarkeit. Sie haben nie zu viele oder zu wenige Produkte im Angebot, da Sie jederzeit innert nützlicher Frist für Nachschub sorgen können. Tiefkühlen ist die naturnaheste Konservierungsart. Lebensmittel werden dadurch ohne chemische Zusatzstoffe, Sterilisation oder Pasteurisierung lagerfähig. Die Lagertemperatur für alle Tiefkühlbackwaren beträgt minus 18 °C bis minus 22 °C.
Wichtig: Wie bei allen Tiefkühlprodukten schadet das Auftauen und Wiedereinfrieren. Typische Merkmale sind Austrocknen oder Geschmacksverminderung. Beachten Sie daher folgende Regel: Die Kartons sollten Sie nur für die Produktentnahme aus dem Tiefkühler nehmen. Anschliessend sofort wieder in den Tiefkühler stellen.
Transport und Lagerung
- Schläge, Druckbelastungen, fallen gelassene oder sehr hart abgesetzte Kartons können zu Bruch und Beschädigung der Backwaren führen.
- Nicht schütten; TK-Backwaren sind kein Schüttgut. Kartons nicht hochkant oder auf den Kopf stellen.
Aufbacken von Brötchen: So geht's richtig
Beachten Sie die Backanleitung auf der Etikette. Backofen vorheizen! Wichtig ist, dass vorgebackene Produkte immer im gefrorenen Zustand (direkt vom Tiefkühler in den Ofen) fertig gebacken werden. Bei vorgebackenen Produkten ist der Kern nach dem fachgerechten Aufbacken noch gefroren. Lassen Sie deshalb die Backwaren etwa zehn Minuten stehen, bevor Sie die Produkte zum Konsum anbieten.
Backen mit Dampf: Wenn die Oberfläche der Buttergipfel während des Backens feucht erscheint, können Sie davon ausgehen, dass Sie die Menge der Dampfzugabe richtig bemessen haben.
Einmal aufgetaute und produktgerecht aufgebackene Tiefkühlbackwaren bleiben genauso lange verkaufsfrisch wie von Grund auf erstellte Tagesproduktionen. Zu beachten sind die gesetzlichen Vorschriften für die Aufbewahrung bis zum Verkauf. So müssen beispielsweise Torten und Patisserien in gekühlten Vitrinen (maximal 5 °C) präsentiert werden.
Brot und Brötchen richtig einfrieren
Grundsätzlich ist es möglich Brot vor dem Backen einzufrieren, jedoch rate ich eher davon ab. Wenn das Brot selbst gemacht und bewusst eingefroren werden soll, empfehle ich, dieses nach dem Backen abkühlen zu lassen und es kurz vor dem Essen aufzubacken. Brot oder Brötchen wie gewohnt backen. Sobald es / sie ausgekühlt ist / sind, in Tiefkühlbeutel verpacken und tiefkühlen.
Aufbacken nach dem Einfrieren:
- Grosses Brot ca. 60 Minuten vor dem Aufbacken aus dem Tiefkühler nehmen, im Tiefkühlbeutel an-/auftauen lassen und anschliessend bei ca. 200°C (Umluft) in den Ofen schieben, mit einer Sprühflasche kräftig Wasser in den Ofen sprühen und für etwa 10 Minuten aufbacken.
- Kleine Brötchen ca. 30 Minuten vor dem Aufbacken aus dem Tiefkühler nehmen, im Tiefkühlbeutel an-/auftauen lassen und anschliessend bei ca.
Das Brot kann vor dem Einfrieren auch in Scheiben geschnitten werden. So können bei Bedarf auch nur kleine Mengen wieder aufgetaut werden.

Was tun mit trockenem Brot? Tipps zur Wiederbelebung
Mit diesen einfachen Tipps kannst du hart gewordenem Brot wieder frisches Leben einhauchen.
- Trockenes Baguette oder Brötchen? Kurz unter fliessendes, warmes Wasser halten und ca. 10 Minuten im Ofen bei 180 Grad aufbacken. Schmeckt wie frisch gebacken.
- Trockener Brotlaib? Für 5 - 10 Minuten über einen Kochtopf mit köchelndem Wasser halten, schon ist das Brot wieder saftig.
- Trockene Brotscheibe? Mit etwas Wasser bespritzen und kurz toasten. Sorgt für knusprige Frische.
Eine schnelle, aber auch effektive Variante alte Brotscheiben und Brötchen aufzubacken bietet der Toaster. Die Scheiben oder das Brötchen benötigen dafür zunächst etwas Feuchtigkeit in Form von Wasser. Danach toastet du das Brot für etwa drei bis vier Minuten.
Altes trockenes Brot auffrischen wieder frisch bekommen machen ausgetrocknete alte Brötchen trockene
Wickele das alte Brot in Alufolie. Eine weitere Möglichkeit: Auch mit Wasserdampf erhält dein altes Brot wieder Geschmack und wird frisch. Hänge jetzt ein Sieb oder als Alternative ein Dampfkörbchen in den Topf. Wenn du das Brot wieder herausnimmst, ist es wieder weich.
Verhindern, dass Brot trocken wird: Die richtige Lagerung
Noch besser ist es aber, wenn Brot und Brötchen gar nicht erst altbacken werden. Da hilft die richtige Lagerung etwa in einem Brotkasten oder Römertopf. Wer beim Bäcker zu viel gekauft hat, kann den Laib in Scheiben schneiden und portionsweise einfrieren.
Empfehlungen zur Lagerung:
- Tontopf: Nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab.
- Holzbox: Wirkt antibakteriell und nimmt Feuchtigkeit auf.
- Leinen- oder Baumwollsack: Ideal für kurze Zeit, nimmt Feuchtigkeit auf.
- Papiersack: Atmungsaktiv, hält das Brot einen Tag lang knusprig.
Vermeiden: Plastiksäcke oder Dosen, Kühlschrank.
Kreative Resteverwertung: Altes Brot muss nicht in den Müll
Wenn Brot länger liegt, wird es altbacken und landet häufig im Müll. Dabei lassen sich Brotreste noch prima weiterverwenden.
- Semmelbrösel: Reste komplett durchtrocknen und mit einer Küchenreibe zerkleinern.
- Croûtons: Altes Weissbrot in Würfel schneiden und in Olivenöl rösten.
- Brotchips: Dünne Brotscheiben mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern bestreuen und backen.
- Bruschetta: Brotscheiben rösten, mit Knoblauch einreiben und mit Tomaten und Mozzarella belegen.
- Arme Ritter: Trockenes Weissbrot in einer Mischung aus Milch, Eiern und Zucker einweichen und braten.
Die Kunst des Brotbackens: Tipps und Tricks
Dem Duft von frisch gebackenem Brot kann sich niemand entziehen, es weckt Kindheitserinnerung und Appetit auf knusprige Brötchen und herzhafte Brote. Dabei braucht es für ein geschmacklich hochwertiges Brot nur vier Zutaten: Mehl, Wasser, Salz und Zeit. Roggen- oder Weizenbrot? Immer mehr Menschen nutzen das Wissen um die alte Bäckerskunst, besinnen sich auf die Tugend des Selbermachens und backen ihr eigenes Brot.
Sein eigenes Brot zu backen hat viele Vorteile. Bei einer langen Gehzeit und dem Einsatz von wenig Hefe oder Sauerteig wird Brot deutlich bekömmlicher. Zudem entwickelt es einen ausgeprägteren, aromatischeren Geschmack. Zudem werden industrielle Backwaren meist über viele Kilometer transportiert und liegen gegebenenfalls auch noch lange im Regal. Somit ist auch die Frische ein Vorteil von selbstgebackenem Brot.

Mehltypen und ihre Eigenschaften
Unsere Brotvielfalt verdanken wir den unterschiedlichen Mehlsorten und ihrer Mischung. Zum Brot backen werden hauptsächlich Weizen-, Roggen- und Dinkelmehl verwendet. Sie sind mit unterschiedlichen Typenbezeichnungen erhältlich. Die Typenbezeichnung gibt den Aschegehalt des Mehls in Milligramm pro 100 g an.
Überblick über gängige Mehltypen:
| Mehltyp | Eigenschaften | Verwendung |
|---|---|---|
| Type 405 (Weizenmehl) | Helles, feines Mehl mit gutem Bindevermögen | Kuchen, Hefeteig, Brötchen, Kekse, Saucen |
| Type 550 (Weizenmehl) | Kräftiger, aber hell, bildet feinporige Kruste | Brot- und Pizzateige, Kleingebäck |
| Type 815 (Roggenmehl) | Helles Roggenmehl | Herzhafte Backwaren wie Brot oder Brötchen |
| Type 630 (Dinkelmehl) | Sehr helles Mehl | Kuchen-, Brot- und Brötchenteige |
Sauerteig: Das traditionelle Backtriebmittel
Sauerteig ist ein Backtriebmittel, welches Teigen bereits seit Jahrtausenden zur Lockerung beigefügt wird. Mit Hilfe einer Starterkultur kann er einfach selbst hergestellt werden. Durch Milchsäurebakterien und Hefepilze bleibt Sauerteig permanent in Gärung. Das so entstehende Kohlenstoffdioxid lockert den Teig auf. Brote aller Art werden durch die Beigabe von Sauerteig bekömmlicher.
- Weizensauerteig: Für Baguette, Ciabatta oder andere helle Brotsorten.
- Roggensauerteig: Für Roggen- und Roggenmischbroten.
- Lievito Madre: Enthält Honig und Olivenöl für besonderes Aroma.
Weitere Tipps für den perfekten Teig:
- Lösen Sie die frische Hefe in handwarmer Flüssigkeit auf, dann erst die restlichen Zutaten unterkneten.
- Eine Prise Zucker füttert die Hefepilze an und startet so den erwünschten Gärprozess. Auf keinen Fall sollte bei diesem ersten Schritt Salz hinzugegeben werden.
- Wichtig für einen locker-luftigen Teig ist bei sowohl bei Frisch- als auch bei Trockenhefe das richtige Verhältnis von Mehl zu Hefe.