Das klassische Bolognese-Rezept: Ragù alla Bolognese richtig zubereiten

Die berühmte Fleischsauce aus Bologna ist zu Recht ein Klassiker der italienischen Küche. Eine gute Sauce Bolognese - oder wie die Italiener sagen “Ragu alla Bolognese” ist definitiv Geschmacksache.

SO lecker hast du Bolognese noch nie gemacht! 🤤🍝

Die einen mögen Ihre Bolognese mit Stangensellerie, die anderen kriegen nur schon beim Gedanken an das Grünzeug Magenkrämpfe. Mir persönlich geht es zum Beispiel so. Dann gibt es jene Spezialisten, die ihrer Bolognese grob geschnittene Karotten hinzufügen - auch nicht mein Fall!

Schlussendlich ist und bleibt es Geschmacksache, wie man die Sauce Bolognese am liebsten hat. Ihr könnt bei meinem Rezept auch beliebig variieren, je nachdem ob ihr die Bolognese z.b. weniger “Tomatiger” gestalten möchtet, dann gebt einfach nur halb so viel Dosentomaten hinzu.

Wir müssen euch enttäuschen: Spaghetti Bolognese ist gar kein typisch italienisches Gericht. Ragù wird meistens mit Tagliatelle oder anderen breiten Nudeln serviert. Hier das Originalrezept für Ragù alla Bolognese. Eine echte Bolognese braucht zwar wenig Zutaten, aber sehr viel Zeit.

Zutaten für 4 Portionen

  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 250 g Schweinehackfleisch
  • 40 g Milch
  • 1 TL Olivenöl
  • 3 l Wasser
  • 50 g Stangensellerie
  • 50 g Zwiebel
  • 50 g Karotten
  • 250 g Passierte Tomaten
  • 250 g Weisswein
  • Nach Geschmack Salz und Pfeffer

Zubereitungs-Zeit: 2,5 Stunden, Kochzeit: ca. 2 Stunden

Zubereitung

  1. Stangensellerie waschen, trocken tupfen und sehr fein würfeln.
  2. Zwiebeln und Karotte schälen und beides klein würfeln. Vom Gemüse soll es je 50 g sein.
  3. In einem grossen Topf Olivenöl erhitzen und Zwiebel-, Karotten- und Selleriewürfel für ca. 10 Minuten darin anschwitzen. Das Gemüse dabei umrühren, damit es nicht anbrennt und bis keine Flüssigkeit mehr drin ist.
  4. Anschliessend das Rinder- und Schweinehackfleisch dazugeben und unter Rühren bei hoher Temperatur von allen Seiten anbraten.
  5. Nach ca. 10 Minuten mit Wein ablöschen.
  6. Wenn der Alkohol komplett verdunstet ist, Tomatensauce und 1 L Wasser hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Das Ragù bei mittlerer Hitze zugedeckt ca. 1 Stunde köcheln lassen. Ab und zu mal umrühren.
  8. Nach erster Stunde noch einen Liter Wasser hinzufügen und noch 60 Minuten einköcheln lassen.
  9. Nach zwei Stunden den letzten Liter Wasser dazugeben und wiederum einkochen lassen.
  10. Kurz vor Ende der Garzeit die Milch zufügen. Durch die Milch wird die Säure der Tomaten abgeschwächt.

Lasagne Bolognese

Das Hackfleisch in zwei Portionen nacheinander kräftig in Olivenöl anbraten. Es ist wichtig, dass ihr nicht alles auf einmal in die Pfanne gebt, sonst entsteht zu viel Wasser und das Fleisch kann keine Röstaromen entwickeln. Sobald das Hackfleisch schön gebräunt ist, wird dieses mit ca. Nun werden die Zwiebeln in der selben Pfanne in Olivenöl angeschwitzt. Sobald diese glasig sind, wird der Knoblauch dazu gepresst und ebenfalls KURZ mit angebraten. Wichtig: Der Knoblauch darf auf keinen Fall bräunen oder sogar schwarz werden! Dann wird der Knoblauch bitter. Als nächstes kommen die fein geriebenen Karotten sowie das Tomatenpüree zum Hackfleisch und wird mit dem Fleisch vermengt. Nun folgen nacheinander 2dl Wasser, Bratensauce, getrocknete Italienische Kräuter, frischer Rosmarin und Basilikum, Zucker und Balsamico. Alles ca. Am besten schmeckt mir persönlich die Bolognese mit Tagliatelle. Spaghetti sind auch ok, aber seid ich das erste Mal die Kombination mit Tagliatelle getestet habe, gibt es für mich kein zurück mehr!

Extra-Tipp: Eine gute Sauce ist nur halb so gut, wenn man die Pasta dazu nicht perfekt zubereitet. Wie ihr Pasta richtig kocht und v.a.

Das Rindsgehackte in Butter und Öl unter Rühren anbraten. Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie und Rüebli zugeben und kurz mitbraten. Mit Rotwein ablöschen und fast vollständig einkochen. Die Bouillon zugiessen und fast vollständig einkochen. Gehackte Tomaten, Tomatenmark, Lorbeerblatt und italienische Kräuter zugeben.

Die Sauce unter gelegentlichem Rühren bei kleinster Hitze ca. 20 Min. leicht köcheln lassen. Beim Einfrieren sollte darauf geachtet werden, Fleisch in möglichst flache Päckli abzupacken.

Lasagne ist so ein Gericht, dass man vor allem Wochenende zubereitet. Denn die Sauce Bolognese soll richtig lange köcheln, damit sie den ultimativen Geschmack erhält. Ich mache meistens die Sauce bereits am Vortag, so kann ich sobald Lasagne auf dem Menüplan steht, nur noch die Béchamelsauce zubereiten und es geht ans Schichten.

Du kannst es dir bestimmt vorstellen, das Geheimnis einer richtig guten Lasagne ist das Ragù Bolognese. Die Sauce benötigt Zeit! Ich habe gelesen, dass es italienische Nonnas gibt, die ihre Sauce bis zu 24h auf kleiner Flamme köcheln lassen. Ich habe mir 4 Stunden Zeit gelassen und empfehle dir mindestens für zwei Stunden Zeit einzuplanen. Ein weiteres Geheimnis ist die richtige Menge an Béchamelsauce. Zu viel lässt sie Lasagne matschig werden, zu wenig macht sie trocken. Normalerweise verwende ich für meine Lasagne Frischpasta aus dem Kühlregal. Natürlich gehen aber auch trockene Lasagneblätter. Dabei ist es wichtig, dass das Ragù nicht ganz so stark eingekocht wird und noch gut Flüssigkeit hat. Denn die trockenen Lasagneblätter sollen ja im Ofen richtig garen und saugen Feuchtigkeit auf. Nutzt du Frischpasta, darf die Bolognese etwas trockener werden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch glasig andünsten. Tomatenpüree dazugeben, kurz anrösten. Die Karotten dazugeben und ca. 2 Minuten mitdämpfen.Nun das Hackfleisch wieder dazu geben und mit Pelatti, Bouillon und dem Rotwein auffüllen. Aufkochen.Mit Rosmarin und Oregano würzen. Zugedeckt unter gelegentlichem Rühren für mindestens 2-3 Stunden auf kleiner Stufe köcheln. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Nährwerte pro Portion

Nährstoff Menge
Eiweiss 28.0 g
Fett 20.0 g
Kohlenhydrate 3.0 g
Kalorien 309.0
kJoule 1283.0

Zutaten für 8 Portionen

  • 800 Gramm Rindfleisch aus der Schulter
  • 300 g Schweinebauch
  • 1 Zwiebel gross
  • 1 Rüebli gross
  • 1−2 Zweige Stangensellerie, je nach Grösse
  • 3 Esslöffel Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • 2 Esslöffel Tomatenpüree
  • 3 dl Weiss- oder Rotwein
  • 5 dl passierte Tomaten
  • Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereiten: Rind- und Schweinefleisch in Würfel schneiden. Das Fleisch getrennt voneinander durch die gröbste Scheibe des Fleischwolfs passieren (evtl. 2Zwiebel schälen und hacken. 3In einer grossen Pfanne die Hälfte des Öls erhitzen. Das Schweinefleisch darin anbraten. Dann restliches Öl beifügen, das Rindfleisch beifügen und mit anbraten. 4Tomatenpüree untermischen. Den Wein dazugiessen und den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Dann die passierten Tomaten beifügen und den Sugo mit Salz würzen. Alles zugedeckt bei kleiner Hitze 2 Stunden schmoren lassen.

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