Dessert Flambiert Rezepte: Ein Fest für die Sinne

Das Flambieren von Desserts ist eine spektakuläre Zubereitungsart, die nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch beeindruckt. Ob für besondere Anlässe oder einfach nur, um sich selbst etwas Besonderes zu gönnen - flambierte Desserts sind immer ein Highlight. Hier finden Sie einige inspirierende Rezepte, die Sie leicht zu Hause nachkochen können.

Crêpe Suzette

Crêpes Suzette: Ein Klassiker der französischen Küche

Crêpes Suzette sind ein eleganter Klassiker, der mit seinem Orangenaroma und dem spektakulären Flambieren begeistert. Hier ist eine detaillierte Anleitung:

Zutaten für den Crêpes-Teig:

  • Mehl
  • Salz
  • Zucker
  • Vanillezucker
  • Milch
  • Wasser
  • Eier
  • Butter (geschmolzen)

Zutaten für die Orangenbutter:

  • Orangen
  • Puderzucker
  • Butter

Zutaten zum Flambieren:

  • Zucker
  • Butter
  • Orangensaft
  • Grand Marnier oder Rum
  • Cognac
Zubereitung von Crepes

Zubereitung:

  1. Für den Teig Mehl, Salz, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel mischen. Milch und Wasser unter Rühren beifügen und alles zu einem glatten Teig mischen. Dann die Eier unterrühren. Den Teig 20 Minuten ausquellen lassen.
  2. Inzwischen 3 Orangen mit einem scharfen Messer mitsamt weisser Haut schälen. Dann die Schnitze aus den Trennhäuten schneiden. In den Häuten verbliebener Saft in einen Massbecher ausdrücken. Von den restlichen Orangen so viel Saft auspressen, dass man insgesamt 2 dl erhält.
  3. Eine beschichtete Bratpfanne mit wenig Butter auspinseln und erhitzen. Jeweils 1 kleine Schöpfkelle Teig hineingiessen, durch leichtes Kippen der Pfanne nach allen Seiten zu einer möglichst runden, dünnen Crêpe verteilen. Diese auf der ersten Seite backen, bis die Oberfläche trocken scheint und die Crêpes sich am Rand zu lösen beginnen, dann wenden und auf der zweiten Seite nur noch 30 Sekunden backen. Die Crêpes noch warm zu Dreiecken falten.
  4. Zum Flambieren in einer Edelstahl oder Flambierpfanne den Zucker zu braunem Caramel schmelzen. Die Butter beifügen, alles gut verrühren, dann den Orangensaft dazugiessen. Noch so lange leise kochen lassen, bis sich der Caramel vollständig aufgelöst hat.
  5. Die Crêpes in die Orangensauce legen, den Grand Marnier dazugiessen und alles 2-3 Minuten erwärmen. Dann die Crêpes mit dem Cognac übergiessen und diesen entzünden. Wenn die Flammen erloschen sind, die Orangenschnitze beifügen und erhitzen.
  6. Zum Servieren die Crêpes mit Orangenfilets auf Tellern anrichten und mit Sauce übergiessen.

Mit Edelbränden flambiert, fasziniert das Dessert aus dem 19. Jahrhundert. Süsse Hommage an Suzette, Begleiterin des Prince of Wales Edward VII.

Crêpe Suzette im Münchner Königshof

Flambierte Ananas: Exotische Süße

Flambierte Ananas ist ein weiteres köstliches Dessert, das einfach zuzubereiten ist und exotische Aromen vereint. Hier ist das Rezept:

Zutaten:

  • Ananas
  • Mandelblättchen
  • Butter
  • Zucker
  • Ananassaft
  • Kaffeepulver
  • Rum

Zubereitung:

  1. Die Ananas grosszügig schälen, in 1 cm dicke Scheiben schneiden und das Mittelstück mit einem runden, scharfen Förmchen ausstechen oder mit einem Messerchen ausschneiden. Die Scheiben halbieren.
  2. Die Mandelblättchen in einer trockenen Brat- oder Flambierpfanne ohne Fettzugabe leicht rösten. Herausnehmen und beiseite stellen.
  3. In der gleichen Pfanne Butter und Zucker erhitzen. Die Ananasscheiben hineingeben und auf beiden Seiten bei mittlerer Hitze anbraten.
  4. Ananassaft und Kaffeepulver beifügen und auf mittlerem Feuer einkochen, bis die Flüssigkeit leicht sirupartig wird.
  5. Inzwischen den Rum in einem kleinen Pfännchen auf etwa 40 Grad vorwärmen. Dann zu den Ananas giessen und entzünden.
flambierte Ananas

Die Ananas schälen (eine Anleitung gibt’s hier), in Scheiben schneiden und den Strunk entfernen. Die Butter in der Pfanne schmelzen und die Ananasscheiben beidseitig darin anbraten, bis der Zucker karamellisiert und sich die Ananas-Scheiben bräunen (auch den beim Marinieren entstandene Saft beigeben). Das kann bis zu zehn Minuten dauern, sollte aber erst vor dem Servieren gemacht werden. Dann die Scheiben mit dem Rum beträufeln und die Pfanne von der Platte ziehen. Mit einem langstieligen Feuerzeug oder langen Streichhölzern das Feuer entflammen. Mit einem Löffel können die Scheiben mit der brennenden Flüssigkeit beträufelt werden. Mit frisch gepresstem Orangensaft ablöschen. Die Scheiben auf Tellern anrichten und mit der entstandenen Sauce beträufeln.

Glühwein-Parfait mit flambierten Orangen

Eine winterliche Variante bietet das Glühwein-Parfait mit flambierten Orangen. Dieses Dessert kombiniert die Wärme des Glühweins mit der Frische der Orangen und sorgt für ein unvergessliches Geschmackserlebnis.

Zutaten für das Glühwein-Parfait:

  • Glühwein
  • Eigelb
  • Rahm

Zutaten für die flambierten Orangen:

  • Orangen
  • Butter
  • Zucker
  • Orangenschale
  • Orangensaft
  • Alkohol (z.B. Grand Marnier)

Zubereitung:

  1. Für den Glühwein alle Zutaten bis und mit Zitronensaft aufkochen, auf 1 dl einkochen, absieben.
  2. Eigelb mit dem Schwingbesen des Handrührgerätes so lange schlagen, bis die Masse hell und dicklich ist. Glühwein heiss unter ständigem Rühren zur Eigelbmasse giessen, 10-15 Minuten weiter schlagen, bis eine dicke Crème entsteht. Rahm sorgfältig darunter ziehen. Abschmecken.
  3. Masse in die vorbereitete Form geben, zugedeckt mindestens 6 Stunden gefrieren.
  4. Für die Orangen Butter, Zucker, Orangenschale und -saft in einer Flambier- oder Chromstahlbratpfanne erhitzen. Orangenfilets zugeben, erhitzen. Den Alkohol darüber giessen, Pfanne leicht schräg halten und die Flüssigkeit am Rand anzünden (Achtung: nicht unter laufendem Dampfabzug!).
  5. Parfait auf ein Brett stürzen, Papier entfernen, Parfait in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, evtl. mit Orangenstreifen und -filets garnieren.

Tipps und Tricks

  • Das Parfait kann bis zu einer Woche im voraus zubereitet werden.
  • Orangenstreifen und -filets am Vortag vorbereiten, zugedeckt kühl stellen.
  • Restliche Zutaten einige Stunden im voraus bereit stellen.

Das Flambieren wirkt am eindrücklichsten in einer verdunkelten Küche. Unbedingt eine geeignete, unbeschichtete Pfanne verwenden und eine Feuerschutzdecke bereit halten.

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