Jasmin (Jasminum) ist ein echter Blickfang in heimischen Gärten. Von Mai bis September bildet der Zierstrauch zarte, weiße Blüten, die einen süßen Duft verströmen. Dieser Duft wird gerne zur Verfeinerung von Parfümen, Tees sowie in der Aromatherapie verwendet.

Allgemeine Informationen zum Jasmin
Jasminum stammt ursprünglich aus den gemäßigten Regionen Eurasiens, insbesondere aus China und Persien. Es gibt jedoch viele Arten und Sorten, die in verschiedenen Teilen der Welt heimisch sind.
Hierzulande wird überwiegend der Jasminum officinale kultiviert. Die Jasmin Pflanze stammt ursprünglich aus Asien sowie aus dem Mittelmeerraum. Dort wachsen die Pflanzen sowohl strauchförmig als auch als Kletterpflanze, und zwar ganzjährig. Dies ist hierzulande aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht möglich: Jasmin ist frostempfindlich und darf demzufolge den Winter über nicht im Freien verbringen.
Die weißen Blüten des Jasmins sind aus mehreren Blütenblättern zusammengesetzt und erinnern an Sterne. Jasminum kann sowohl ganzjährig als Zimmerpflanze kultiviert werden als auch den Sommer über im Freien verbringen.
Wuchs
Der Wuchs von Jasmin variiert je nach Art und Sorte. Es gibt kriechende Arten, die als Bodendecker verwendet werden können, sowie aufrecht wachsende Sträucher und Kletterpflanzen, die Rankhilfen benötigen.
Blätter
Die Blätter von Jasmin sind in der Regel dunkelgrün, glänzend und haben eine lanzettliche Form. Sie sind oft gegenständig angeordnet und können je nach Art leicht unterschiedliche Formen und Größen haben.
Blüte
Jasmin ist bekannt für seine duftenden Blüten, die oft weiß oder cremefarben sind, aber auch gelb, rosa oder rot sein können, je nach Art und Sorte. Die Blüten können einfach oder gefüllt sein und erscheinen oft in Büscheln oder Rispen.
Standort und Boden
In seiner Heimat kennt der Jasmin vollsonnige Standorte und gedeiht dort prächtig. Dies sollte man der Zierpflanze auch hierzulande gewähren und ihm ein Plätzchen zuweisen, welches so sonnig wie möglich gelegen ist. Selbst Standorte, die anderen Pflanze schon zu warm wären, verträgt der Jasmin sehr gut, nur vor praller Mittagssonne sollte er ein wenig geschützt werden: zu viel derartige Sonneneinstrahlung kann dazu führen, dass Blätter und Blüten verbrennen.
Jasmin bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Einige Arten, insbesondere Kletterjasmin, benötigen eine Rankhilfe oder Stützstruktur, um zu wachsen und zu klettern.
Auch ist es wichtig, dass der Standort gut belüftet wird - und zwar unabhängig davon, ob sich die Pflanze im Freien oder im Hause befindet. Bekommt ein Jasminum nicht ausreichend frische Luft, so wird er anfällig für Schädlinge.
Aufgrund seiner tropischen Herkunft ist Jasminum sehr anspruchslos, was die Bodenverhältnisse betrifft. Wird er im Kübel gehalten, so ist eine herkömmliche Blumenerde vollkommen ausreichend. Empfehlenswert ist es, das Substrat mit Blähton zu vermischen, damit es durchlässig wird, so dass sich keine Staunässe bildet.
Lubera-Tipp: Bei der Belüftung darauf achten, dass keine Zugluft entsteht!
Pflanzung und Pflege
Ob als Kübelhaltung oder als Topfpflanze: der Jasminum kann vom Frühjahr bis in den Herbst ohne Probleme eingepflanzt werden. Bei der Wahl des Pflanzgefäßes ist darauf zu achten, dass dieses ausreichend groß ist - und zwar sowohl für die Pflanze als auch für das Winterquartier. Sinnvoll ist es auch, dem Jasmin eine Kletter-beziehungsweise Rankhilfe zu geben. Diese kann in Form eines Rankgitters oder eines Rundbogens gegeben sein.
Soll Jasminum in die Sommerfrische geschickt werden, so kann dies nach den Eisheiligen (Mitte Mai) geschehen.
Lubera-Tipp: Mit Hilfe von Drähten oder Rundbögen ist es möglich, dem Jasmin eine außergewöhnliche und individuelle Form anzuerziehen.
Zeigen sich an den Stecklinge neue Blätter, so ist die ein Zeichen dafür, dass sich Wurzeln gebildet haben. Nun wird die Plastiktüte entfernt.

Gießen
Jasmin hat insbesondere während des Wachstums und in der Blütezeit einen hohen Wasserbedarf, welcher nur mit täglichem Gießen erfüllt werden kann. Dabei sollte die Erde vom Frühjahr bis in den Herbst gelichmäßig feucht gehalten werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Auch sollte möglichst kalkarmes und zimmerwarmes Wasser verwendet werden; optimal geeignet ist Regenwasser.
Düngen
Jasminum hat einen hohen Nährstoffbedarf, welcher durch regelmäßiges Düngen während der Vegetationsperiode von April bis September gedeckt werden muss.
Umtopfen
Aufgrund seines hohen Nährstoffverbrauchs sollte der Jasmin jährlich umgetopft werden, und zwar unabhängig davon, ob sein Pflanzgefäß zu klein geworden ist oder nicht.
Besprühen
An heißen Tagen sowie bei trockener Raumluft sollte der Jasmin besprüht werden. Auch hierbei wird kalkarmes, nicht zu kaltes Wasser verwendet.
Gartenjasmin / Pfeifenstrauch Pflege Tipps – Gartenjasmin gießen, düngen, Standort, schneiden uvm.
Schneiden
Die Blüten des Jasminum bilden sich ausschließlich an jungen Trieben. Wird die Zierpflanze nicht geschnitten, verholzt sie irgendwann und bringt dadurch nur noch wenige Blüten hervor. Aus diesem Grund sollte der Jasmin einmal im Jahr geschnitten werden, und zwar zum Ende der Winterruhe. Hierbei werden die verholzten Zweige gekürzt. Vertrocknete, oder verkahlte Triebe werden entfernt.
Überwinterung
Der Jasmin ist nicht winterhart und muss deswegen in ein Winterquartier umziehen, sobald die Temperaturen im Freien dauerhaft unter 15°C liegen. Doch nicht nur Pflanzen, die in der Sommerfrische waren, sondern auch ganzjährig im Haus gehaltene Jasmine benötigen ein Winterquartier: zum einen benötigen sie weniger Pflege, zum anderen brauchen sie kühle Temperaturen.
Nach der Winterruhe kann der Jasmin geschnitten und umgetopft werden.
Schädlinge und Krankheiten
Jasmin ist im Allgemeinen eine pflegeleichte Pflanze. Sie benötigt regelmäßiges Gießen, besonders während trockener Perioden.
- Blattläuse: Blattläuse siedeln sich gerne an Jasminpflanzen an. Insbesondere im Freien können sie zu einer echten Plage werden, so dass sie bekämpft werden müssen.
- Wollläuse: Steht der Jasmin im Winterquartier zu trocken, siedeln sich häufig Wollläuse an. Da diese extrem hartnäckig sind und auch eine Gefahr für andere Pflanzen darstellen können, sollten sie mit einem speziellen Pflanzenschutzmittel bekämpft werden.
- Fäulnis: Ist das Pflanzsubstrat zu nass und/oder findet keine ausreichende Belüftung statt, kann Fäulnis entstehen.
Der Gefüllte Gartenjasmin 'Virginal' (Philadelphus x virginalis)
Für den Einsatz als Heckenpflanze ist der Gefüllte Gartenjasmin 'Virginal' (Philadelphus x virginalis 'Virginal') ideal, er ist aber auch ein beliebtes Ziegehölz in der Gartengestaltung und unter anderem ein prächtiger Solitär. Seine lanzettlichen Blätter machen ihn unverwechselbar. Sie sind schön dunkelgrün gefärbt. Seine schalenförmigen, gefüllten Blüten, die er von Juni bis Juli trägt, sind weiss und verbreiten noch dazu einen angenehmen Duft.
In durchlässiger Erde an einem sonnigen bis halbschattigen Platz entwickelt sich der Gefüllte Gartenjasmin 'Virginal' zu einem schönen, buschigen, aufrechten Strauch von bis zu 3 m Höhe und 3 m Breite.
Eigenschaften und Pflege des Gefüllten Gartenjasmins 'Virginal'
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Wuchs | Buschig und aufrecht, 2 - 3 m hoch und breit |
| Blätter | Lanzettlich, dunkelgrün, 4 - 7 cm groß |
| Blüten | Weiß, schalenförmig, gefüllt, duftend, Blütezeit Juni - Juli |
| Standort | Sonnig bis halbschattig |
| Boden | Durchlässig |
| Wasser | Regelmäßig, Erde darf antrocknen |
| Frosthärte | Gut frostbeständig (bis -33°C) |
| Verwendung | Solitärpflanze, Ziergehölz, Parkanlagen, freiwachsende Hecke |
Pflegehinweise für den Gefüllten Gartenjasmin 'Virginal'
- Auslichtungsschnitt: Zu dicht stehende Triebe entfernen.
- Gießen: Seltener, aber gründlich und durchdringend gießen, um die Wurzeln anzuregen, auch in tiefere Bodenschichten vorzudringen.
- Düngung: Im Zeitraum von März bis April.
- Gießen: Im Zeitraum von Mai bis September.
- Zurückschneiden: Im Zeitraum von Juni bis Juli.